Samstag, 27. Mai 2017


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AGV Banken: Verdi muss nächsten Schritt tun

Zunächst nur Sondierungsgespräch - Arbeitgeber fordern ernsthaften Verhandlungswillen von Verdi - Positionen zu Vertriebsvergütung und Kündigungsschutz bestätigt

(lifePR) (Wiesbaden, ) Der Vorstand des Arbeitgeberverbands des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) hat in seiner Sitzung am Freitag geschlossen dafür gestimmt, erst dann wieder in reguläre Tarifgespräche mit der Gewerkschaft Verdi einzusteigen, wenn zuvor in einer Sondierung bei Verdi echter Verhandlungs- und Einigungswille erkennbar sei. "Die Gewerkschaft kann nicht auf eine rasche Fortsetzung der Tarifgespräche dringen und im selben Moment ohne eigene Vorschläge das Rationalisierungsschutzabkommen kündigen. Das passt nicht zusammen", sagte Heinz Laber, Banken-Verhandlungsführer und Vorsitzender des AGV Banken.

Verdi hatte das seit 1983 geltende Abkommen vor wenigen Tagen gekündigt, im Kündigungsschreiben aber keinen Alternativvorschlag gemacht und sich stattdessen vorbehalten, den Arbeitgebern "zu einem geeigneten Zeitpunkt Vorstellungen und Forderungen zur Verbesserung dieses Tarifvertrages zukommen zu lassen". Die Verantwortung für die nun eintretende Verzögerung der Tarifrunde liege deshalb allein bei Verdi, betonte Laber. Die Arbeitgeber seien weiterhin verhandlungsbereit. "Jetzt ist es an Verdi, den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer Einigung zu tun."

Zugleich bestätigten die Banken-Arbeitgeber ihre Positionen in der laufenden Tarifrunde. Bei der variablen Vergütung im Vertrieb sei man Verdi bereits maximal entgegengekommen. Zentraler Punkt bleibe jedoch die Möglichkeit einer Schlichtung auf Betriebsebene (paritätisch besetzte Einigungsstelle), wenn sich die Betriebsparteien nicht über die Einführung der variablen Vergütung verständigen können. "Darauf werden wir nicht verzichten", betonte Laber im Anschluss an die Vorstandssitzung. Ein Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen auf der Tarifebene ist für den AGV weiterhin nicht verhandelbar.

AGV Banken - Arbeitgeberverband des privaten Bankengewerbes e.V.

Dem AGV Banken gehören über 140 Institute (Großbanken, Regionalbanken, Pfandbriefbanken, Spezialbanken, Privatbankiers und Bausparkassen)mit rund 163.000 Beschäftigten an. Der Arbeitgeberverband vertritt die sozialpolitischen Interessen seiner Mitglieder, schließt als Tarifträger auf Bundesebene Tarifverträge mit den Gewerkschaften ab, informiert und berät die Mitgliedsinstitute und vertritt sie vor Arbeits- und Sozialgerichten in Grundsatzfragen. Darüber hinaus nimmt er die sozialpolitischen Belange des privaten Bankengewerbes gegenüber Regierungs- und Verwaltungsstellen wahr. Der AGV Banken unterstützt seine Mitglieder in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und berät die zuständigen Ministerien bei der Entwicklung von einschlägigen Gesetzen und Ausbildungsordnungen.

Vorsitzender des AGV Banken ist Heinz Laber, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG.

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