Sonntag, 19. November 2017


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Der Potsdamer Arbeitsmarkt im November: Leicht erkältet bei sinkenden Außentemperaturen

Potsdam, (lifePR) - Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam ist im November leicht zurück gegangen. Mit 7,5 Prozent lag sie um 0,2 Prozent niedriger als im Oktober und um 0,1 unter Vorjahresniveau.
24.346 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 380 weniger als im Oktober. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es jedoch 138 Arbeitslose mehr.
Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am ersten Arbeitsmarkt konnten diesen Monat 1.380 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden - 27,3 Prozent weniger als vor Jahresfrist.
"Der Potsdamer Arbeitsmarkt zeigt sich bei sinkenden Außentemperaturen leicht erkältet", fasst Edelgard Woythe, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam, zusammen.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

5.048 Menschen meldeten sich im November arbeitslos. Dies sind 631 weniger als im Oktober und 910 weniger als im November 2011. 1.868 Personen kamen direkt aus einer Erwerbstätigkeit am ersten Arbeitsmarkt. Das ist ein Rückgang von 15,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Auf der anderen Seite konnten 5.418 Personen im November ihre Arbeitslosigkeit beenden - 327 weniger als im Oktober und 834 weniger als im November 2011. Am ersten Arbeitsmarkt fanden 1.380 Personen einen neuen Arbeitsplatz. Das sind 27,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Nach Rechtskreisen betrachtet entwickelte sich die Arbeitslosigkeit sehr unterschiedlich. Von der Agentur für Arbeit Potsdam wurden im November 7.229 Menschen betreut. Das sind 70 mehr als im Oktober und 691 mehr als im November 2012.
Dem gegenüber waren die Jobcenter im Bezirk für 17.117 Arbeitslose verantwortlich - 450 weniger als im Oktober und 553 weniger als im Vorjahr.

Gemeldete Arbeitsstellen

2.598 Stellen waren im November als vakant gemeldet. Das sind 153 weniger als im Oktober und 17 weniger als im November 2011.
1.069 Jobangebote wurden im November neu gemeldet, 35 mehr als im Monat zuvor und 279 weniger als im Vorjahresmonat.
Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeber-Service 12.872 Stellen angezeigt. Das sind 1.174 weniger als im gleichen Zeitraum 2011.

Einige Landwirtschaftsbetriebe suchen Tierwirte, zum Beispiel mit Praxiserfahrung als Melker. Im Bauwesen haben Bauzeichner gute Chancen.
Von Bürokräften werden oft gute Sprachkenntnisse verlangt. So stehen zurzeit bei Call-Centern Finnisch und Norwegisch hoch im Kurs.
Saisonal typisch wurden diesen Monat auch wieder verstärkt Arbeitskräfte für den Winterdienst nachgefragt.

Die Unterbeschäftigung

Im November umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 31.794 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 9,7 Prozent (-0,1 Prozent zum Vormonat und -0,8 zum Vorjahr).

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.
Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung belief sich im November auf 76,6 Prozent.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente trug dazu bei, die Arbeitslosigkeit zahlreicher Personen zu beenden oder zu verhindern. Insgesamt wurden 7.754 Teilnehmer gefördert (-60 zum Vormonat und -2.373 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 1.302 Menschen finanziell bezuschusst.
In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 2.159 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.
1.397 Menschen wurden bei Berufswahl und Berufsausbildung unterstützt. Dazu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung.
1.169 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Redaktioneller Hinweis:

Die Werte des nördlichen Dahme-Spreewald fließen seit Oktober 2012 nicht mehr in den Potsdamer Arbeitsmarktbericht ein. Hintergrund ist eine bundesweite Neuorganisation der Agenturbezirke. Die Geschäftsstelle Königs Wusterhausen und das Jobcenter Dahme-Spreewald gehören nun zur Agentur für Arbeit Cottbus.
Die Vorjahreszahlen im Arbeitsmarktreport beziehen sich bereits auf den neuen Gebietszuschnitt, so dass Vergleiche möglich sind. Der Potsdamer Agenturbezirk umfasst jetzt die Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel sowie die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming.

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