Donnerstag, 23. Februar 2017


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Kolibakterien im Salat?

Forschungsprojekt der Austrian Research Centers spürt Keime im Gemüse auf

(lifePR) (Wien, ) Verdorbene Lebensmittel können Übelkeit und schwere Durchfälle auslösen. Salmonellen, Kolibakterien oder Listerien wurden bisher vor allem in Fleischprodukten gefunden. In letzter Zeit gibt es aber vermehrt Fälle von Lebensmittelvergiftungen, die durch pathogene Keime in Gemüse ausgelöst wurden. Ein EUfinanziertes Forschungsprojekt ermöglicht nun, Risikofaktoren einzugrenzen und Kontrollmethoden zu entwickeln, um die Lebensmittelsicherheit bei Obst und Gemüse zu erhöhen. WissenschafterInnen der ARC arbeiten mit Hochdruck an Analyseverfahren, mit denen die heimische Produktion in Zukunft effizient überwacht werden kann.

Bio kontra konventioneller Anbau
Noch sind die genauen Ursachen und Zusammenhänge nicht geklärt - sicher ist aber, dass krankmachende Keime auch auf oder in Obst und Gemüse leben und sich dort vermehren können. In letzter Zeit gab es vermehrt Nachweise pathogener Keime in Gemüseprodukten wie Salat oder Spinat, die zu schweren Lebensmittelvergiftungen geführt haben. Bio-Lebensmittel könnten ein erhöhtes Risiko bergen, da anstatt chemischer Düngemittel vermehrt organischer Dünger eingesetzt wird.

Kolibakterien oder andere Krankheitskeime könnten so über den Boden oder durch verunreinigtes Wasser von Tieren auf Pflanzen übertragen werden. Andererseits weisen biologisch bewirtschaftete Böden auch eine weit größere Vielfalt an natürlichen Bodenmikroben auf. Diese Böden sind "gesünder" und können somit Krankheitserreger auch besser abwehren. Ziel des neuen Forschungsprojektes, das im Rahmen der europäischen CORE Organic-Initiative finanziert wird, ist es nun, diese Zusammenhänge aufzuklären. Zudem sollen geeignete Maßnahmen für die Lebensmittelsicherheit bei Obst und Gemüse entwickelt werden.

Europaweites Screening beginnt
In den Forschungslabors der Austrian Research Centers werden nun geeignete Methoden ausgewählt und adaptiert, mit denen die Keimbelastung in der gesamten Produktionskette gescreent werden können. Das österreichische Projekt ist dabei Teil einer europaweiten, von den ARC koordinierten Intitiative (PathOrganic). Die Methoden reichen von konventionellen mikrobiologischen Untersuchungen bis hin zu modernsten Biochip-Analysen. Damit können pathogene Keime in Dünger, Boden, Kompost und Pflanzen aufgespürt werden. Ziel ist es, kritische Kontrollpunkte zu identifizieren an denen in Zukunft Gemüse gezielt kontrolliert werden soll. Damit soll die Keimbelastung von Pflanzenprodukten weitgehend ausgeschlossen werden.

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