Freitag, 20. Oktober 2017


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Der Potsdamer Arbeitsmarkt im September: Die Tage werden kürzer - die Arbeitslosen weniger

Potsdam, (lifePR) - Das erste Mal seit zehn Monaten lag die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam wieder unter der Marke von 29.000. Im September waren insgesamt 28.531 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 1.177 weniger als im August und 585 weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,5 Prozent (-0,3 zum August und -0,2 zum September 2011). Seit 1991 lag sie in einem September noch nie niedriger.

"Eine kleine Herbst-Belebung verspüren wir auch diesen September wieder", so Edelgard Woythe, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam. "Hiervon haben diesen Monat alle Alters- und Personengruppen profitiert - insbesondere im Bereich des SGB II."

Die Arbeitslosigkeit im Detail

5.912 Menschen meldeten sich im September arbeitslos. Dies waren 363 weniger als im August und 512 weniger als im Vorjahresmonat. 2.388 Personen kamen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. In den ersten drei Quartalen des Jahres meldeten sich 11,0 Prozent weniger Personen arbeitslos als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Dem gegenüber konnten 7.086 Personen im September ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies waren 28 mehr als im August und 471 weniger als im September 2011. 1.956 unter ihnen nahmen eine Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt auf.

Insbesondere die Zahl der jungen Arbeitslosen ist aufgrund des beginnenden Ausbildungsjahres weiter zurück gegangen: 2.774 Menschen unter 25 Jahren waren im September von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 302 oder 9,8 Prozent weniger als im August und 415 oder 13,0 Prozent weniger als im September 2011. Die anteilige Arbeitslosenquote bei den Unter-25-Jährigen lag damit bei 8,1 Prozent und damit deutlich unter den Werten des Vormonats (8,9 Prozent) und des Vorjahres (8,6 Prozent).

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit geht insbesondere auf den Rechtskreis SGB II zurück. Von der Agentur für Arbeit wurden im September 8.267 Personen betreut, 246 weniger als im August und 377 mehr als vor Jahresfrist. Die Jobcenter im Bezirk waren für 20.264 Arbeitslose zuständig, 931weniger als im August und 962 weniger als im September 2011.

Der Stellenmarkt

3.447 Stellen waren im September vakant. Das sind 86 weniger als im August und 422 mehr als im Vorjahresmonat. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeber-Service diesen Monat 1.450 Jobangebote. Das sind 20 mehr als im August und 172 weniger als im September 2011. Seit Jahresbeginn wurden mit 14.353 Stellen 55 weniger gemeldet als im gleichen Zeitraum 2011.

- Personalbedarf haben derzeit Arbeitgeber fast aller Branchen.
- Im Gesundheitswesen sind Altenpfleger und Physiotherapeuten stark gefragt.
- Im Baubereich werden zum Beispiel Maurer, Fliesenleger und Isolierer gesucht.
- Nach wie vor haben auch Kraftfahrer mit bestimmten Führerscheinen gute Einstellungschancen.
- Auch in der öffentlichen Verwaltung sind derzeit viele Stellen frei. Außerdem werden Rechtsanwälte und Versicherungskaufleute gesucht.
- Saisonbedingt geringer ist die Nachfrage aktuell nach Servicekräften im Hotel- und Gaststättenwesen.
- Und schließlich ist im gewerblich-technischen Bereich momentan ein hoher Bedarf an Elektronikern aller Berufszweige zu verzeichnen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente trug dazu bei, für zahlreiche Personen Arbeitslosigkeit zu beenden oder zu verhindern. Insgesamt wurden im September 8.901 Teilnehmer gefördert (-396 zum Vormonat und -2.678 zum Vorjahr). Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 1.767 Menschen finanziell bezuschusst. In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 2.416 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit. 1.344 Menschen wurden mit Sonderprogrammen bei Berufswahl und Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung. 1.279 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

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