Ter Haseborg: "Überschüsse des Gesundheitsfonds in innovative Versorgungsmodelle investieren, statt in Wahlgeschenke"

8. Symposium für integrierte Gesundheitslösungen

(lifePR) ( Hamburg, )
Für eine nachhaltige Verwendung der Kassenüberschüsse in innovative Versorgungsmodelle im Gesundheitswesen hat sich Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerks, auf dem heutigen 8. Symposium für integrierte Gesundheitslösungen in der Handelskammer Hamburg ausgesprochen. "Anstatt Wahlgeschenke zu verteilen, sollten die Überschüsse des Gesundheitsfonds besser dazu benutzt werden, Anreize zu schaffen, um den dringend erforderlichen Qualitätswettbewerb im deutschen Gesundheitswesen dauerhaft zu befördern." Davon hätten die Patienten mehr als von Prämienauszahlungen, die zudem noch besteuert würden. Ter Haseborg weiter: "Wir brauchen endlich eine Versorgung aus einem Guss, die niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser, weitere Leistungsanbieter sowie die Krankenkassen einbezieht." Flankierend hierzu sei eine stärkere patientenorientierte Ausrichtung vonnöten. Diese müsse eine erhöhte Patientensouveränität zur Folge haben, um dadurch eine stärkere Eigenverantwortung einhergehend mit einer besseren Befolgung von Therapieempfehlungen (Adhärenz) zu bewirken. Die dadurch erschließbaren Wirtschaftlichkeitsreserven betrügen bis zu 25 Mrd. €.

"Integrierte Versorgungsformen, die Krankenhäuser und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte einbinden, müssen im Gesundheitswesen eine größere Rolle spielen", so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks in ihrem Grußwort. "Deshalb ist es notwendig, sinnvolle und klare Regelungen zu schaffen, die solche Verträge ermöglichen. Wir brauchen mehr Wettbewerb um eine Versorgung, die qualitativ hochwertiger, besser vernetzt und wirtschaftlich effizienter ist." Dr. Andreas Gent, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheitswirtschaft der Handelskammer Hamburg begrüßte als Hausherr die Gäste und unterstrich damit auch die ökonomische Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für die Hansestadt.

Rund einhundertzwanzig geladene Experten aus dem Gesundheitswesen diskutieren in diesem Jahr auf dem traditionsreichen Kongress zu den drei Schwerpunktthemen "Überregulierung und Verstaatlichung statt Vertragsfreiheit und Wettbewerb", "Deutschland wird älter - fit für die Zukunft" sowie zur "Patientenorientierung zwischen Wunsch und Wirklichkeit". Darunter neben anderen die Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD), Jens Spahn (CDU) sowie der ehemalige Sozialminister Schleswig-Holsteins, Dr. Heiner Garg (FDP), Prof. Dr. Fritz Beske, Direktor des Fritz Beske Instituts für Gesundheits-System-Forschung, Kiel, Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz, Prof. Dr. Volker Amelung, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Managed Care, Albertinen-Hauptgeschäftsführer Cord Meyer, Prof. Dr. med. Wolfgang von Renteln-Kruse, Chefarzt der Medizinisch-Geriatrischen Klinik im Albertinen-Haus - Zentrum für Geriatrie und Gerontologie, Matthias Moormann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg sowie Prof. Dr. Jonas Schreyögg, wissenschaftlicher Direktor des Hamburg Center of Health Economics der Universität Hamburg.

Zum Abschluss des Kongresses soll im Rahmen eines Votingverfahrens ein gesundheitspolitisches Eckpunktepapier verabschiedet werden, das sich an die Bundespolitik richtet. Veranstalter des Kongresses ist das Albertinen-Diakoniewerk in Hamburg-Schnelsen, die Organisation und Gesamtmoderation der Veranstaltung liegt bei Andreas Reinert, dem Geschäftsführer der Deutschen Gesundheitssystem-Beratung GmbH.
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