Dienstag, 24. April 2018


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Markanter Produktionsbau: aib setzt architektonischen Impuls auf dem Werksgelände von Nestlé in Hamburg

Duisburg, (lifePR) - Am Hamburger Standort des Weltkonzerns Nestlé hat das Duisburger Architektur- und Ingenieurbüro aib einen kleinen, aber außergewöhnlichen Industriebau errichtet. Für das Dosieren von Zutaten zur Produktion von „Smarties“ wurde ein neues Prozessgebäude benötigt. Mit seiner prägnanten Architektur verbindet der Neubau Funktionalität mit einer identitätsstiftenden Gestaltung.

Ein Bauplatz an einer Verkehrsachse zwischen bestehenden Werksbauten sowie ein Raumprogramm mit Produktionsanlagen und Pausenflächen – nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für ambitionierte Architektur. Bei der Ergänzung des Hamburger Standortes von Nestlé nahm sich das Duisburger Büro aib dennoch dieser Herausforderung an. Als Anbau an eine bestehende Produktionshalle aus den 1960er-Jahren sollte der Neubau zur Vorbereitung und Dosierung von pulverförmigen Zutaten errichtet werden. Das umgebende Areal mit Werksgebäuden aus unterschiedlichen Epochen gehört seit 1988 zum Nestlé-Konzern, der hier verschiedene Süßwaren produzieren lässt.

Die kontinuierliche Erweiterung des Nestlé Chocoladen-Werks in Hamburg hat über die Jahre zu unterschiedlichsten Baustrukturen geführt. Die ältesten Gebäude stammen aus den 1930er-Jahren und wurden damals überwiegend in Ziegelbauweise errichtet. Solche Ziegelfassaden sind es auch, die den Standort des von aib geplanten Neubaus prägen. An einer der wesentlichen Verkehrsachsen auf dem Werksgelände erfüllt das Gebäude unterschiedliche Funktionen zur Vorbereitung der Produktion. Die im Innern ablaufenden Prozessschritte finden auf zwei Ebenen statt. Die Anlieferung erfolgt mit sogenannten „Big Bags“ über das zentrale Tor.

Fenster werden beim Neubau im Wesentlichen für Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten benötigt. Um den Standort am Hauptwegenetz für Besucher des Werks deutlich aufzuwerten, entschieden sich die Architekten und Ingenieure von aib dennoch für eine äußerst sorgfältige Fassadengestaltung. Der Erdgeschosssockel greift die Ziegelbauweise der Nachbarbebauung auf und nimmt damit Bezug auf das historische Umfeld. Vorspringende Ziegellagen schaffen dabei ein markantes Flächenrelief. Die lineare Struktur des Sockels setzt sich in den oberen Fassadenbereichen fort. Im gleichen Farbspektrum wurden sie in Sandwich-Bauweise mit Wellprofilverkleidung ausgeführt. Aus Systemfenstern der Sandwichfassade wurden Fensterbänder gebildet, die mit Rahmenprofilen das Gebäude zusätzlich profilieren und rhythmisieren. Für den Übergang zu den sich an den Neubau anschließenden Technikbauten und Silos hat eine Teilfläche der Fassade die Farbe von Aluminium.

Die Proportion der vertikal wechselnden Materialität von Ziegeln, Glas und Wellblech in der Fassade steigt vom Sockel bis zur Attika abwechselnd mit den Verhältniswerten 1/1,5 und 1/2 von einem Meter bis drei Metern an. Ziel dieser Proportionierung ist die Betonung der Gebäudehöhe und Dominanz des kleinen Prozessgebäudes. Hinter der sorgfältigen Gestaltung verbirgt sich nicht nur die komplexe Produktionsanlage, sondern auch eine klare architektonische Haltung. Für die häufig nebensächlich behandelte Bauaufgabe solcher kleineren Industrie- und Gewerbebauten setzt aib hier ein prägnantes Zeichen. Der gekonnte Umgang mit Material, Form und Farben verleiht dem Neubau eine Eigenständigkeit innerhalb der Werksbebauung und gibt dem Standort eine neue Identität. Die Verbindung von produktionstechnischer Funktionalität mit gestalterischer Qualität ist hierbei beispielgebend.

 

aib GmbH

Seit über zehn Jahren steht aib für Baukultur und Architekturqualität bei der Realisierung innovativer Arbeitswelten. Zu den Auftraggebern gehören Unternehmen wie Siemens, MAN, Ferrero und Deutsche Bahn. Bis heute plante und realisierte das Duisburger Architekturbüro 260 zukunftsfähige, energetisch und ökologisch optimierte Industrie- und Verwaltungsbauten im nationalen wie internationalen Markt. Dazu gehören auch zahlreiche städtebauliche Planungen, Beratungsaufträge sowie Revitalisierungsprojekte. Mit Einführung des Building Information Modeling (BIM) und Gründung der aib tec GmbH wurde das umfangreiche Leistungsspektrum kürzlich erweitert. Gemeinsam mit der neuen Gesellschaft bietet aib eine lückenlose Generalplanung unter einem Dach - von der Konzeption über die Planung bis hin zur Realisierung von komplexen Bauaufgaben.

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