Sonntag, 19. August 2018


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Vorboten kündigen den Winter an

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im November

Potsdam, (lifePR) - Der Winter steht vor der Tür und hinterlässt bereits erste, vorsichtige Spuren auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Insgesamt 24.280 Menschen waren im November im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam arbeitslos, 243 mehr als im Oktober und 66 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,4 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte höher als im Oktober. Vor genau einem Jahr rangierte sie bei 7,5 Prozent.

"Dieser leichte Anstieg kommt nicht überraschend", erklärt Edelgard Woythe, Leiterin der Potsdamer Arbeitsagentur. Schließlich hätten sich gerade in den letzten Wochen verstärkt Saisonarbeitskräfte aus der Landwirtschaft und dem Hotel- und Gaststättengewerbe arbeitslos melden müssen. "Während die Arbeitskräftenachfrage in den klassischen Außenberufen sinkt, erreichen uns nun, wenn auch in quantitativ kleineren Umfängen, saisonal typische Jobangebote - so zum Beispiel im Winterdienst oder für Paketauslieferer im Weihnachtsgeschäft", veranschaulicht Woythe.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es hier jeden Monat viel Bewegung. So meldeten sich 5.208 Menschen im November arbeitslos. Dies waren 340 weniger als im Oktober und 160 mehr als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, stellt sich ein abweichendes Bild dar: Mit 1.881 Meldungen lag der Wert über dem Vormonats- (+1,1 Prozent) und auch über dem Vorjahresniveau (+0,7 Prozent). 165 Personen kamen im November direkt aus einer Selbständigkeit. 115 junge Menschen mussten sich direkt nach einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung arbeitslos melden. Das entspricht einer Veränderungsrate von 8,5 Prozent zum Vorjahr. Seit Jahresbeginn meldeten sich 60.238 Menschen arbeitslos - 1,2 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Dem gegenüber konnten 4.984 Personen im November ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies waren 951 weniger als im Oktober und 434 Personen weniger als im November 2012. 1.324 nahmen eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt auf (-375 zum Vormonat und -56 zum Vorjahresmonat), 163 eine selbständige Tätigkeit (+18,1 Prozent zum Vorjahr).

In den ersten elf Monaten des Jahres meldeten sich insgesamt 61.630 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab - 90 weniger als vor einem Jahr.

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit diesen Monat unterschiedlich.

Die Agentur für Arbeit betreute 7.150 Arbeitslose. Das waren 151 mehr als im Oktober und 79 weniger als im November vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 17.130 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 92 mehr als im Oktober und 13 mehr als vor Jahresfrist.

Auch nach Regionen betrachtet zeichnet sich ein sehr divergierendes Bild: so reicht die lokale Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent in Zossen bis 10,5 Prozent in Brandenburg an der Havel. In den arbeitsmarktlich besser gestellten Regionen in Potsdam (6,2 Prozent) und Zossen (5,7 Prozent) müssen zum Vorjahr deutliche Zunahmen der Arbeitslosigkeit hingenommen werden. In den Geschäftsstellen Bad Belzig (8,5 Prozent), Luckenwalde (9,5 Prozent) und Brandenburg an der Havel (10,5 Prozent), grundsätzlich durch ein höheres Niveau gekennzeichnet, hat in den letzten zwölf Monaten ein deutlicher Abbau der Arbeitslosigkeit stattgefunden.

Der Stellenmarkt

2.358 Stellen waren im November vakant, 157 weniger als im Oktober und 240 weniger als im Vorjahr. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 859 Jobangebote - 33 mehr als im Vormonat und 210 weniger als im November 2012. Seit Jahresbeginn wurden 10.515 Vakanzen angezeigt - das entspricht einem Rückgang um 2.358 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Offene Stellen gibt es derzeit in vielen Bereichen. Weiterhin händeringend gesucht werden Fachkräfte im Gesundheitswesen, speziell in der Altenpflege. Wenngleich im Baugewerbe aktuell nur wenige Menschen gesucht werden, melden die Unternehmen bereits erste Vakanzen für die Saison 2014. Auffällig ist zudem eine vergleichsweise hohe Nachfrage nach Immobilienkaufleuten, Technikern, Ingenieuren, Elektronikern, und im Zugverkehr - so zum Beispiel nach Streckenlokführern, Wagenmeistern oder Anschlußbahnleitern.

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.

Im November umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 31.701 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich wie schon im Oktober auf 9,5 Prozent. Im November 2012 hatte sie 9,8 Prozent betragen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Arbeitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden 7.431 Teilnehmer gefördert (-38 zum Vormonat und -377 zum Vorjahr). Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbständigkeit) wurde bei 1.266 Menschen finanziell bezuschusst. In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 2.023 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit. 1.170 Menschen wurden bei der Berufswahl und während der Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung. 1.302 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

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