Montag, 20. November 2017


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Typischer Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Sommermonaten

Gute Chancen für Betriebe: Viele ausgebildete Arbeitskräfte auf dem Markt

München, (lifePR) - Erwartungsgemäß steigt die Zahl der arbeitslosen Menschen jeweils im Juli saisonbedingt an, so auch im Bezirk der Agentur für Arbeit München. Im aktuellen Berichtsmonat sind 838 Personen mehr als im Juni 2013 und somit insgesamt 44.557 Menschen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,1 Punkte auf 4,7 Prozent.

Zum Vorjahresvergleich sind es 2.619 arbeitslose Männer und Frauen mehr.

Die Quote der Landeshauptstadt verzeichnet ebenfalls im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg von 0,1 Prozentpunkten auf 5,1 Prozent.

Arbeitslos gemeldete Personen im Juli - 44.557
Arbeitslosenquote im Juli - 4,7 Prozent

"Das Ansteigen der Arbeitslosenzahlen im Sommer, besonders während der Ferienzeit ist typisch und bewegt sich im Rahmen der vorangegangenen Jahre. Die Schul- und Ausbildungsabsolventen, die nicht sofort eine Anschlussbeschäftigung oder eine andere Alternative gefunden haben und die Entlassungen zum Quartalsende lassen die Arbeitslosenzahlen steigen. Der langfristige positive Trend auf dem Arbeitsmarkt bleibt von diesem saisonbedingten Anstieg unberührt", so fasst Harald Neubauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München, die Juli-Entwicklung bei der heutigen Pressekonferenz zusammen.

Im Rechtskreis SGB III (betreut von der Arbeitsagentur) sind im aktuellen Berichtsmonat 19.486 Menschen arbeitslos gemeldet, im Bereich SGB II (betreut von den Jobcentern) 25.071 Personen. In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) steigt die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 2,1 Prozent. In der Grundsicherung (SGB II) hat der Rückgang der absoluten Zahl (minus 108 Personen) keine Auswirkung auf die Quote. Diese bleibt unverändert bei 2,7 Prozent. Aufgrund der Rundungsdifferenzen errechnet sich allerdings eine Gesamtquote von 4,7 %.

Moderater Anstieg der Arbeitslosenquote in der Landeshauptstadt; Landkreis München bleibt unverändert

Binnen Monatsfrist waren in der Landeshauptstadt 39.469 Personen arbeitslos, das sind 714 mehr als im Juni 2013. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 auf 5,1 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind in der Landeshauptstadt 2.406 Personen mehr arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,9 Prozent.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Landkreis München um 124 auf 5.088 Frauen und Männer gestiegen. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 2,9 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote ebenfalls bei 2,9 Prozent.

Dynamischer Arbeitsmarkt

Im Agenturbezirk München meldeten sich im aktuellen Berichtsmonat 11.383 Personen arbeitslos, 1.563 mehr als im Vormonat und 507 mehr als im Juli 2012. Zeitgleich konnten 10.532 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden, 195 Personen mehr als im Vormonat und 1009 mehr als im Vorjahresmonat.

Hochrechnungen der Kurzarbeit

Als Hochrechnung liegen die aktuellsten Zahlen für März 2013 vor. Im März waren 65 Betriebe und 2.647 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. Im Februar 2013 waren es 63 Betriebe und 3.302 Beschäftigte.

Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen moderat gestiegen

Die Zahl arbeitsloser Jugendlicher im Juli 2013 ist im Vergleich zum Vormonat um 355 Jugendliche oder 12,3 Prozent auf 3.236 Betroffene gestiegen. Die Arbeitslosenquote steigt somit um 0,4 Punkte auf 3,6 Prozent. Im Juli des Vorjahres waren 256 junge Menschen bzw. 8,6 Prozent weniger arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen unter 20 Jahren ist im Vergleich zum Juli 2012 um 90 Jugendliche (plus 15,4 Prozent) gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Arbeitslosen unter 20 Jahren um 85 Personen bzw. 14,4 Prozent gestiegen. Die Quote steigt um 0,4 Punkte auf 3,1 Prozent.

"Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist für uns ein wichtiges Thema. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind intensiv bemüht, insbesondere diesen besonderen Personenkreis rasch in Arbeit zu bringen. Wir können es uns zudem aufgrund des Fachkräftebedarfes nicht leisten, diese jungen Menschen nicht zielgerichtet zu qualifizieren und zu vermitteln", unterstreicht Neubauer.

Arbeitslosigkeit bei Älteren entwickelt sich leicht positiv

Die Zahl der älteren Arbeitslosen (50+) stagniert bei 13.200 Personen. Die Arbeitslosenquote beläuft sich unverändert auf 5,9 Prozent. Im Vergleich zum Juli 2012 sank die Quote von 6,1 Prozent auf 5,9 Prozent. "Schon heute haben erfolgreiche Unternehmen die Qualitäten älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erkannt, bzw. wiederentdeckt. Das in einem langen Arbeitsleben angesammelte Wissen und die umfangreiche Erfahrung der Generation 50+ ist oftmals eine wichtige Grundlage für einen anhaltenden Firmenerfolg. Sollte dennoch die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt nicht erfolgsversprechend sein, kann auch die Existenzgründung als Wiedereinstieg in Erwägung gezogen werden. Gerade ältere Arbeitssuchende bringen die notwendige Lebenserfahrung und erforderliche Sozialkompetenzen mit. Gerne beraten meine Vermittlungsfachkräfte umfassend und zuverlässig zu Fragen der Existenzgründung", motiviert der Agenturchef. "Gründungswillige Kunden können unter der kostenfreien Service-Nummer 0 800/4 5555 00 einen Beratungstermin vereinbaren", empfiehlt Neubauer.

Nachfrage an Arbeitskräften

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit München konnten im aktuellen Berichtsmonat 2.867 offene Arbeitsstellen entgegennehmen. Dies sind 69 Stellen mehr als im Juni 2013 und 298 (minus 9,4 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Im Stellenpool der Agentur für Arbeit München befinden sich derzeit 7.948 Angebote, 410 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli 2012 sind es 767 Stellen bzw. 8,8 Prozent weniger. Nach wie vor ist der Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich Handel, Gesundheits- und Sozialwesen am größten.

Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2012 bis Juni 2013 wurden von der Agentur für Arbeit München 11.132 offene Berufsausbildungsstellen entgegengenommen. Das sind 882 bzw. 8,6 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum nahmen 5.856 Schülerinnen und Schüler die Dienstleistungen der Agentur für Arbeit München in Anspruch, um eine passende Lehrstelle zu finden. Das entspricht mit einer geringen Differenz von 21 bzw. 0,4 Prozent weniger dem Vorjahr. "Gerade jetzt sollten Unternehmen die Chance nutzen, sich mit gut qualifizierten Arbeitskräften zu verstärken. Die jungen Menschen, die auf dem Markt sind, können durch ihre künftige Ausbildung den Fachkräftebedarf des Unternehmens abdecken", betont der Agenturchef. "Auch bei den Schulabgängern ist dieser Zug noch längst nicht abgefahren. Es sind derzeit 2.124 junge Menschen bei der Berufsberatung registriert, die sich noch um einen Ausbildungsplatz bemühen.

Die Vermittlungsaktivitäten laufen auf Hochtouren und die Angebotspalette ist breit gefächert. Wer Alternativen in Betracht zieht und machbare Kompromisse eingeht, wird sicherlich fündig. Arbeitgeber können ihrerseits ebenfalls etwas dafür tun, die derzeit 4.158 Ausbildungsstellen im Agenturbezirk München zu besetzen. Ein Blick abseits der Noten auf die Talente und Fähigkeiten macht dann oft die zweite Wahl zur ersten Wahl. Die Berufsberatung bietet gerne auch ausbildungsbegleitende Hilfen zur Unterstützung an, damit die Ausbildung für alle Seiten ein Erfolg wird", erklärt Neubauer abschließend.

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