Freitag, 17. August 2018


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ARQUES im 1. Quartal konsequent auf Konsolidierungskurs

Weiterer deutlicher Schuldenabbau / Weltwirtschaftskrise und Einmaleffekte aus Restrukturierungsmaßnahmen belasten Ergebnis

Starnberg, (lifePR) - Das 1. Quartal 2009 war für die ARQUES Industries AG (ISIN DE0005156004) zum einen geprägt von den Folgen der globalen Rezession. Zum anderen hatte die Optimierung des Portfolios um weitere 7 Beteiligungen nennenswerte Auswirkungen auf Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. So lag der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 mit EUR 1.232,7 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 1.348,0 Mio. Das Ergebnis (EBITDA) war geprägt von Einmaleffekten aus Restrukturierungsmaßnahmen und Entkonsolidierungen und gestaltete mit EUR -13,7 Mio. deutlich niedriger als im Vorjahr (EUR 15,3 Mio.).

Der strategische Fokus des Managements lag wie avisiert auf der Optimierung der Bilanzstruktur. Die Finanzverbindlichkeiten reduzierte ARQUES im 1. Quartal 2009 insbesondere durch die Portfolio-Optimierung um EUR 51,4 Mio. auf EUR 160,6 Mio. Gleichzeitig sank der Bestand an Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten von EUR 142,4 Mio. zum 31. Dezember 2008 auf EUR 119,7 Mio. zum 31. März 2009. Das Eigenkapital der ARQUES Industries AG beträgt zum 31. März 2009 EUR 230,3 Mio. nach EUR 263,0 Mio. zum 31. Dezember 2008. Die Eigenkapitalquote liegt nahezu unverändert bei 15,4%.

Deutliche Veränderungen des Beteiligungsportfolios

Im 1. Quartal 2009 hat ARQUES insgesamt 7 Beteiligungen veräußert. Im Rahmen einer Portfolio-Transaktion, in der der BEA-Unternehmensverbund, die Nachrichtenagentur ddp, den Klebebandhersteller Evotape und das Chemieunternehmen Rohner verkauft wurden, verbuchte ARQUES einen Cash-Zufluss von EUR 20 Mio. Darüber hinaus gab ARQUES den Tankstellendienstleister Rohé, den Fahrzeugbauer Sommer Road Cargo Solutions und die Druckerei weberbenteli ab. Seit Mitte 2008 trennte sich ARQUES somit von Beteiligungen mit einem Gesamtumsatzvolumen von 671,4 Mio. EUR, die in 2008 einen EBITDA-Beitrag von 0,7 Mio. EUR leisteten. Neu erworben wurde im Berichtszeitraum die British School of Motoring (BSM), die ARQUES im Februar 2009 übernommen hat. Die Transaktion führte im 1. Quartal zu einem negativen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (Bargain Purchase) in Höhe von EUR 10,1 Mio.

Wirtschaftskrise führt zu negativem Cashflow

Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der Restrukturierungskosten bei Gigaset und der Aufstockung von Lagerbeständen in den Beteiligungen verbuchte ARQUES im 1. Quartal 2009 einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 20,9 Mio. (Vorjahr positiver Cashflow in Höhe von EUR 10,3 Mio.). Ebenso lag der Free Cashflow mit EUR -31,2 Mio. deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums von EUR 3,9 Mio.

Basis für Neuaufstellung des ARQUES Konzerns geschaffen

"Wir haben im 1. Quartal 2009 umfassende Konsolidierungsmaßnahmen zur Optimierung des Beteiligungsportfolios und der Kosten mit Erfolg umgesetzt. Ausgehend von der geschaffenen Basis werden wir im weiteren Jahresverlauf die Neuaufstellung des ARQUES Konzerns vorantreiben und unser ursprüngliches Geschäftsmodell unter größtmöglicher Risikominimierung umsetzen. Neben der Weiterentwicklung unseres Bestand-Portfolios werden wir uns auf unseren Kernbereich, der Übernahme von Konzernabspaltungen, fokussieren", so der Finanzvorstand der ARQUES Industries AG, Hans Gisbert Ulmke.

2010 Erreichen der Gewinnschwelle angestrebt

Auch den Rest des Jahres wird ARQUES seine konsequente Konsolidierungsstrategie der letzten 12 Monate fortsetzen. Angesichts weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen dürfte auch im 2. Quartal ein negatives Ergebnis anfallen. Das ARQUES Management wird weiter den Fokus auf dem Verschuldungs- und Kostenabbau legen. Der Konzernumsatz wird 2009 auf Grund der Verkleinerung des Beteiligungsportfolios in den vergangenen 15 Monaten deutlich unterhalb des Niveaus aus 2008 liegen. Die Höhe des Ergebnisses hängt stark von möglichen weiteren Wertberichtigungen ab. Diese werden jedoch - sofern notwendig - deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus liegen. Neben den bereits getätigten Transaktionen in 2009 sind weitere Exits, aber auch Akquisitionen, in der Planung. Zudem wird ARQUES im Berichtsjahr die Kosteneffizienz verbessern. Die Holding wurde bereits deutlich verschlankt, die Holdingkosten sollen von 22 Mio. EUR in 2008 auf unter 10 Mio. EUR reduziert werden. Dies soll das Unternehmen nach Abschluss der laufenden Konsolidierung in die Lage versetzen, 2010 wieder die Gewinnschwelle zu erreichen und ab dem Jahr 2011 einen nennenswerten Ergebnisbeitrag zu erzielen.

Gigaset Communications GmbH

Die ARQUES Industries AG, Starnberg, (www.arques.de) ist Partner von Großkonzernen bei Konzernabspaltungen und ein Turnaround-Spezialist, der sich auf den Erwerb und die aktive Restrukturierung von Unternehmen in Umbruchsituationen konzentriert, um sie mit einem eigenen Team und aus eigener Kraft zu wettbewerbsfähigen und ertragsstarken Unternehmen zu entwickeln. ARQUES revitalisiert das Wertschöpfungspotenzial seiner Beteiligungsunternehmen zum Nutzen aller ihrer Stakeholder unter Wahrnehmung der damit verbundenen sozialen Verantwortung. Die Aktien der ARQUES Industries AG werden im Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Symbol "AQU" (ISIN: DE0005156004) gehandelt und notieren im SDAX.

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