20 Jahre Museum Wilhelmsbau Speyer

Das "Schatzkistchen" des Technik Museum Speyer feiert Jubiläum

(lifePR) ( Speyer, )
Nur wenige Schritte vom Eingang des Technik Museum Speyer entfernt, befindet sich das Museum Wilhelmsbau. Das Gebäude gehört zum Technik Museum und feiert im April 2020 sein 20jähriges Jubiläum. Das Bauwerk selbst ist über 100 Jahre alt und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

Im Technik Museum regiert wie der Name schon andeutet, die Welt der motorisierten Technik. Oldtimer, Motorräder und Flugzeuge sind hier groß vertreten und locken jährlich tausende Besucher aus aller Welt in die Ausstellungshallen. Im Museum Wilhelmsbau hingegen begibt man sich auf eine nostalgische Reise in die gute alte Zeit. Schon beim Betreten des großen Foyers lässt sich erahnen, was einen erwartet. Eleganter Teppichboden, schwere Vorhänge, aufwändig verzierte Stuckarbeiten, ein imposanter Treppenaufgang und edle Holzvertäfelungen vermitteln einem das Gefühl 100 Jahre in die Vergangenheit gereist zu sein. Prächtige Kronleuchter erhellen die Räume, die mit historischen Kleidungsstücken, Accessoires, Spielzeug, Uniformen und einer großen Sammlung mechanischer Instrumente gefüllt sind. Doch so sah das Raritätenkabinett nicht immer aus, denn das historische Gebäude erlebte zahlreiche Höhen und Tiefen.

Erbaut wurde das Objekt 1917 vom Architekten Albert Speer Senior und diente anfänglich als Verwaltungsgebäude der Pfalz Flugzeugwerke. Nach dem 2. Weltkrieg bezogen Französische Truppen das Areal und prägten damit auch die Stadt Speyer. Als die französischen Streitkräfte 1984 das Gelände an das Bundesvermögensamt zurückgaben, befand sich alles in einem einwandfreien Zustand. Doch leider war das Interesse an der Erhaltung des Areals in den Hintergrund gerückt und in den folgenden Jahren kam es durch Vandalismus und kleineren Bränden zur Zerstörung aller Gebäude. Alte Fotos erinnern noch heute daran, in welch verheerendem Zustand sich die heutigen Museumshallen befanden. Doch die Begründer des Auto & Technik Museum e.V. und des Technik Museum Sinsheim sahen in dem Gelände eine Chance. 1989 erfolgte die Übergabe an das Museum und die Arbeiten konnte beginnen.

Nach einer aufwändigen Sanierung wurde 1991 die Industriehalle „Liller Halle“ des Technik Museum Speyer eröffnet und die Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf. In den folgenden Jahren kamen die ersten Großexponate wie das U-Boot U9 und das weltgrößte Propellerflugzeug Antonov An-22 nach Speyer, das deutschlandweit einzige IMAX DOME Kino wurde eröffnet und die Besucherzahlen stiegen. Die Idee, das Gelände in ein Museumsareal umzuwandeln, funktionierte. Als nächstes sollte der ehemalige „Speerbau“ in Angriff genommen werden. Da dieses Gebäude besonders unter dem Vandalismus zu leiden hatte, dauerten die Sanierungsarbeiten bis 1999. Das Technik Museum hatte es sich zum Ziel gemacht, die Arbeiten so authentisch wie möglich umzusetzen, damit das Gebäude wieder in voller Pracht erstrahlen konnte. Dies gelang mit viel Einsatz der Mitarbeiter und der Mitglieder des Fördervereins, so dass im April 2000 das Museum Wilhelmsbau seine Türen für Besucher öffnete. In den vergangenen 20 Jahren kamen weitere, seltene Ausstellungsstücke hinzu. Mitglieder spendeten ganze Sammlungen, es fanden zahlreiche Konzerte mit den ausgestellten mechanischen Instrumenten oder Lesungen statt und die deutsche TV-Kultserie „Lindenstraße“ fand hier ein neues zu Hause. Auf vier Stockwerken sind tausende Raritäten aus dem 19. und 20. Jahrhundert ausgestellt. Der Jugendstil und die 20er Jahre sind hier genauso vertreten wie die Rock`n Roll-Ära und Fans mechanischer Instrumente erwartet eine der größten Sammlungen in Deutschland mit Drehorgeln, Flötenuhren, Grammophonen, Orchestrien oder Spieldosen.

 
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