Mittwoch, 01. März 2017


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Anzahl der Ausländer in Berlin steigt weiter im Juni 2008

(lifePR) (Potsdam, ) Am 30. Juni 2008 waren nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg 473 177 Bürger anderer Staaten mit Hauptwohnung in Berlin gemeldet, 6 877 oder 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Anteil der Ausländer an allen melderechtlich registrierten Einwohnern Berlins ist im Vergleich zum Vorjahr mit 14,1 Prozent leicht gestiegen.

Die ausländischen Bürger kommen aus insgesamt 195 Staaten. Knapp drei Viertel davon sind Europäer (343 907 oder 72,7 Prozent). Aus asiatischen Staaten stammen 14,6 Prozent, aus Amerika 5,6 Prozent, aus Afrika 3,9 Prozent und aus Australien/Ozeanien kommen 0,4 Prozent der ausländischen Bürger.

Aus den 26 Staaten der Europäischen Union (außer Deutschland) waren 145 453 Bürger mit Hauptwohnung gemeldet, 5 988 (4,3 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Damit kommen 30,7 Prozent der in Berlin gemeldeten Ausländer aus Staaten der Europäischen Union. Knapp ein Drittel der Unionsbürger sind Polen (44 851 oder 30,8 Prozent). Zahlenmäßig stark vertreten sind auch Italiener (14 722), Franzosen(12 846), Briten (9 984), Griechen (9 740) und Österreicher (8 930). Gegenüber dem Vorjahr hat sich besonders die Zahl der bulgarischen Bürger erhöht (+1 193 oder +20,0 Prozent), gefolgt von Polen (+798), Rumänen (+774), Franzosen (+653)und Spaniern (+532).

Unter den Europäern sind türkische Staatsangehörige mit 112 549 Personen (23,8 Prozent aller Ausländer) am stärksten vertreten, ihre Zahl ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 2 186 oder 1,9 Prozent wiederum zurückgegangen. Den zweiten Platz nehmen die polnischen Staatsbürger ein und die drittgrößte Gruppe bilden 23 098 Bürger aus Serbien, unter denen sich jedoch auch Bürger des ehemaligen Serbien und Montenegro sowie Bürger des ehemaligen Jugoslawien befinden, die sich noch bei Bestehen dieser Staaten in Berlin angemeldet haben und noch nicht den jeweiligen Nachfolgestaaten zugeordnet sind.

Abgesehen von ausländischen Bürgern aus einigen Ländern Europas sind im Vergleich zum 30. Juni 2007 hohe Zuwachsraten für Bürger aus Brasilien (+6,8 Prozent)
und Israel (+6,5 Prozent) und hohe relative Abnahmen für Bürger aus Irak (-4,8 Prozent)und Iran (-2,7 Prozent) festzustellen.

Unterhalb der Bezirksebene sind zum Teil noch wesentlich höhere Ausländeranteile zu verzeichnen. Bezogen auf die Bezirksgliederung vor der Gebietsreform liegt Wedding mit einem Ausländeranteil von 33,9 Prozent vor Kreuzberg mit 30,9 Prozent. In Wedding hat sich die Ausländerquote erneut erhöht (um 0,8 Prozentpunkte), während sie sich in Kreuzberg entsprechend dem seit 1999 zu beobachtenden Trend weiter verringert hat (um 1,1 Prozentpunkte). Nach diesen beiden ehemaligen Bezirken liegt - wie schon in den letzten drei Jahren - Tiergarten mit 29,0 Prozent auf dem dritten Platz.

Ausländerquoten von über 20 Prozent sind in neun Ortsteilen festzustellen. Die höchsten Anteile hatten die Ortsteile Gesundbrunnen (35,7Prozent), Neukölln (35,0 Prozent) und Tiergarten-Süd (34,5 Prozent).

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