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Pressemitteilung BoxID: 279277 (amnesty international Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.)
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Protestaktion in Berlin am 11.Januar

(lifePR) (Berlin, ) Seit zehn Jahren ist Guantánamo das Symbol für die Missachtung der Menschenrechte im Kampf gegen den Terror. Immer noch sind 171 Männer in der US-Militärbasis auf Kuba eingesperrt, seit Jahren, auf unbestimmte Zeit, die meisten ohne Anklage oder Gerichtsurteil. Nur vier von ihnen sind zu Haftstrafen verurteilt, auch sie hatten kein faires Verfahren.

"Guantánamo steht dafür, dass Präsident Obama nicht konsequent mit den Menschenrechtsverletzungen der Bush-Regierung gebrochen hat. Er muss endlich sein Versprechen einlösen und das Gefangenenlager Guantánamo schließen", erklärt Wolfgang Grenz, der Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland. "Die Aktion vor der US-Botschaft unterstreicht unsere Forderungen an die USA: Schluss mit der unbegrenzten Haft ohne Anklage! Die Gefangenen freilassen oder in einem fairen Verfahren anklagen! Die Verantwortlichen für illegale Haft und Folter zur Rechenschaft ziehen!"


WANN:

Mittwoch, 11. Januar 2012, 12–19 Uhr

WO:

Berlin, Pariser Platz, Mittelstreifen vor der US-Botschaft

WAS:

12 Uhr: Fünf „Gefangene“ werden symbolisch in eine Guantánamo-Zelle gesperrt. Die Geschichten fünf realer Gefangener werden vorgestellt.

13–17 Uhr: Unterschriften-Sammlung für die Schließung des Militärgefängnisses. In der Zelle können Kommentare in das „Schwarze Buch von Guantánamo“ eingetragen werden.

17 Uhr: Lesung der Namen aller Guantánamo-Häftlinge durch Berliner Schülerinnen und Schüler.

18 Uhr, Kundgebung

WER:

Bernhard Docke (Anwalt des ehemaligen Guantánamo-Häftlings aus Bremen Murat Kurnaz), Katja Riemann (Schauspielerin), Wolfgang Grenz (Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland), Anja Caspary (Moderatorin, Radio1), Ann Wertheimer (American Voices Abroad Berlin)