Montag, 18. Juni 2018


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Jobcenter Potsdam-Mittelmark: Letzte gemeinsame Trägerversammlung heute auf Burg Eisenhardt / Landkreis und Arbeitsagentur ab 1.1.2012 getrennt

Potsdam, (lifePR) - Noch 31 Tage. Dann endet die gemeinsame Verantwortung der Ar-beitsagentur und des Landkreises für das Jobcenter Potsdam-Mittelmark. Ab dem 1. Januar 2012 betreut der Landkreis die Arbeit-suchenden nach dem Sozialgesetzbuch II ("Hartz IV-Empfänger") zwischen Teltow und Ziesar allein als zugelassener kommunaler Träger (zkT).

Auf der letzten Trägerversammlung am 30. November auf Burg Ei-senhardt schilderten Arbeitsagentur-Chefin Edelgard Woythe und Landrat Wolfgang Blasig, was die Jobcenter-Kunden erwartet.

Das Jobcenter MAIA wird am 1. Januar 2012 neuer Fachbereich in der Kreisver-waltung Potsdam-Mittelmark. Dieser Übergang soll die Betreuung der Leistungs-berechtigten aber nicht beeinträchtigen. Unter Hochdruck laufen die Vorbereitun-gen, damit dies klappt. Schließlich müssen die neuen Software-Programme mit allen notwendigen Daten gefüttert werden, Mitarbeiter dazu geschult sein. Die Grundsicherung für Arbeitsuchende ist dann alleinige Aufgabe des Landkreises, während die Arbeitsagentur für Arbeitslose im SGB III zuständig bleibt.

"Die Trennung bedeutet aber nicht, dass wir künftig nebeneinander agieren. Die Arbeitsagentur ist eine feste Größe in der künftigen Zusammenarbeit" betont Landrat Blasig. Blasig dankte der Arbeitsagentur Potsdam für die Zusammenar-beit - auch im laufenden Umstellungsprozess.

Edelgard Woythe stimmt zu: "Auch wenn wir nun organisatorisch getrennte Wege gehen, so kooperieren wir in vielen Feldern doch weiterhin intensiv. Das ist auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Arbeitgeber, Ausbildungsuchende und etwa Ar-beitslose, die nach dem Arbeitslosengeld I in den Arbeitslosengeld II-Bezug übergehen, sollen von der Umstrukturierung so wenig wie möglich mitbekom-men."

Bei der Ausbildungsstellenvermittlung und dem Arbeitgeberservice liegt bereits ein detailliertes Schnittstellenkonzept vor. Auch die "JOBinale'", die sich als größte Jugendmesse der Region Potsdam, Potsdam-Mittelmark und Brandenburg an der Havel etabliert hat, soll weiterhin gemeinsam durchgeführt werden.

Bernd Schade: "Für die Bürgerinnen und Bürger soll der Übergang bestmöglich organisiert werden, damit wir die Betreuung in gewohnter Qualität sicherstellen können. Das war von Anfang an unser Ziel."

Zum Jahresanfang gibt es daher auch nur wenige Änderungen im neuen Jobcen-ter Potsdam-Mittelmark. So wird der MAIA-Standort in Teltow vom Teltowkanal 7 zum benachbarten Lankeweg 4 verlegt, in Bad Belzig am Standort TGZ in der Brücker Landstr. 22 b konzentriert.

Der Telefon-Service der MAIA ist ab 2. Januar 2012 unter der neuen Rufnummer 033841- 91 800 von 08.00 bis 16.00 Uhr (Dienstag bis 18.00 Uhr, Freitag bis 14.00 Uhr) erreichbar.

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hatte im Dezember 2010 den Antrag auf Zu-lassung als Optionskommune beim Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie (MASF) des Landes Brandenburg eingereicht. Auf Vorschlag des MASF erteilte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im März 2011 den Zuschlag. Damit wird der Landkreis Potsdam-Mittelmark 2012 eine von 110 Opti-onskommunen bundesweit.

Die Agentur für Arbeit Potsdam, bisher neben dem Landkreis Träger der MAIA in der "gemeinsamen Einrichtung", ist in Potsdam-Mittelmark ab 2012 ausschließlich für Arbeitslose im Sozialgesetzbuch III zuständig.

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