Erste Frühlingsboten auf dem Potsdamer Arbeitsmarkt: Größter Rückgang der Arbeitslosigkeit in einem Februar seit fünf Jahren

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Februar 2018

(lifePR) ( Potsdam, )
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam erneut zurückgegangen. Insgesamt waren im Februar 19.205 Menschen arbeitslos gemeldet, 282 weniger als noch im Januar und 2.734 weniger als im Vorjahresvergleich. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,8 Prozent und somit 0,1 Prozentpunkte unter dem Januarwert und 0,9 Prozentpunkte unter Vorjahreswert. „Die Frühjahrsbelebung setzt früh ein und trotzt dem aktuell eisigen Wetter“, freut sich Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam und ergänzt: „In allen Geschäftsstellen und Jobcentern haben wir im Vergleich zum Vorjahr ein kräftiges Minus am Bestand von Arbeitslosen und einen stattlichen Zuwachs an gemeldeten Arbeitsstellen. Dabei haben wir die höchste Anzahl der Stellen sogar in wetterunabhängigen Berufen, wie zum Beispiel in der Produktion und Fertigung. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die gemeldeten Arbeitsstellen hier fast verdoppelt. Die Meldung offener Jobs in wetterabhängigen Branchen erfolgt erfahrungsgemäß mit den ersten Plusgraden“, prognostiziert Schröder.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Februar im Monatsvergleich leicht gestiegen, liegt mit aktuell 6,4 Prozent aber deutlich unter dem Vorjahreswert von 7,9 Prozent. „Nach Beendigung ihrer zweieinhalb- oder dreieinhalbjährigen Ausbildung vollziehen die jungen Absolventen nicht immer den nahtlosen Übergang in eine Beschäftigung. Ein Grund ist sicher auch die hohe Anzahl an Auswahlmöglichkeiten für den Berufseinstieg“, mutmaßt Schröder. „Da nimmt man sich ein bisschen mehr Zeit für die Entscheidung. Das sollte aber nicht für Ausbildungsbetriebe gelten“, fährt Schröder fort. „Den aktuell 3.166 gemeldeten Ausbildungsstellen stehen nur 2.023 Bewerber gegenüber. Hier heißt es, sich schnell zu entscheiden und den Ausbildungsbewerber an sich zu binden.“ Als erfreulich bewertet Schröder das Interesse der Ausbildungssuchenden an den MINT-Berufen: Unter den Top 10 der nachgefragten Ausbildungen finden sich neben dem beinah schon traditionellen Beruf zum/zur Kfz-Mechatroniker/in auch Fachinformatiker/in, Industriemechaniker/in und (Tier-)medizinische Fachangestellte/r.

„Auch auf der am 21. März in Potsdam stattfindenden JOBinale, der größten Ausbildungs- und Jobmesse für die Region, können Schüler und Jobsuchende die Gelegenheit beim Schopf ergreifen und bei den Ausbildungsstellen und Jobs von über 70 Unternehmen das richtige für sich entdecken und erste Kontakte zu den Betrieben knüpfen“, lädt Schröder alle Interessierten zum kostenfreien Messebesuch ein.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Im Februar haben sich im Agenturbezirk 4.724 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies waren zwar 23 mehr als im Januar, aber 141 weniger als im Vorjahresmonat. Eine Vielzahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit erfolgte nach Beendigung von Ausbildung und sonstigen Maßnahmen: 1.315 und damit 444 Absolventen bzw. 51 Prozent mehr als im Januar meldeten sich nach Ausbildungs- bzw. Maßnahmeende arbeitslos. 1.673 Personen und damit 935 weniger als noch im Vormonat zeigten direkt aus Erwerbstätigkeit Arbeitslosigkeit an, darunter 94 aus selbständiger Tätigkeit (+ 21).
Im Gegenzug haben sich im Februar 4.992 und damit 1.424 Arbeitslose mehr als im Vormonat abgemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresniveau sind dies 309 Personen weniger. 1.556 meldeten sich in Erwerbstätigkeit ab, das sind 337 bzw. 27,6 Prozent mehr als im Januar, jedoch 5,8 Prozent weniger als noch im Februar 2017. 80 Personen begründeten eine selbständige Tätigkeit. Das waren jeweils im Vergleich zum Januar als auch zum Vorjahreswert 22 bzw. 19 Existenzgründer weniger.

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit gleichermaßen:
Die Agentur für Arbeit betreute 6.807 Arbeitslose. Das waren 216 weniger als im Januar und 972 weniger als im Februar vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 12.398 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 66 weniger als im Januar und 1.762 weniger als vor Jahresfrist.

In allen Regionen des Agenturbezirks ist ein Rückgang des Bestands an Arbeitslosen zu verzeichnen, der in der Höhe jedoch sehr unterschiedlich ausfällt: In Teltow-Fläming betrug hier die Veränderung zum Vorjahresmonat 18,7 Prozent, in Brandenburg an der Havel 7,9 Prozent. Die lokale Arbeitslosenquote betrug in der Landeshauptstadt Potsdam 6 Prozent (0,6 Prozentpunkte weniger als im Februar 2017), in Brandenburg an der Havel 9,4 Prozent (-0,7), in Potsdam-Mittelmark 4,9 Prozent (-0,8) und in Teltow-Fläming 5,2 Prozent (-1,2).

Der Stellenmarkt

7.018 Stellen waren im Februar als vakant gemeldet, 531 mehr als im Januar und 1.954 mehr als im Vorjahr. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 1.845 Jobangebote – 589 mehr als im Vormonat und 443 mehr als im Februar 2017.
Offene Stellen gab es vor allem in den Bereichen Produktion und Fertigung (1.586); Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (1.968) sowie Gesundheit, Soziales und Lehre und Erziehung (928).

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben. Im Februar umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 25.654 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 7,6 Prozent. Im Februar 2017 hatte sie 8,6 Prozent betragen.
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