Sonntag, 19. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 664483

Eingeschläfertes Elefantenjungtier: Ergebnisse der pathologischen Untersuchung liegen vor

Köln, (lifePR) - Der Schritt zum Einschläfern des männlichen Elefantenjungtiers Mitte Juni im Kölner Zoo war, wie bereits von den Fachleuten des Kölner Zoos diagnostiziert, unumgänglich. Dies hat die pathologische Untersuchung des Tieres bestätigt. Der Kölner Zoo hatte das Tier am 18. Juni einschläfern lassen. Ursächlich war eine Nabelentzündung mit plötzlich einsetzender, starker Schwäche und akuten Durchfällen. Die Zooverantwortlichen übergaben das Elefantenjungtier anschließend der Tierpathologie, um festzustellen, ob weitere Erkrankungen vorlagen.

Die Tierpathologie bestätigte die Nabelentzündung und fand darüber hinaus einen Defekt im Herzen, der möglicherweise die Erklärung für die Schwäche und damit die Ablehnung durch die Herde darstellte. Von Anfang an lag der Verdacht nahe, dass das Tier eine von außen nicht sichtbare Schädigung aufwies. Denn zu keinem Zeitpunkt hat sich die Herde wie normalerweise üblich um das Kalb gekümmert. "Wildtiere erkennen instinktiv Artgenossen, die nicht überlebensfähig sind. Sehr wahrscheinlich wurde das Jungtier deshalb nicht angenommen", erklärt Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel.

Der Bulle war in der Nacht auf den 12. Juni im Kölner Zoo geboren worden. Anders als bei allen zehn anderen zuvor in Köln erfolgten Elefantengeburten waren am Morgen weder Mutter "Kreeblamduan" noch andere Herdenmitglieder bei dem Neugeborenen. Der Kölner Zoo hatte nichts unversucht gelassen, um das Leben des Elefanten zu retten. So gelang es zunächst, Mutter und Jungtier in einer separaten Box zusammenzuführen und den Bullen regelmäßig trinken zu lassen. Der Zoo sperrte den Innenbereich des Elefantenparks und richtete eine 24-stündige Aufsicht von je zwei Tierpflegern ein, die sich um Mutter und Jungtier kümmerten. Ersten hoffnungsvollen Prognosen zum Trotz setze dann die akute Schwäche ein.

Zoodirektor und Elefantenkurator Prof. Theo B. Pagel: "Alle, vor allem das Elefantenpfleger-Team, aber auch unsere Zootierärztin, haben damals alles getan, was man tun konnte, um den kleinen verwaisten Bullen zur Mutter zu bekommen. Die plötzliche Wendung stimmt uns immer noch traurig. Umso wichtiger ist uns, dass das Autopsie-Ergebnis unser Vorgehen bestätigt."

Im Kölner Elefantenpark wuchsen bereits 10 Elefantenjungtiere auf. Die Haltung und Zucht ist sehr erfolgreich und verläuft bereits in der zweiten Generation. Todesfälle wie der des jungen Bullen können vorkommen und passieren auch im Freiland.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Alle Jahre wieder im November: Nachfrage nach XXL-Bäumen ungebremst

, Energie & Umwelt, Niedersächsische Landesforsten

Die Niedersächsischen Landesforsten sind ein Hauptlieferant für übergroße Weihnachtsbäume in Deutschland. Die Ernte von insgesamt vier XXL-Fichten...

Großer Stein und Kaninchenwerder wieder offen für Wassersportler

, Energie & Umwelt, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Die Naturschutzgebiete "Ziegelwerder" sowie "Kaninchenwerder und Großer Stein im Schweriner See" sind wieder offen für Wassersportler. Das Bundesministerium...

Ingo & Gerdchen - Die Neuen im Wildpark-MV

, Energie & Umwelt, Wildpark-MV/ Natur- u. Umweltpark Güstrow gGmbH

Gestatten, das sind Ingo und Gerdchen – die Neuen im Güstrower Wildpark-MV. Mittlerweile sind die Schleiereulen ein Vierteljahr alt, haben sich...

Disclaimer