Montag, 16. Juli 2018


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Agentur für Arbeit blickt auf Rekordjahr zurück

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Dezember und im gesamten Jahr 2014

Potsdam, (lifePR) - Die Agentur für Arbeit Potsdam kann auf ein Rekordjahr auf dem regionalen Arbeitsmarkt zurückblicken. Durchschnittlich waren 24.939 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 938 weniger als 2013. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,6 Prozent. "Dieses Ergebnis ist in unserer Region bislang einzigartig und hebt die überaus positive Entwicklung, die der Arbeitsmarkt in den letzten Jahren vollzogen hat, hervor", freut sich Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam.

Ein weiterer Indikator: "Nicht nur die Arbeitslosigkeit sinkt, sondern auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt. Insbesondere in der Wissenschaft, im Gesundheits- und Sozialwesen und auch im Handel stellen wir eine steigende Tendenz fest", ergänzt Schröder. Auch in Bezug auf geplante Neueinstellungen sei die Entwicklung erfreulich. So hätten die regionalen Unternehmen und Verwaltungen dem Arbeitgeberservice im gesamten Jahr knapp 12.000 Stellenangebote gemeldet - und damit 4,5 Prozent mehr als 2013. Auf das Jahr 2015 blickt die Agenturchefin mit "gesunder Zuversicht - ohne in eine überzogene Euphorie zu verfallen". Prognostiziert sei eine relativ konstante Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei leicht steigender Beschäftigung.

Betrachtet man allein den Monat Dezember, so zeigen sich folgende Ergebnisse: 23.621 Personen waren arbeitslos gemeldet, 470 mehr als im November und 1.494 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,2 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkt höher als im November. Vor genau einem Jahr rangierte sie bei 7,7 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es jeden Monat viel Bewegung. So meldeten sich 5.048 Menschen im Dezember arbeitslos. Dies waren 350 mehr als im November und 496 weniger als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, stellt sich ein ähnliches Bild dar: Mit 1.882 Meldungen lag der Wert aufgrund des klassischen Kündigungstermins zum Jahresende über dem Vormonatsniveau (+8,8 Prozent), jedoch unter dem Wert vom Dezember 2013 (-13,4 Prozent). 131 Personen kamen im Dezember direkt aus einer Selbständigkeit. 83 junge Menschen mussten sich direkt nach einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung arbeitslos melden. Das entspricht einer Veränderungsrate von -10,8 Prozent zum Vorjahr.

Im gesamten Jahr 2014 meldeten sich 61.967 Menschen arbeitslos - 3.815 weniger als im Vorjahr.

Dem gegenüber konnten in 2014 63.570 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden (-2.740 zum Vorjahr), allein im Dezember meldeten sich 4.615 Menschen ab. Dies waren 83 weniger als im November und 65 weniger als im Dezember 2013. 1.220 nahmen eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt auf (-163 zum Vormonat und -15 zum Vorjahresmonat), 138 eine selbständige Tätigkeit (-10,4 Prozent zum Vorjahr).

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit vergleichbar, wenngleich im SGB III stärker ausgeprägt:

Die Agentur für Arbeit betreute 6.559 Arbeitslose. Das waren 329 mehr als im November und 1.111 weniger als im Dezember vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 17.062 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 141 mehr als im November und 383 weniger als vor Jahresfrist.

In Betrachtung der Jahreswerte zeichnet sich in den einzelnen Regionen ein sehr divergierendes Bild: so reicht die lokale Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent in Zossen bis 11,1 Prozent in Brandenburg an der Havel. In allen Geschäftsstellen im Bezirk konnte ein Rückgang zum Jahr 2013 erzielt werden. Besonders deutlich fiel dieser in den Geschäftsstellen Luckenwalde und Bad Belzig mit -0,6 Prozentpunkten aus.

Der Stellenmarkt

2.940 Stellen waren im Dezember vakant, 53 weniger als im November und 684 mehr als im Vorjahr. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 964 Jobangebote - 114 mehr als im Vormonat und 263 mehr als im Dezember 2013. Seit Jahresbeginn wurden 11.973 Vakanzen angezeigt - das entspricht einem Zuwachs von 512 gegenüber dem Vorjahr.

Offene Stellen gibt es derzeit in vielen Bereichen. Weiterhin händeringend gesucht werden Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen. Auffällig ist, dass die Zahl der hochqualifizierten Stellen - beispielsweise für Ärzte, Wohnbereichs- oder Pflegedienstleiter - deutlich zunimmt. Das Baugewerbe meldet schon jetzt Vakanzen für die bevorstehende Saison. Auch im Metall- und Elektrobereich ist die Nachfrage nach Fachkräften ungebrochen groß.

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.

Im Dezember umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 29.631 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 8,9 Prozent. Im Dezember 2013 hatte sie 9,7 Prozent betragen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Arbeitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 6.195 Teilnehmer gefördert (-295 zum Vormonat und -973 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbständigkeit) wurde bei 1.192 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 981 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.099 Menschen wurden bei der Berufswahl und während der Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie die Berufseinstiegsbegleitung.

1.292 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

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