Bauliche Perspektiven entwickeln

(lifePR) ( Hamburg, )
An der Universität Hamburg gibt es derzeit großen Nachholbedarf bei der baulichen Infrastruktur. Insgesamt beläuft sich der Sanierungsstau nach Rechnung des Präsidiums auf mindestens 630 Millionen Euro. Eine Vielzahl von Gebäuden befindet sich in sehr schlechtem Zustand, dazu gehören besonders das Gebäude in der Sedanstraße, sowie der Philosophenturm. Sollte dieser nicht zügig saniert werden droht die Nutzungserlaubnis 2016 auszulaufen.

Miriam Block, Referentin für Ökologie und nachhaltige Entwicklung, erklärt:

"Die Lösung akuter Probleme ist zwar wichtig und richtig, allerdings muss sich daraus eine Strategie für die Universität entwickeln. Essentiell wichtig für eine Strategie ist nachhaltiges Bauen, das heißt auf lange Sicht die Schaffung einer emissionsneutralen Universität. Die Notwendigkeit nachhaltig zu handeln ergibt sich sowohl aus dem Grundverständnis der Universität, als auch aus der Tatsache, dass sich die Stadt Hamburg als ehemalige Umwelthauptstadt ebenso diesen Anforderungen verpflichtet. Es kann nicht sein, dass es der Universität der Nachhaltigkeit verwehrt bleibt ihren ökologischen Fußabdruck zu senken, weil die entsprechenden Gelder fehlen. Ein Gang über den Campus zeigt außerdem, dass es einen Mangel an Grünflächen gibt. Diese sind bekanntlich wichtig für das Wohlergehen der Menschen. Die Bedürfnissen aller Mitgliedergruppen müssen in der Politik und Universität einbezogen und beachtet werden."

Vincent Orth, Referent für Öffentlichkeit, dazu:

"Dass die Sanierungen bitter nötig sind, zeigt sich an vielen Stellen. Doch nicht nur die bauliche Struktur ist zu bemängeln, auch der allgemeine Raummangel der Universität. Dazu zählen sowohl Seminarräume und Vorlesungssäle, als auch studentische Freiräume und Ruheräume. Vorlesungen mit über 100 Teilnehmer*innen in Seminarräumen durchführen zu müssen, sorgt wohl kaum für bessere Bildung. Darüber hinaus muss auch vermehrt auf die Bedürfnisse der Studierenden eingegangen werden. Selbstverwaltete Freiräume sind fester Bestandteil der Studierendenschaft und somit auch der Universität. Bei den sowieso nötigen und unausweichlichen Sanierungen muss die Schaffung von Frei- und Ruheräumen beachtet werden."

Martin Sievert, Referent für Hochschulpolitik, ergänzt:

"Die bauliche Situation vieler Gebäude ist der Universität schon lange bekannt. Der Senat hätte diese Informationen in seine Haushaltspolitik einfließen lassen müssen. Auch hier wird deutlich wie wenig Wertschätzung den Hochschulen entgegengebracht wird. Der Gesamtetat der Universität schrumpft, gleichzeitig steigen die Erwartungen und Ansprüche. Die Mitglieder der Universität sind die Leidtragenden. Bis dato hat der Senat lediglich versucht die Mängel zu kaschieren. In unseren Augen müssen echte Lösungen her, es darf sich nicht auf einigen wenigen Neubauten ausgeruht werden. "
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