Dienstag, 21. November 2017


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Weltpremiere im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum: Trikuspidalklappe ohne Operation rekonstruiert

Hamburg, (lifePR) - Weltweit erstmalig ist es am 18. September 2014 Prof. Dr. Joachim Schofer, Leiter des Departments für perkutane Behandlung von Herzklappenerkrankungen im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum am Standort Albertinen-Krankenhaus Hamburg, und seinem Team gelungen, ohne Operation eine undichte Trikuspidalklappe mithilfe einer Kathetertechnik durch Raffung des Klappenringes erfolgreich zu rekonstruieren. Die Trikuspidalklappe ist eine der vier Herzklappen, liegt zwischen rechter Vor- und Hauptkammer und hat die Funktion eines Rückschlagventils. Die 89jährige Patientin litt an einer schweren, anders nicht mehr behandelbaren Herzschwäche, hervorgerufen durch die Trikuspidalinsuffizienz.

Nach ausführlicher Beratung im Herzteam bestehend aus Kardiologen (unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Schofer) und Herzchirurgen (unter der Leitung von Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß) konnte aufgrund eines inakzeptabel hohen Risikos eine operative Korrektur nicht empfohlen werden. Stattdessen wurde von Professor Schofer und seinem Team am schlagenden Herzen ohne Unterbrechung des Kreislaufs mittels Katheter über eine Halsvene eine Naht in den erweiterten Klappenring eingebracht, mit deren Hilfe der Ring soweit verkleinert (gerafft) werden konnte, dass sich die Schlussfähigkeit der Herzklappe deutlich verbessern ließ. Die Patientin hat den Eingriff gut überstanden und sich in den Folgetagen schnell davon erholt.

Hintergrund:

Patienten mit schwerer Trikuspidalinsuffizienz haben eine Dreijahres-Sterblichkeitsrate von 50%. In Europa und den USA sind ca. vier Millionen Menschen an einer relevanten Trikuspidalinsuffizienz erkrankt. Jährlich erkranken 500.000 Menschen neu. Viele Patienten haben bereits eine Herzoperation (Aorten- oder Mitralklappen-OP oder Bypass-OP) hinter sich oder sind im fortgeschrittenen Lebensalter, so dass eine erneute Operation mit einem hohen Risiko verbunden ist. Aus diesem Grund blieb für diese Patienten nur die medikamentöse Therapie, die aber die Ursache nicht beseitigt und den Krankheitsverlauf nicht wesentlich beeinflussen kann.

Mit dem jetzt durchgeführten Eingriff eröffnet sich für diese bisher nicht behandelbaren Patienten eine neue kausale und risikoarme Therapiemöglichkeit.

Albertinen-Diakoniewerk e.V.

Das Albertinen-Diakoniewerk e.V. wurde 1907 von der Oberin Albertine Assor gegründet und ist heute der größte diakonische Krankenhausträger in Hamburg.

Es betreibt in der Albertinen-Gruppe das Albertinen-Krankenhaus und das Albertinen-Haus - Zentrum für Geriatrie und Gerontologie in Hamburg-Schnelsen, das Zentrum für Psychische Gesundheit (ZPG) in Hamburg-Eimsbüttel, das Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus, die Residenz am Wiesenkamp, das Feierabendhaus sowie das Diakonie-Hospiz Volksdorf in Hamburg-Volksdorf.

In den Kliniken der Albertinen-Gruppe werden jährlich über 100.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Über 900 stationäre Krankenhausbetten und 85 teilstationäre Plätze sowie 10 Plätze in der ambulanten geriatrischen Rehabilitation werden vorgehalten. Darüber hinaus stehen 40 Plätze für die gezielte Betreuung demenzkranker Menschen (Max Herz-Haus), 16 Hospizplätze, 230 Plätze in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie 341 Wohneinheiten in Seniorenwohnanlagen zur Verfügung.

Zur Albertinen-Gruppe gehören auch die Albertinen-Schule als zentrale Ausbildungsstätte für die Generalisierte Pflegeausbildung und den dualen Studiengang Pflege (in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg) mit 144 Plätzen, zwei ambulante Pflegedienste, eine Akademie für Fort- und Weiterbildung, zwei Kindertagesstätten mit insgesamt 220 Plätzen sowie weitere Einrichtungen für Patienten und Mitarbeiter. Gewerbliche Betriebe innerhalb der Albertinen-Gruppe sind unter anderem die Albertinen-Services Hamburg GmbH und die Albertinen-Zentrale Dienste GmbH.

Die Albertinen-Stiftung fördert die Arbeit des Albertinen-Diakoniewerks und unterstützt humanitäre und soziale Projekte.

Die rund 3.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Albertinen-Gruppe erwirtschaften einen Gesamtumsatz von über 200 Millionen Euro.

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