Dienstag, 21. November 2017


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Zum Jahreswechsel saisonüblich mehr Arbeitslose / Bilanz 2012: Frauen und junge Menschen profitieren am stärksten

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Dezember

Potsdam, (lifePR) - Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam ist im Dezember etwas gestiegen. Insgesamt waren 25.573 Arbeitslose registriert. Das sind 1.227 mehr als im November und 446 mehr als im Dezember 2011. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,9 Prozent (+0,4 zum Vormonat und +0,1 zum Vorjahr).

"Saisonüblich sind die Arbeitslosenzahlen zum Jahreswechsel leicht gestiegen", kommentiert Manfred Pollnow, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Potsdam. "Der Anstieg fiel in diesem Dezember aber niedriger aus als im vergangenen Jahr."

Im gesamten Jahr 2012 waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam durchschnittlich 26.180 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet (-620 im Vergleich zu 2011). Damit lag die Arbeitslosenquote im Durchschnitt bei 8,1 Prozent. 2011 hatte sie 8,4 Prozent betragen. "Vor allem Frauen und junge Menschen unter 25 Jahren haben 2012 profitiert", resümiert Manfred Pollnow. "Die Dynamik hat in der zweiten Jahreshälfte etwas nachgelassen. Übers Jahr betrachtet war die Arbeitslosigkeit in unserem Bezirk aber so niedrig wie nie zuvor."

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Im Dezember meldeten sich 5.866 Menschen arbeitslos (+818 zum November und -215 zum Vorjahresmonat). Dem gegenüber konnten 4.652 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden (-766 zum Vormonat und -509 zum Dezember 2011).

Insgesamt meldeten sich im Jahr 2012 66.816 Menschen arbeitslos (-9,0 Prozent zu 2011). 66.372 Männer und Frauen beendeten ihre Arbeitslosigkeit (-11,8 Prozent zu 2011). Nach Rechtskreisen betrachtet entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im Dezember und auch im Gesamtjahr unterschiedlich. Die Agentur für Arbeit Potsdam war im Dezember für 7.784 Arbeitslose verantwortlich (+555 zum November und +805 zum Dezember 2011). Die Jobcenter im Bezirk betreuten hingegen 17.789 Menschen (+672 zum November und -359 zum Dezember 2011).

Im Jahresdurchschnitt wurden 7.718 Personen durch die Arbeitsagentur betreut (-1,2 Prozent zum Vorjahr) und 18.462 durch die Jobcenter (-2,8 Prozent).

Der Stellenmarkt

2.498 Stellen waren im Dezember vakant, 100 weniger als im November und 118 weniger als im Dezember 2011. 911 Jobangebote wurden im Dezember neu gemeldet, 158 weniger als im Monat zuvor und 231 weniger als im Dezember 2011. Insgesamt zeigten die Arbeitgeber im Jahr 2012 13.784 Personalgesuche an. Das sind 1.405 weniger als 2011.

Gute Einstellungschancen haben derzeit zum Beispiel Bilanzbuchhalter und Versicherungskaufleute.

Der Textil- und Lebensmittel-Einzelhandel sucht Verkaufskräfte.

Im gewerblichtechnischen Bereich ist die Nachfrage nach Elektroinstallateuren für Neubauinstallation auffällig.

Auch einige Tierwirte Rinder- und Geflügelhaltung werden gesucht.

Weiter hoch ist der Bedarf an Fach- und Hilfskräften im Gesundheitswesen sowie im Lager- und Transportbereich.

Die Unterbeschäftigung

Im Dezember umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 32.537 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 9,9 Prozent (+0,2 Prozent zum Vormonat und -0,6 zum Vorjahr).

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.

Im Dezember waren 78,6 Prozent dieser Personen arbeitslos im Sinne des SGB.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente trug dazu bei, die Arbeitslosigkeit zahlreicher Personen zu beenden oder zu verhindern. Insgesamt wurden 7.179 Teilnehmer gefördert (-610 zum Vormonat und -2.657 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit)

wurde bei 1.221 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 1.825 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.418 Menschen wurden bei Berufswahl und Berufsausbildung unterstützt. Dazu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung.

1.113 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

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