Montag, 25. September 2017


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Griechische Aktien auf dem Sprung?

München, (lifePR) -
Makrobild bessert sich: Hellenische Wirtschaft wächst wieder, IWF neuer Partner bei der Überwindung der Schuldenkrise, Privatisierungen im Plan
Charttechnisch hat der griechische Aktienmarkt seinen achtjährigen Abwärtstrend durchbrochen
Fundamental weisen griechische Unternehmen im europäischen Vergleich größtenteils erhebliche Bewertungslücken auf


Griechenland schöpft neue Hoffnung bei der Überwindung der Schuldenkrise, die das Land seit Jahren belastet. Die mit der Auszahlung von Hilfsgeldern verbundenen harten Reformauflagen der Gläubiger wirkten lange Zeit wie ein Bremsklotz für die griechische Wirtschaft. Aktuell mehren sich die Anzeichen, dass Griechenland die Abwärtsspirale hinter sich lassen kann. Die ermutigende wirtschaftliche Entwicklung des Landes hat kürzlich den Internationalen Währungsfonds (IWF) dazu veranlasst, sich am Hilfsprogramm für Griechenland zu beteiligen. Im Juni beschlossen die EU-Finanzminister die Auszahlung weiterer 8,5 Milliarden Euro, die zur Bedienung griechischer Altschulden eingesetzt werden sollen.

Wegen schleppender Reformbemühungen hatte sich der IWF lange zurückhaltend gezeigt. Zuletzt aber hatte Griechenland deutliche Fortschritte bei den Sparanstrengungen gemacht, insbesondere im Bereich des Renten- und Arbeitsmarktes. Auch die Wirtschaft fast langsam wieder Tritt. Während in 2016 eine ‚schwarze Null‘ geschrieben wurde, betrug das Wachstum im 1. Quartal des laufenden Jahres 0,4 Prozent. Für das Gesamtjahr 2017 erwartet der IWF ein wirtschaftliches Plus von 2,2 Prozent, die Ratingagentur Moody’s geht von 1,5 Prozent aus. Die optimistischen Wachstumsprognosen sowie die positiven Ergebnisse der jüngsten Gespräche der Athener Regierung mit den internationalen Kreditgebern haben die Wahrscheinlichkeit für eine Aufnahme Griechenlands in das Quantitative Easing-Programm der Europäischen Zentralbank erhöht.

„Insgesamt stellen wir fest, dass das Makroumfeld, welches bislang ein Hemmschuh für einen Durchbruch am griechischen Aktienmarkt gewesen ist, sich nunmehr deutlich verbessert“, sagt Christos Arbaras, Vorstand der Anodos Asset Management AG in München.

„Fundamental waren viele griechische Unternehmen bereits in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich und hätten schon seit längerem höhere Börsenbewertungen verdient gehabt. Seit über einem Jahr steigen nun tendenziell wieder die Kurse an der Athener Börse. Charttechnisch hat der griechische Aktienmarkt seinen achtjährigen Abwärtstrend durchbrochen“, sagt der Griechenland-Experte. Nach einem Minus von annähernd 90 Prozent im Tiefpunkt des Marktes könnte Athen zukünftig zu den herausragenden Börsenplätzen zählen, ähnlich wie vormals Thailand und Russland oder auch Argentinien nach der Staatspleite im Jahr 2001/2002. Diese Länder, deren nachgelagerte Trendbruch-Entwicklung quasi als Blaupause gesehen werden könnte, hätten eine ähnliche charttechnische Entwicklung bereits vor 20 bzw. 15 Jahren durchlaufen. Mit Blick auf einen von vielen Experten erwarteten stärkeren Rückschlag an den Weltbörsen in den kommenden 18 Monaten geht Arbaras davon aus, dass sich der griechische Aktienmarkt möglicherweise konträr verhalten könnte.

„Griechische Unternehmen weisen im europäischen Vergleich größtenteils nach wie vor deutliche Bewertungslücken auf. In Bezug auf die von den internationalen Kreditgebern geforderten Reformen ist Griechenland teilweise dem Plan voraus. Zudem werden die bislang angestoßenen Privatisierungen erfolgreich umgesetzt, wie zum Beispiel der Hafen von Thessaloniki oder die griechischen Regionalflughäfen“, betont Arbaras. Unterstützung kommt auch vom Tourismus, der in 2016 mit 28 Millionen Urlaubern – dem 25-fachen der hellenischen Bevölkerung – bereits 18 Prozent des griechischen Sozialproduktes ausmachte. Für das laufende Jahr erwartet der griechische Tourismusverband sogar bis zu 30 Millionen Besucher.

