Hand in Hand für den Artenschutz - Gestalter für visuelles Marketing dekorieren im Allwetterzoo Münster

(lifePR) ( Münster, )
Die Gestalter/-innen für visuelles Marketing der Mittelstufe des Adolph-Kolping-Berufskollegs haben zu Beginn diesen Jahres ihr eigenes gestaltetes Konzept im Allwetterzoo Münster umgesetzt. Acht Schülerinnen und zwei Schüler erhielten vom Allwetterzoo Münster den Auftrag, eine Vitrine im Zoo zum Thema Artenschutz in Münster und in Kambodscha neu zu gestalten. Im Fokus der Gestaltung steht zum einen das Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz (IZS) im Allwetterzoo Münster und zum anderen das Angor Centre of Conservation of Biodiversity (ACCB) in Kambodscha. Das ACCB ist ein Natur- und & Artenschutzzentrum in der Nähe von Angkor Wat, das 2002 vom Allwetterzoo gegründet wurde. Das ACCB verfolgt mehrere Ziele: Zum einen ist es das Zuchtprogramm von in Kambodscha stark bedrohten Tierarten, des Weiteren ist die Erforschung dieser Tierarten im Freiland ein Schwerpunkt und zusätzlich bietet es eine Auffangstation für verletzte oder beschlagnahmte Wildtiere. Zudem ist das ACCB eine Umweltbildungseinrichtung zur Verbesserung der naturkundlichen Bildung in Kambodscha. Das IZS wurde um einige asiatische Schildkrötenarten vor der akut drohenden Ausrottung zu bewahren im Allwetterzoo eingerichtet und ist weltweit einmalig. Auf das IZS wird bereits im Eingangsbereich und an weiteren Stellen im Allwetterzoo hingewiesen.

Den meisten Zoobesuchern ist allerdings das ACCB nicht bekannt, der Allwetterzoo möchte mit der Vitrinengestaltung ebenso wie mit der bereits im vergangenen Jahr fertiggestellten Wandgestaltung durch die auszubildenden Maler und Lackierer des Adolph-Kolping-Berufskollegs auf dieses Artenschutzzentrum aufmerksam machen.

Der Zoo wünschte für die in unmittelbare Nähe zur Wandgestaltung vorhandene Vitrine eine ansprechende und informative Innengestaltung, die eine visuelle Verbindung zu den Arbeiten der Maler und Lackierer darstellt.

In einer Vorortbegehung erhielten die Auszubildenden der Gestalter/-in für visuelles Marketing damals noch in der Unterstufe ein Briefing durch den Geschäftsführer Dr. Thomas Wilms sowie den Technischen Leiter und Prokurist Dirk Heese. Der Umsetzung in der Vitrine ging eine Phase der Ideenfindung, Text- sowie Grafikgestaltung, Planung und Kalkulation voraus.

Die Schülerinnen und Schüler entwickelten ein Konzept in der auf der einen Seite die enge Verbundenheit des Allwetterzoos mit dem Artenschutzzentrum räumlich verkürzt dargestellt wird und auf der anderen Seite ein Ausschnitt der Umgebung Kambodschas und der dort lebenden Tiere präsentiert wird. Den Übergang von der einen zur anderen Seite nutzen die Schülerinnen und die Schüler, um die Zoobesucher inhaltlich über die Projekte zu informieren. In der Vorbereitung wurden Rückwände, der Boden sowie die Tiere in Photoshop erstellt und dann bei den Fachfirmen Deco Weilinghoff und Prisma Werbung GmbH zum Ausfräsen in Auftrag gegeben. Die Informationsplakate wurden in Zusammenarbeit mit dem Kurator für Forschung und Artenschutz Dr. Philipp Wagner gestaltet. Die Schriftzüge und Blätter wurden in Illustrator angelegt und von der Firma Prisma Werbung ausgeplottert.

Das Ergebnis ist dank der Unterstützung der Ausbildungsbetriebe, die ihre Auszubildenden während der Planung, den Vorbereitungen und in der Umsetzung unterstützten sowie die Schülerinnen und die Schüler einen weiteren Tag für die Umsetzung freistellten, für alle Beteiligten ein Gewinn. Nach der Fertigstellung zeigte sich der Technische Leiter und Prokurist Dirk Heese mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Ihr könnt stolz auf Euch und Eurer Werk sein.“

Der Schüler Alexander Bolger erklärte: „Ich habe viel im Umgang mit externen Firmen gelernt, das kann ich in Zukunft nutzen.“

Seine Mitschülerin Kim Evelt gab zu: „Ich hatte bislang überhaupt keine Ahnung von Fräsarbeiten, jetzt weiß ich erst welche Wirkung sie haben. Die Vitrine sieht toll aus.“ Chiara Füßner stimmte Ihr zu und wird versuchen in Zukunft in Werkstätten aktiv zu werden. Leonie Bornhöft ist stolz darauf, dass die Vitrine im öffentlichem Raum steht und dort besichtigt werden kann: „Dann kann man das auch längerfristig Familienmitgliedern und Freunden zeigen.“

Melissa Leopold stellte fest: „Ich bin bereits darauf angesprochen worden. Cool zu sehen, was man als Team schafft.“ Oliver Mensing ergänzte: „Das Zoo-Projekt hat den Zusammenhalt in der Klasse noch intensiviert. Hand in Hand hat es funktioniert. Jeder war für den anderen da, man hat sofort Hilfe angeboten bekommen, wenn man mal nicht weiter wusste. Dann traut man sich auch mal Dinge zu, die man sich alleine vielleicht nicht getraut hätte umzusetzen. Am Ende sieht es super aus! So ein Projekt von Anfang bis Ende zu planen und zu bauen, hat echt Spaß gemacht.“

Auf der Fensterscheibe steht der Slogan: Ein Zoo, zwei Standorte, Artenschutz in Kambodscha und Münster und meint damit Hand in Hand Artenschutz an zwei weit entfernten Orten gleichzeitig zu betreiben. Aber wenn man den Kommentaren der Schülern folgt, wird deutlich dass es in diesem Projekt nicht nur um das Präsentieren eines Zentrums geht, sondern dass das Hand in Hand für den Artenschutz auch ruhig wörtlich in der Umsetzung dieser doch sehr schwierigen Aufgabe zu nehmen ist.

Im Hinblick auf die bevorstehende Zwischenprüfung erklärte die Schülerin Denise Schmitz: „Ich freue mich, dass unsere Klasse so viel Potenzial hat. Wer wünscht sich nicht so eine Klassengemeinschaft in einer stressigen Prüfungszeit.“

„Die Klasse ist nun nicht nur fachlich weiterentwickelt sondern mit sehr viel mehr Selbstvertrauen und Stolz gerüstet. Sie haben ihre Aufgabe sehr gut und verantwortungsvoll gemeistert.“ Das stellte die Klassenlehrerin und Bildungsgangverantwortliche Sigrid Liekhues fest. Na dann können die nächsten Herausforderungen ja kommen.

 
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