Samstag, 18. November 2017


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Zum Jahresabschluss geringer Anstieg der Arbeitslosigkeit - Positive Jahresbilanz

Arbeitskräftenachfrage leicht rückläufig

München, (lifePR) - Erwartungsgemäß ist aktuell die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit München gestiegen. Insgesamt sind 41.560 Personen arbeitslos, 890 mehr als im November 2012. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,1 auf 4,5 Prozent. Gegenüber Dezember 2011 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 3.155 Frauen und Männer bzw. 8,2 Prozent. Die Quote lag bei 4,2 Prozent.

Arbeitslos gemeldete Menschen im Dezember 41.560 Arbeitslosenquote im Dezember 4,5 Prozent

"Die aktuelle Erhöhung der Arbeitslosigkeit hat überwiegend saisonale Gründe. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Dezember 2011 ist dagegen eine Auswirkung der Konjunktureintrübung", so fasst Manfred Jäger, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit München, die aktuellen Arbeitsmarktentwicklung bei der heutigen Pressekonferenz zusammen. Jäger sieht den Münchner Arbeitsmarkt noch stabil: "Die Personengruppe der Männer muss zwar eine deutliche Zunahme der Arbeitslosigkeit im Dezember hinnehmen, Frauen hingegen profitieren von der aktuellen Arbeitsmarktlage." Als Hauptgrund für den Anstieg bei den Männern nennt Jäger die kalten Temperaturen Anfang des Monats, die fast alle Außenberufe zum Erliegen gebracht haben. Jäger weiter: "Dank des Weihnachtsgeschäfts konnten wir viel Personal in den Einzelhandel vermitteln. Da darunter überdurchschnittlich viele Frauen waren, fällt der Anstieg bei dieser Personengruppe moderat aus." Auf die Frage, wie sich die Münchner Arbeitslosenzahlen zu Jahresbeginn entwickeln werden, antwortet der Geschäftsführer Operativ: "Üblicherweise steigen die Arbeitslosenzahlen im Januar an. Grund dafür sind die Kündigungen zum Quartalsende sowie die witterungsbedingten Ausfälle beispielsweise im Baugewerbe und Gartenbau. Darüber hinaus wird das Ende des Weihnachts- und Silvestergeschäfts im Hotel- und Gaststättengewerbe - besonders in der Tourismusregion München - seine Spuren hinterlassen."

Zunahme der Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen

Im Rechtskreis SGB III (betreut von der Arbeitsagentur) sind im Dezember 17.874 Menschen arbeitslos gemeldet, im Bereich SGB II (betreut von den Jobcentern) 23.686 Personen. In der Arbeitslosenversicherung erhöht sich die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 1,9 Prozent. In der Grundsicherung bleibt die Arbeitslosenquote unverändert bei 2,6 Prozent.

Arbeitslosigkeit in der Landeshauptstadt sowie im Landkreis München gestiegen

Binnen Monatsfrist waren in der Landeshauptstadt 36.602 Personen arbeitslos, dies sind 769 Menschen mehr als im November 2012. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,1 auf 4,9 Prozent. Gegenüber Dezember 2011 sind in der Landeshauptstadt 2.333 Personen mehr arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,6 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Landkreis München um 121 auf 4.958 Frauen und Männer gestiegen. Die Quote beläuft sich auf 3,0 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im November 2012.

Hohe Dynamik auf dem Münchner Arbeitsmarkt

Im Agenturbezirk München meldeten sich im aktuellen Berichtsmonat 10.398 Personen arbeitslos, 748 weniger als im Dezember 2011. Zeitgleich konnten 9.471 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden; 1.760 Personen weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Kurzarbeit weiterhin rückläufig

Als Hochrechnung liegen die aktuellsten Zahlen für August 2012 vor. Im August waren 36 Betriebe und 183 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. Im Juli 2012 waren es noch 39 Betriebe und 222 Beschäftigte.

Sowohl die Anzahl der kurzarbeitenden Betriebe als auch die Zahl der Personen in Kurzarbeit sind weiterhin rückläufig.

Leichter Rückgang bei den unter 20-Jährigen;

Wieder mehr ältere Menschen in München ohne Arbeit

Die saisonübliche Entwicklung spiegelt sich auch bei den Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren wider: Im Dezember sind im Agenturbezirk 2.663 Jugendliche dieser Altersgruppe ohne Arbeit, das sind 32 mehr als im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote steigt von 3,0 auf 3,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Plus von 285 bzw. 12,0 Prozent.

Anders die Personengruppe der unter 20-Jährigen: Diese weist im Vormonatsvergleich einen leichten Rückgang von 14 bzw. 2,6 Prozent auf. Aktuell sind 531 Jugendliche unter 20 Jahren arbeitslos; 24 Jugendliche bzw. 4,7 Prozent mehr als im Dezember 2011. Die Arbeitslosenquote dieser Personengruppe bleibt unverändert bei 2,5 Prozent.

Die Anzahl der Arbeitslosen über 50 steigt im Dezember ebenfalls schwach an: Im Vergleich zum November 2012 um 196 Personen. Aktuell sind 12.900 Personen über 50 Jahre arbeitslos. Im Vergleich zum Dezember 2011 ist die Arbeitslosenzahl dieser Personengruppe ebenfalls gestiegen und zwar um 892 bzw. 7,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote steigt von 5,9 auf 6,0 Prozent.

Bestand an offenen Arbeitsstellen im Vergleich zum Vormonat rückläufig, zum Vorjahr steigend

Der Stellenzugang an Arbeitsstellen ist sowohl zum Vormonat als auch zum Vorjahr rückläufig. Die Münchner Unternehmen fragen im Berichtsmonat erwartungsgemäß weniger Personal nach. Im Dezember konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit München 2.606 neue Stellen akquirieren. Eine Abnahme gegenüber November 2012 um 601 bzw. 18,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Minus von 9 offenen Arbeitsstellen (minus 0,3 Prozent). Im Stellenpool der Agentur für Arbeit München befinden sich derzeit 8.609 Angebote, 532 weniger als im November 2012. Im Vergleich zum Dezember 2011 ist dies allerdings ein Plus von 1.389 Stellen (plus 19,2 Prozent). Großen Bedarf gibt es weiterhin in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel sowie im Bereich Information und Kommunikation. "Im Dezember gibt es einen deutlichen Einschnitt bei der Zahl der gemeldeten Stellen. Dieser Rückgang ist saisonüblich und noch kein Grund zur Sorge, sollte aber beobachtet werden", so der Geschäftsführer Operativ. "Unter der Service-Nummer 01801 / 66 44 661 bieten wir den Betrieben an, weitere freie Stellen und das Anforderungsprofil zu melden. Der Arbeitgeber-Service berät außerdem zu allen Fragen der Personalsuche und Fördermöglichkeiten für Beschäftigte, die Qualifizierungsbedarf haben", sagt Jäger.

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