AK begrüßt die Gründung der Agentur - Ausländische Fachkräfte können aber nur Teil der Lösung in der Pflege sein

DeFa - Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe

(lifePR) ( Saarbrücken, )
„Bereits in unserem diesjährigen Jahresbericht mit dem Schwerpunkt Pflege forderten wir die Aufstockung des zuständigen Personals im Landesamt für Soziales, um eine zügige Bearbeitung des Anerkennungsverfahrens zu erreichen. Mit der Gründung der DeFa sollen die Anerkennungsverfahren, gebündelt über die Bundesebene, beschleunigt werden“, stellt Beatrice Zeiger, die Geschäftsführerin der Arbeitskammer, fest. „Der Einsatz ausländischer Fachkräfte kann nur ein Teil der Lösung sein, um auf den riesigen Fachkräftemangel zu reagieren. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege muss weiterhin an erster Stelle stehen. Dazu müssen die Bezahlung deutlich verbessert und die Aus-, Fort- und Weiterbildung weiter gestärkt werden. Nur so kann der Beruf insgesamt attraktiver werden“, so Zeiger.

Auch die Verantwortung weiterhin auszubilden, darf durch den Einsatz ausländischer Fachkräfte nicht vernachlässigt werden. „Nur wenn wir es schaffen, auch unsere eigene Bevölkerung für den Pflegeberuf zu begeistern, können wir den Pflegenotstand erfolgreich bewältigen. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dabei müssen alle an einem Strang ziehen“, sagt die Geschäftsführerin.

Durch die DeFa sollen sämtliche Verwaltungsverfahren, die im Zusammenhang mit der Anwerbung ausländischer Pflegefachkräfte stehen, entschlackt und beschleunigt  werden.  Dies in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit und den zuständigen Behörden der Bundesländer. Dazu Beatrice Zeiger: “Eine Beschleunigung ist hier absolut richtig. Die Voraussetzungen an die Qualität der Fachkräfte dürfen aber nicht herabgesetzt werden.“ Dazu zählen auch die sprachlichen Qualifikationen. „Gute Pflege bedeutet auch die zu Pflegenden gut zu verstehen, ein Ohr dafür zu haben, was sie beschäftigt. Dafür ist es unerlässlich, dass die ausländischen Fachkräfte ein ausreichendes Sprachniveau besitzen“, macht Beatrice Zeiger deutlich. Zudem ist es wichtig, dass im Betrieb die interkulturelle Kompetenz der deutschen und ausländischen Fachkräfte gefördert wird.

Für die im Saarland verbleibenden Fachkräfte bietet die Arbeitskammer zudem Unterstützung an, um den Prozess mit zu einem Erfolg zu machen. Während der sechsmonatigen Lernphase könnte ein begleitender Kurs in Arbeitsrecht im Bildungszentrum in Kirkel stattfinden. Dazu Zeiger: „Wir als Arbeitskammer sehen unsere Aufgabe auch darin, hier die ausländischen Fachkräfte fit zu machen. Die Menschen müssen über ihre Pflichten, aber auch über ihre Rechte aufgeklärt werden.“ Der Arbeitskammer ist es zudem wichtig,  von Beginn an, die Kriterien guter Arbeit zu vermitteln. „Wir möchten verhindern, dass die ausländischen Pflegekräfte aufgrund von Unkenntnis der Gesetzeslage ausgenutzt werden“, so die Geschäftsführerin abschließend.

 
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