Mittwoch, 20. September 2017


  • Pressemitteilung BoxID 664483

Eingeschläfertes Elefantenjungtier: Ergebnisse der pathologischen Untersuchung liegen vor

Köln, (lifePR) - Der Schritt zum Einschläfern des männlichen Elefantenjungtiers Mitte Juni im Kölner Zoo war, wie bereits von den Fachleuten des Kölner Zoos diagnostiziert, unumgänglich. Dies hat die pathologische Untersuchung des Tieres bestätigt. Der Kölner Zoo hatte das Tier am 18. Juni einschläfern lassen. Ursächlich war eine Nabelentzündung mit plötzlich einsetzender, starker Schwäche und akuten Durchfällen. Die Zooverantwortlichen übergaben das Elefantenjungtier anschließend der Tierpathologie, um festzustellen, ob weitere Erkrankungen vorlagen.

Die Tierpathologie bestätigte die Nabelentzündung und fand darüber hinaus einen Defekt im Herzen, der möglicherweise die Erklärung für die Schwäche und damit die Ablehnung durch die Herde darstellte. Von Anfang an lag der Verdacht nahe, dass das Tier eine von außen nicht sichtbare Schädigung aufwies. Denn zu keinem Zeitpunkt hat sich die Herde wie normalerweise üblich um das Kalb gekümmert. "Wildtiere erkennen instinktiv Artgenossen, die nicht überlebensfähig sind. Sehr wahrscheinlich wurde das Jungtier deshalb nicht angenommen", erklärt Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel.

Der Bulle war in der Nacht auf den 12. Juni im Kölner Zoo geboren worden. Anders als bei allen zehn anderen zuvor in Köln erfolgten Elefantengeburten waren am Morgen weder Mutter "Kreeblamduan" noch andere Herdenmitglieder bei dem Neugeborenen. Der Kölner Zoo hatte nichts unversucht gelassen, um das Leben des Elefanten zu retten. So gelang es zunächst, Mutter und Jungtier in einer separaten Box zusammenzuführen und den Bullen regelmäßig trinken zu lassen. Der Zoo sperrte den Innenbereich des Elefantenparks und richtete eine 24-stündige Aufsicht von je zwei Tierpflegern ein, die sich um Mutter und Jungtier kümmerten. Ersten hoffnungsvollen Prognosen zum Trotz setze dann die akute Schwäche ein.

Zoodirektor und Elefantenkurator Prof. Theo B. Pagel: "Alle, vor allem das Elefantenpfleger-Team, aber auch unsere Zootierärztin, haben damals alles getan, was man tun konnte, um den kleinen verwaisten Bullen zur Mutter zu bekommen. Die plötzliche Wendung stimmt uns immer noch traurig. Umso wichtiger ist uns, dass das Autopsie-Ergebnis unser Vorgehen bestätigt."

Im Kölner Elefantenpark wuchsen bereits 10 Elefantenjungtiere auf. Die Haltung und Zucht ist sehr erfolgreich und verläuft bereits in der zweiten Generation. Todesfälle wie der des jungen Bullen können vorkommen und passieren auch im Freiland.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Zu gut für die Tonne!-Bundespreis: Das Bundesernährungsministerium sucht engagierte Lebensmittelretter

, Energie & Umwelt, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Noch bis zum 31. Oktober 2017 können sich Unternehmen, Initiativen und Projekte sowie Bürgerinnen und Bürger für den „Zu gut für die Tonne! –...

Sicherheit für die vernetzte Produktion

, Energie & Umwelt, TÜV SÜD AG

Dienstleistungen für die Entwicklung und Bewertung von Komponenten und Systemen der Industrie 4.0 und die Sicherheit von vernetzten Produktionsanlagen...

16. September 2017: Müllsammelaktionen in MV zum Coastal Cleanup Day

, Energie & Umwelt, DJH-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Küstenputztages (Coastal Cleanup Day) finden am 16.9.2017 landesweit zahlreiche Aktionen zum Thema...

Disclaimer