Der von Alpha Trust Mutual Fund Management aus Athen heraus aktiv gemanagte HELLAS Opportunities Fund spiegelt den wachsenden Optimismus der Investoren im griechischen Aktienmarkt wider. Auf Ein-Jahres-Sicht beträgt der Wertzuwachs gut 41 Prozent. Seit Auflage des Fonds im Juni 2014 steht zwar noch ein Minus von etwa 28 Prozent zu Buche. Im Vergleich zu passiven Investments, die den griechischen Aktienmarkt über Indexabbildungen rekonstruieren, fällt das Ergebnis des HELLAS Opportunities Fund in diesem Zeitraum deutlich besser aus. „Es zeigt sich, dass in einem ineffizienten Aktienmarkt wie Griechenland, der zudem phasenweise von erheblichen Unsicherheiten geprägt sein kann, das aktive Fondsmanagement ein effizientes Risikomanagement und damit deutliche Mehrwerte bietet“, sagt Arbaras.

Das Management des HELLAS Opportunities Fund zielt darauf ab, Unternehmen zu selektieren, die dank ihrer Strategie, Wettbewerbsvorteilen, Kostensenkungen oder einer starken Exportorientierung von der Wirtschaftskrise nur gering bis gar nicht beeinflusst wurden oder von Restrukturierungs- bzw. Privatisierungsprozessen profitieren. Das Portfolio des bislang einzigen aktiv gemanagten UCITS-Fonds mit Vertriebszulassung in Deutschland, mit dem deutsche Anleger in griechische Aktien investieren können, ist mit 25 Titeln sehr konzentriert und Branchen übergreifend breit gestreut. Mit einem Anteil von 7,2 Prozent zweigrößter Wert im Portfolio ist Mytilineos. Die Industrie-Holding ist ein in Südosteuropa führender Energieproduzent und Hersteller von Aluminium in verschiedenen Verarbeitungsstufen mit einem Exportanteil von über 60 Prozent. Von der laufenden Integration zahlreicher Beteiligungsunternehmen in die Mytilineos-Gruppe werden erhebliche Synergien in den Bereichen Kosten und Markterschließung erwartet.

ANODOS Asset Management GmbH

Die Anodos Asset Management AG ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit den Schwerpunkten individuelle Vermögensverwaltung und Finanzportfolioverwaltung mit dem Fokus auf internationale Fonds und Strategieportfolios sowie Family Offices. Ferner koordiniert die Anodos Asset Management AG den Vertrieb für die Produkte ausgewählter internationaler Investmentgesellschaften im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen wurde im Sommer 2011 gegründet. Im September 2015 erfolgte die Wandlung in eine AG. Die Anodos Asset Management AG besitzt die Zulassung nach § 32 KWG und unterliegt damit der Aufsicht und Kontrolle der deutschen Bundesbank und des Bundesaufsichtsamtes für Finanzdienstleistung (BaFin).

Vorstand Christos Arbaras ist gebürtiger Grieche mit über 25 Jahren Erfahrung in der Strukturierung, der aktiven Betreuung und Verwaltung von weltweit ausgerichteten Anlageportfolien und Fonds für private und institutionelle Investoren sowie beim Aufspüren von unterbewerteten Aktien weltweit. Darüber hinaus ist Christos Arbaras ausgewiesener Experte für den griechischen Markt.

Die Anodos Asset Management AG ist Initiatorin des im Juni 2014 aufgelegten HELLAS Opportunities Fund (ISIN: LU0920841169) - der bislang einzige aktiv gemanagte Fonds, mit dem deutsche Anleger in griechische Aktien investieren können. Er wird nach dem gleichen Konzept gesteuert, das seit mehr als 15 Jahren erfolgreich und vielfach ausgezeichnet in dem nur in Griechenland zugelassenen Alpha Trust Hellenic Equity Fund zum Einsatz kommt. Als Fondsmanager fungiert mit Alpha Trust Mutual Fund Management einer der ältesten und größten unabhängigen Asset-Manager Griechenlands. Der HELLAS Opportunities Fund investiert hauptsächlich in substanzstarke griechische Unternehmen, die an der Athener Börse gelistet sind. Ergänzend können auch aussichtsreiche Small Caps sowie Anleihen beigemischt werden.

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