MXoN 2016: Die Konkurrenz des Team Germany

38 internationale Teams beim Motocross of Nations in Maggiora / Frankreich, Belgien, Schweiz, Niederlande, Russland und USA sind die größten Rivalen / Team Germany will unter die Top Fünf der Welt-Elite kommen

(lifePR) ( München, )
Es ist ein Kampf der Welt-Elite, ein Zusammentreffen der Crème de la crème des Motocross-Zirkus. Am 24. und 25. September verwandelt sich der Maggiora Park in Italien zu einer Kulisse für mehr als 50.000 erwartete Besucher, an diesem Wochenende treten 38 Nationen an, um die begehrte Chamberlain Trophy als Motocross-Mannschafts-Weltmeister am Ende in den Händen zu halten. Besonders motiviert ist dabei das Team Germany, das genau wie in den vergangenen zwei Jahren von MXoN-Experte Max Nagl (29), dem zweifachen ADAC MX Masters-Champion Dennis Ullrich (23) sowie dem WM-Piloten Henry Jacobi (19) gebildet wird. "Unsere Mannschaft fährt mit einem guten Gefühl nach Italien. Dennis hat gerade erst beim letzten ADAC MX Masters in Gaildorf gezeigt, dass er mit einem starken Kollegen wie Max Nagl mithalten kann und auch bei Henry Jacobi bin ich sehr optimistisch. Er ist durch seinen Teamwechsel zu KTM Sarholz besonders heiß darauf, zu beweisen, was in ihm steckt. Das sind sehr gute Voraussetzungen für das diesjährige MXoN", erklärte Teamchef Wolfgang Thomas. Das deutsche Trio hatte sich 2014 und 2015 bereits in den Top Ten platzieren können, in diesem Jahr wollen sie ihre Namen unter den besten fünf internationalen Motocross-Mannschaften lesen.

Ein Ziel, das zwar realistisch ist, sich in Anbetracht der Konkurrenz jedoch als kein leichtes Unterfangen herausstellen wird. Zu den stärksten Konkurrenten gehören in diesem Jahr Titel-Verteidiger Frankreich, die Mannschaft der Belgier, die Teams der Schweiz, der Niederlande und Russland sowie das Trio der USA. US-Teammanager Roger DeCoster schickt mit Cooper Webb (20), Jason Anderson (23) und Alex Martin (26) einen Kader an den Start, dessen Piloten gerade erst beim letzten Grand Prix auf dem Charlotte Speedway in Amerika bewiesen haben, wie wettbewerbsfähig sie sind. Mit Webb hat das Team zudem einen Piloten mit dabei, der bei seinem MXoN-Debüt im vergangenen Jahr alle überrascht und der Mannschaft durch seine starke Leistung final zum Vize-Titel verholfen hat.

Bei den Franzosen gab es bereits einen vorzeitigen Wechsel im Team. Nachdem sich Dylan Ferrandis (22), der in der MX2-WM in der Top-Liga mitfährt, beim Grand Prix in Frauenfeld in der Schweiz beim Zeittraining den Arm unglücklich gebrochen hatte, musste dieser von seiner Teilnahme am MX of Nations zurücktreten und dem nominierten Ersatzfahrer Benoit Paturel (21) den Platz überlassen. Dieser ist in der MX2-WM derzeit Dritter und kann seinen beiden erfahreneren Kollegen Romain Febvre (24) und Gautier Paulin (26), derzeit Vierter und 13. in der MXGP-WM, leistungstechnisch durchaus das Wasser reichen. Frankreich stand 2014 und 2015 beim Motocross der Nationen ganz oben auf dem Podest, Paulin gehörte in beiden Jahren zum Team France und ist somit bereits zweifacher Motocross-Mannschafts-Weltmeister.

Besonders angriffsstark sind auch die Belgier. Die MXoN-Weltmeister von 2013, die 2014 Zweiter und im vergangenen Jahr Gesamtdritter wurden, haben mit den drei WM-Größen Kevin Strijbos (31), Clement Desalle (27) und Jeremy van Horebeek (26) drei international etablierte Fahrer im Team. Jeder einzelne von ihnen kann bereits einiges an MXoN-Erfahrung vorweisen, ihre Selbstsicherheit und ihre Expertise machen einen großen Teil ihrer Stärke aus. Ungewöhnlich ist hingegen, dass Teammanager Joel Smets van Horebeek in dieser Konstellation auf einem 250ccm-Bike ins Rennen schickt, gewohnt ist der Belgier ein 450ccm-Motorrad.

Nicht zu unterschätzen sind außerdem die Niederländer, die Schweizer und die Russen. Der niederländische Teammanager Marcel Hartmann hat für 2016 Jeffrey Herlings (21) als frischgebackenen MX2-Weltmeister sowie die beiden WM-Piloten Glenn Coldenhoff (25) und Brian Bogers (19), die beide momentan jeweils Siebter in der MXGP-WM und MX2-WM sind, für das Team Netherlands nominiert. Die Niederlande positionierten sich 2014 auf Rang zehn und 2015 auf Platz sechs in der Gesamtwertung. Die Schweiz wird 2016 vom MX2-Vize-Weltmeister Jeremy Seewer (22), dem MXGP-Neunten Valentin Guillod (23) sowie dem in den USA erfolgreichen Arnaud Tonus (25) repräsentiert. Die Mannschaft um den Schweizer Teamboss Diego Clement machte in den vergangenen zwei Jahren mit einem siebten und einem fünften Platz bei der Motocross-Mannschafts-Weltmeisterschaft von sich reden. Für Russland treten 2016 der WM-Star Evgeny Bobryshev (28), derzeit Fünfter in der MXGP-WM, sowie Aleksandr Tonkov (23) und Vsevolod Brylyakov (21), momentan auf Rang zehn und zwölf in der MX2-WM, an. Damit gehören auch die Russen für das MXoN in Maggiora zu den Teams, die man als Gegner ernst nehmen sollte.

Team Italy bekommt in diesem Jahr in Maggiora die Rolle des möglichen Geheimfavoriten zugespielt. Mit dem derzeit MXGP-WM-Zweiten Antonio Cairoli (30), dem MX2-Achten Samuele Bernadini (21) sowie dem MXGP-WM-16. Michele Cervellin (30) können die Italiener definitiv über sich hinauswachsen und aufgrund ihres Heimvorteils ein überraschendes Ergebnis abliefern. Cairoli ist mehrfacher Weltmeister, sodass seine Mannschaftskollegen von seiner langjährigen Expertise profitieren.

Das Motocross der Nationen zählt auch 2016 wieder zu den spannendsten Motocross-Events des Jahres. Hier geht es explizit darum, sich als Mannschaft stark zu präsentieren. Starke Einzelkämpfer wie der aktuelle MXGP-Weltmeister Tim Gajser aus Slowenien (20) sind für ein gutes Ergebnis bei dem Mannschaftswettbewerb auf ein starkes Team angewiesen. Manchmal sind es daher auch vermeintliche Außenseiter, die sich beim MXoN plötzlich unter den Top Fünf befinden. Das Team Estland um Harri Kullas (24), Tanel Leok (31) und Priit Rätsep (25) überzeugte 2014 beispielsweise mit einem neunten Platz, 2015 stand ihr Teamname an vierter Stelle. Final sind es fünf Ergebnisse, die am Ende addiert und die Gesamtwertung ausmachen. Und dabei können dann eben öfter auch Länder zum Zuge kommen, die im Vorfeld eigentlich nicht zum Favoriten-Kreis gehörten.
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