Samstag, 16. Dezember 2017


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Die japanische Viereckskrabbe erobert im Eiltempo das Wattenmeer

Gewinner des Meerswettbewerbs "Forschen auf See 2010" fordern intensivere Erforschung eingeschleppter Tierarten

Hamburg, (lifePR) - Die eingeschleppte japanische Viereckskrabbe hat das Potenzial, die heimische Strandkrabbe auf den Austernbänken im Ostfriesischen Wattenmeer bei Wangerooge zu verdrängen. Das ist das Ergebnis der Forschungsexpedition des Gewinnerteams des Meereswettbewerbs 2010 an Bord des Forschungs- und Medienschiffes ALDEBARAN. Die Schülerinnen Anna Hillmer und Katharina Hildebrandt vom Niedersächsischen Internatsgymnasium Bad Bederkesa haben eine Woche lang auf verschiedenen Wattflächen rund um Wangerooge nach heimischen und eingewanderten Krabbenarten gesucht und deren Verhalten untereinander erforscht. Den zweiten Platz der insgesamt sieben Meereswettbewerb-Teams belegte mit einem ähnlichen Thema das Schülerteam der Berufsbildenden Schulen Walsrode. Mit einer Arbeit über die Anpassung von Algen an die Lichtverhältnisse in Zeiten des globalen Klimawandels belegte der Leistungskurs Biologie der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule Bethel aus Bielefeld den dritten Platz. Weitere Forscher-Teams des Meereswettbewerbs 2010 beschäftigten sich mit der Plastikverschmutzung des Wasserkörpers, dem Vergleich von Plankton in Nord- und Ostsee sowie mit dem Klimawandel.

"Es ist entscheidend, bereits bei Schülerinnen und Schüler durch praxisnahe Experimente Interesse für ihre Umwelt zu wecken. Denn so lernen sie schon sehr früh kennen, wie spannend die Naturwissenschaften sein können und haben keine Berührungsängste mehr diese Fächer später auch zu studieren", sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka.

Ihre Ergebnisse präsentierten die jungen Forscher der Jury im Rahmen eines Kolloquiums Anfang November im Loki Schmidt Haus der Universität Hamburg. Der Meeresbotaniker und stellvertretende Direktor des Biozentrums Klein Flottbek, Prof. Dr. Dieter Hanelt hob in seiner Laudatio im Namen der Jury die hohe Qualität aller eingereichten Arbeiten hervor und lobte insbesondere die Arbeit des Siegerteams, die sogar die Qualität einer Abschlussarbeit an der Universität habe.

Die einwöchige Forschungsausfahrt in Nord- oder Ostsee mit der Arbeit am eigenen Projekt war für alle 21 Schüler der eigentliche Gewinn des Wettbewerbs. Sie alle profitierten durch neue Erfahrungen, die im Schulalltag so nicht erlebbar sein können. Auch der erste Kontakt mit Wissenschaftlern und wissenschaftlicher Arbeit war für jeden einzelnen ein besonderes Erlebnis. Insgesamt eintausend Seemeilen legten die Schülerteams aus vier Bundesländern in diesem Sommer an Bord des Hamburger Forschungs- und Medienschiffes ALDEBARAN zurück.

Der Meereswettbewerb "Forschen auf See" 2010 wurde von den Ländern Hamburg und Niedersachsen ausgerichtet. Eine finanzielle Unterstützung kam von der Joachim Herz Stiftung und Panasonic sowie weiteren Partnern und Sponsoren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.meereswettbewerb.de und auf Facebook.

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