lifePR
Pressemitteilung BoxID: 176986 (Alliance Healthcare Deutschland AG)
  • Alliance Healthcare Deutschland AG
  • Solmsstraße 73
  • 60486 Frankfurt am Main
  • http://www.alliance-healthcare.de
  • Ansprechpartner
  • Thomas Graf
  • +49 (69) 203-124

ANZAG setzt positive Entwicklung fort

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG), einer der führenden deutschen Pharmagroßhändler, hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 (01. September bis 31. Mai 2010) den Konzernumsatz um 7,3 % auf 3,19 Mrd. EUR gesteigert. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 6,9 Mio. EUR auf 23,1 Mio. EUR.

In Deutschland ist der Arzneimittelmarkt von September 2009 bis Mai 2010 erneut gewachsen: Der Arzneimittelumsatz zu Herstellerabgabepreisen stieg um 4,1 %. Ausschlaggebend für die Umsatzdynamik waren Zuwächse im Bereich der verschreibungspflichtigen Arzneimittel in Höhe von 5,7 %.

Der Umsatz des pharmazeutischen Großhandels stieg um 6,0 %, damit wuchs der Großhandelsmarkt überproportional zum Arzneimittelmarkt. Durch die 15. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG), die zum 1. August 2009 in Kraft getreten ist, erhielt der vollversorgende pharmazeutische Großhandel einen öffentlichen Versorgungsauftrag und einen rechtlichen Anspruch auf Belieferung durch die Industrie. Dadurch sank der wertmäßige Anteil des Direktgeschäfts am Arzneimittelmarkt in den ersten neun Monaten des ANZAG-Geschäftsjahres 2010 auf 15,7 % nach 17,4 % im Vorjahresvergleich.

Die Auslandsmärkte in Kroatien, Rumänien und Litauen, in denen die ANZAG mit Unternehmensbeteiligungen präsent ist, entwickelten sich unterschiedlich: In Rumänien ist der Arzneimittelmarkt im ersten Quartal 2010 mit 16,5 % dynamisch gewachsen. In Litauen ging der Arzneimittelmarkt in den ersten Monaten des Jahres 2010 um insgesamt 2 % zurück, allerdings konnte im Monat Mai mit einem Anstieg von 4 % ein erster Aufwärtstrend verzeichnet werden. In Kroatien sank der Arzneimittelmarkt in den ersten Monaten um 4,3 %. Insgesamt haben sich die für die ANZAG relevanten Absatzmärkte aber weitaus stabiler entwickelt als das jeweilige nationale Bruttosozialprodukt.

Umsatz- und Ergebnisplus

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 verzeichnete der Konzern einen Zuwachs der Umsatzerlöse um 218,4 Mio. EUR auf 3.192,8 Mio. EUR. Dabei konnten die ausländischen Gesellschaften insgesamt mit 265,9 Mio. Euro (Vorjahr: 200,9 Mio. Euro) zu den Erlösen beitragen. Der Rohertrag erhöhte sich um 6,6 % auf 201,0 Mio. EUR, wobei die Rohertragsmarge mit 6,30 % im Vergleich zum Vorjahr (6,34 %) leicht rückläufig war.

Unter Berücksichtigung geringerer Wechselkursverluste aus Einkäufen in Fremdwährung bei der rumänischen Tochtergesellschaft Farmexpert konnte das EBITDA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,0 Mio. EUR auf 47,7 Mio. EUR gesteigert werden.

Niedrigere Durchschnittszinssätze und Umstrukturierungen in der Finanzierung haben zu einem um 1,9 Mio. EUR auf -8,8 Mio. EUR verbesserten Finanzergebnis geführt. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 6,9 Mio. EUR auf 23,1 Mio. EUR. Das Ergebnis pro Aktie beträgt 1,76 Euro nach 1,47 Euro in den ersten neun Monaten 2009.

Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit lag aufgrund höherer Vorrats- und Forderungsbestände bei -14,8 Mio. EUR.

Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern (Vollzeitkräfte ohne Auszubildende) stieg seit dem letzten Berichtsstichtag von 2.635 auf 2.662.

Ausblick

Eingriffe des Gesetzgebers in den Arzneimittelmarkt stellen nach wie vor das größte Risiko für den Großhandel dar: So hat das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) auf den Weg gebracht. Der Bundestag wird nun hierüber diskutieren und bis Oktober 2010 zu einer Entscheidung kommen. Eine Umsetzung ist zum 1. Januar 2011 geplant.

"Regierungsvertreter bekennen sich öffentlich zur flächendeckenden Arzneimittelversorgung, wie sie der vollversorgende pharmazeutische Großhandel heute garantiert", erläutert Dr. Thomas Trümper, Vorstandsvorsitzender der ANZAG. "Doch gleichzeitig bringen sie dieses System durch immer neue Kostendämpfungsmaßnahmen in Gefahr. Wir von der ANZAG werden uns deshalb auch in Zukunft dafür einsetzen, dass das Vergütungsmodell des Großhandels fairer ausgestaltet wird."

Alliance Healthcare Deutschland AG

Mit insgesamt rund 3.600 Mitarbeitern (inklusive Ausland), drei Auslandsbeteiligungen sowie einem Umsatz von 4,0 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2009 gehört die Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) zu den führenden deutschen Pharmagroßhändlern. Die ANZAG verfügt mit 24 Niederlassungen über das dichteste Auslieferungsnetz in Deutschland, sie unterstützt die selbstständigen Apotheken unter anderem mit dem Kooperationskonzept vivesco bei der Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit unter sich verändernden Marktbedingungen. Die Andreae-Noris Zahn AG ist im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Die ISIN lautet DE0005047005, das Börsenkürzel "ANZ"