Freitag, 24. November 2017


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Arzneimittelrabattverträge: Wettbewerb geht in die 19. Runde

Stuttgart, (lifePR) - Die AOK-Gemeinschaft hat am Dienstag, 25. Juli, im Europäischen Amtsblatt die Ausschreibung der 19. Tranche der bundesweiten Rabattverträge für Generika veröffentlicht. „Mit zehn Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen schreiben wir diesmal eine besonders große Zahl von Produkten zum ersten Mal aus“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg und Verhandlungsführer der bundesweiten Verträge.

Die AOK-Gemeinschaft hat jetzt im Europäischen Amtsblatt die Ausschreibung der 19. Tranche der bundesweiten Rabattverträge für Generika veröffentlicht. Dabei ergeben sich speziell für die Behandlung von HIV sowie Hepatitis B und C neue Chancen. Die Pharmaunternehmen können ihre Angebote bis zum 30. August abgeben. „AOK XIX“ umfasst 119 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen (122 Fachlose). 27 Fachlose werden an bis zu drei Vertragspartner vergeben. Die neuen Verträge sollen von Anfang April 2018 bis Ende März 2020 laufen.

„Mit zehn Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen schreiben wir diesmal eine besonders große Zahl von Produkten zum ersten Mal aus“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg und Verhandlungsführer der bundesweiten Verträge. Er sieht weiter Potenzial für die erfolgreichen Arzneimittelrabattverträge: „Allein im laufenden Jahr endet in Deutschland für mehr als 30 pharmazeutische Substanzen der Patentschutz. Speziell im Bereich der Antiinfektiva ergeben sich damit Chancen für neue Generika, insbesondere zur Behandlung von HIV sowie Hepatitis B und C.“

Zu den besonders umsatzstarken Wirkstoffen der Ausschreibung ge-hören der Magensäurehemmer Pantoprazol und das fiebersenkende Schmerzmittel Metamizol. Die neue Tranche löst die Verträge der AOK-Tranchen 15 und 16  ab. „Dadurch decken wir mit der aktuellen Ausschreibung ein besonders hohes AOK-Umsatzvolumen von rund 2,1 Milliarden Euro ab“, so Christopher Hermann.

2016 haben alle gesetzlichen Krankenkassen durch die Arzneimittel-rabattverträge rund 3,85 Milliarden Euro weniger für Medikamente ausgeben müssen. Allein die 11 AOKs konnten im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Euro einsparen. „Diese für unsere Versicherten erfreuliche Entwicklung setzt sich auch 2017 fort“, betont Hermann. „In den ersten drei Monaten des Jahres haben die Rabattverträge erstmals seit vielen Jahren die Arzneimittelausgaben gegenüber dem Vorjahreszeitraum annähernd konstant gehalten: Die AOK-Gemeinschaft hat im ersten Quartal 0,3 Prozent weniger für Medikamente ausgeben müssen als noch im gleichen Zeitraum 2016.“

Die Ausschreibung AOK XIX im Überblick:


119 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen in 122 Fachlosen;
27 werden im Drei-Partner-Modell vergeben;
1.408 mögliche Zuschläge (176 je Gebietslos);
Vertragslaufzeit: 1. April 2018 bis 31. März 2020;
AOK-Umsatzvolumen (nach Apothekenverkaufspreis): rund 2,1 Milliarden Euro pro Jahr


Die Rabattverträge für Generika ermöglichen Einsparungen ohne Ver-lust an Qualität in der Arzneimittelversorgung. Das eingesparte Geld steht zum Beispiel für innovative Versorgungsformen zur Verfügung. Aktuell haben die elf AOKs in Deutschland gemeinsame Verträge für 275 generische Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen abgeschlos-sen. Die AOK-Verträge decken rund zwei Drittel des Generikamarktes und ein Umsatzvolumen von gut fünf Milliarden Euro ab.

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