Sonntag, 24. Juni 2018


  • Pressemitteilung BoxID 413171

Weniger Arbeitslose, aber auch weniger offene Stellen / Endspurt um die Ausbildungsplätze

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Mai

Potsdam, (lifePR) - Im Mai ging die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam weiter zurück. Mit insgesamt 25.826 Personen waren 912 weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im April. Gleichzeitig waren das 8 mehr als vor Jahresfrist.
Die Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent lag um 0,4 Hundertstel unter dem April-Wert und um 0,1 niedriger als im Mai 2012.

„Wir registrieren eine für den Mai insgesamt typische Entwicklung“, so Manfred Pollnow, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Potsdam. „Erfreulich ist diesen Monat, dass deutlich weniger Menschen arbeitslos wurden als vor genau einem Jahr. Wermutstropfen ist aber: Die Betriebe halten sich mit Neueinstellungen weiter relativ zurück. Das hatten wir nach dem verzögerten Frühjahrsbeginn für den Mai anders erwartet.“
Im Endspurt um die Ausbildungsplätze wirbt Manfred Pollnow: „Wir haben derzeit über 1.500 attraktive Lehrstellen im Angebot. Wer noch keinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hat, dem rate ich dringend, sich sofort einen Termin bei der Berufsberatung zu holen.“

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Im Mai meldeten sich 5.174 Menschen arbeitslos. Das sind 55 weniger als im April und 335 weniger als im Vorjahresmonat.
6.105 Personen konnten im Mai ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies waren 122 weniger als im Vormonat und 203 weniger als im Mai 2012.

Nach Arbeitsagentur und Jobcentern getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich. Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) waren im Mai 7.766 Arbeitslose registriert. Das sind 30,1 Prozent aller Arbeitslosen. Gegenüber April waren dies 671 Personen weniger, im Vergleich zum Mai 2012 aber 710 Personen mehr.
Die vier Jobcenter (Rechtskreis SGB II) waren für 18.060 (69,9 Prozent) Arbeitslose verantwortlich. Das waren 241 weniger als im Vormonat und 702 weniger als vor Jahresfrist.

Der Stellenmarkt

Insgesamt 2.618 Stellen waren im Mai vakant – 75 weniger als im April und 461 weniger als vor zwölf Monaten.
Neu gemeldet wurden im Mai 929 Stellen, davon 911 sozialversicherungspflichtige. Im Vergleich zum April zeigten die Betriebe 62 mehr Vakanzen an, gegenüber dem Vorjahr aber 301 weniger.

Die gemeldeten Stellen kamen aus fast allen Branchen. Im Gesundheits- und Sozialwesen war diesen Monat etwa ein erhöhter Bedarf an Physiotherapeuten, Sozialpädagogen und Logopäden zu verzeichnen.
Auf dem Bau waren Maler, Lackierer, Maurer und Baugeräteführer gefragt.
Transportfirmen suchen derzeit verstärkt Berufskraftfahrer mit dem Lkw-Führerschein C1E für Fern- und Nahverkehr.
Im Handel sind Verkäufer gefragt, oft auf Teilzeitbasis.
Angestiegen ist der Bedarf an qualifiziertem Personal im gewerblich-technischen Umfeld wie Elektroniker und Anlagenmechaniker, Fachkräfte mit CNC-Kenntnissen sowie Kfz-Mechatroniker für die Instandhaltung und Reparatur von Fahrzeugen.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus besitzen.

Im Mai umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 33.091 Personen. Damit belief sich die Unterbeschäftigungsquote auf 10,0 Prozent. Im Vormonatsvergleich ist das ein Rückgang von 0,4 Hundertstel, gegenüber dem Vorjahr um 0,2.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente trug dazu bei, für zahlreiche Personen Arbeitslosigkeit zu beenden oder zu verhindern. Insgesamt wurden 6.947 Teilnehmer gefördert (-88 zum Vormonat und -1.183 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 1.008 Menschen finanziell bezuschusst.
In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 1.794 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.
1.327 Menschen wurden mit Sonderprogrammen bei Berufswahl und Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung.
Von beruflicher Weiterbildung profitierten 1.186 Personen.

Der Ausbildungsmarkt

Mitte Mai waren noch 1.145 junge Menschen ohne Ausbildungsvertrag, 11 weniger als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Seit Beginn des Berichtsjahres am 1. Oktober haben sich insgesamt 2.189 Bewerber bei der Berufsberatung gemeldet (-101 zu 2012).

Auf der anderen Seite waren Mitte Mai noch 1.549 Ausbildungsplätze unbesetzt, 16 weniger als vor zwölf Monaten. Seit Oktober waren dem Arbeitgeber-Service 2.477 Lehrstellen gemeldet worden (-166 zum Vorjahr).

Damit kamen diesen Monat auf jeden noch unversorgten Bewerber – rein statistisch – 1,35 vakante Ausbildungsplätze. Genau dasselbe Verhältnis bestand im Vorjahr zur selben Zeit.

Das Berichtsjahr zum Ausbildungsmarkt umfasst jeweils den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Aktuelle Änderung der Mautpflicht

, Bildung & Karriere, Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald

Ab 1. Juli 2018 werden neben den Autobahnen und autobahnähnlichen Bundesstraßen auch alle sonstigen Bundesstraßen in die streckenabhängige Lkw-Maut...

Hochschule Worms und Deutsche Flugsicherung starten dualen Studiengang

, Bildung & Karriere, Hochschule Worms

Die Hochschule Worms und die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH bieten den angehenden Fluglotsen eine Alternative zum Direkteinstieg. Ab dem Sommersemester...

Studierende des Bachelorstudiengangs Logistik der TH Wildau profitieren von Kooperation mit Universität in Georgien

, Bildung & Karriere, Technische Hochschule Wildau

Am 20. Juni trafen sich Studierende des Bachelorstudiengangs Logistik der Technischen Hochschule Wildau zu einem Erfahrungsaustausch. Die einen...

Disclaimer