Montag, 25. Juni 2018


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Niedrigste Arbeitslosigkeit in einem Februar seit 19 Jahren - Ältere profitieren!

München, (lifePR) - Obwohl sich der Winter von der strengen Seite zeigt, sinkt im Bezirk München - entgegen dem Bayerntrend - die Arbeitslosigkeit. Insgesamt sind 695 Menschen weniger als im Januar 2012 und somit 52.215 Personen arbeitslos. Im Vergleich zum Februar 2011 sind fast 4.400 Frauen und Männer weniger ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 4,3 Prozent. Die Landeshauptstadt kann sogar eine Abnahme der Quote von 0,1 auf 5,1 Prozent verzeichnen.

Arbeitslos gemeldete Menschen im Februar 52.215
Arbeitslosenquote im Februar 4,3 Prozent

Die strenge Winterperiode hinterlässt Spuren. Januar und Februar sind eigentlich Monate mit steigenden Arbeitslosenzahlen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich jedoch robust und die Arbeitslosigkeit beginnt zu sinken: "Der Münchner Arbeitsmarkt trotzt dem Winter! Mit Ausnahme der Jugendlichen liegt die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen unter den Januar-Werten und ist somit die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem Februar seit 19 Jahren", so fasst Bernd Becking, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung bei der heutigen Pressekonferenz zusammen. Besonders der deutliche Rückgang der arbeitslosen Älteren ist erfreulich: "Diese Personengruppe profitiert aktuell am stärksten. Die über 55-Jährigen weisen mit einem Rückgang von 5 Prozent die positivste Entwicklung auf und das ist zu dieser Jahreszeit schon sehr bemerkenswert. Wir hoffen, dass dieser Trend anhält", betont Becking.

Die Arbeitslosigkeit ist in beiden Rechtskreisen leicht rückläufig. In der Arbeitslosenversicherung (betreut von der Arbeitsagentur) sind im Februar 24.271 Menschen arbeitslos gemeldet, im System der Grundsicherung (betreut von den Jobcentern) 27.944 Personen. Die Arbeitslosenquote in der Arbeitslosenversicherung bleibt unverändert bei 2,0 Prozent. Auf im Bereich der Grundsicherung wirkt sich der Rückgang nicht auf die Quote aus, diese bleibt bei 2,3 Prozent.

Deutlichster Rückgang im Landkreis Dachau;
Niedrigste Arbeitslosenquote im Landkreis Ebersberg

Im Landkreis Ebersberg sinkt die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent, das sind aktuell 1.766 arbeitslose Menschen (minus 40). In Dachau ist die Zahl der arbeitslosen Menschen um 79 Personen auf 2.075 Frauen und Männer zurück gegangen. Die Quote liegt aktuell bei 2,7 Prozent (minus 0,1 Prozentpunkte). Im Landkreis München gibt es 91 arbeitslose Frauen und Männer weniger als im Vormonat, insgesamt sind es 4.774. Das entspricht einer unveränderten Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent. Es folgt der Landkreis Starnberg mit einer gleichbleibenden Quote von 3,2 Prozent. In Starnberg sind aktuell 1.897 Menschen ohne Arbeit, 1 mehr als im Januar 2012. Die höchste Landkreis-Quote verzeichnet Fürstenfeldbruck. Aktuell sind dort 3.747 Personen arbeitslos. 36 weniger als im Vormonat. Dieser geringe Rückgang wirkt sich nicht auf die Quote aus.

Auch die Landeshauptstadt freut sich über ein Minus in der Arbeitslosenstatistik. Binnen Monatsfrist meldeten sich 37.956 Personen arbeitslos. Dies ist ein Rückgang von 450 Frauen und Männern im Vergleich zum Januar 2012. Im Vorjahr waren in der Landeshauptstadt 41.254 Personen (plus 8 Prozent) arbeitslos. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent zurück gegangen.

Hohe Dynamik auf dem Münchner Arbeitsmarkt
Ein Blick auf die Zu- und Abgänge im Februar 2012 zeigt die Dynamik auf dem Münchner Arbeitsmarkt. 13.164 Menschen meldeten sich neu arbeitslos, 1.115 weniger als im Februar 2011. Gleichzeitig konnten 13.794 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden, 2.180 Personen weniger als im Februar 2011.

Zahl der Kurzarbeiter deutlich rückläufig
Die Kurzarbeit verliert weiter an Bedeutung. Als Hochrechnung liegen die aktuellsten Zahlen für Oktober 2011 vor. Im Oktober waren nur noch 105 Betriebe und 391 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. Im September 2011 waren es noch 118 Betriebe und 427 Beschäftigte.

Moderater Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit - gegen den Allgemeintrend; Arbeitslosigkeit bei Älteren deutlich zurückgegangen
Gegenüber dem Januar geht die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen zurück, mit Ausnahme den unter 25-Jähringen. Insgesamt sind im Februar 3.644 Jugendliche von 15 bis 25 Jahren arbeitslos, das sind 281 mehr als im Januar 2012 (plus 8,4 Prozent). Im Vergleich zum Februar 2011 sind es aber 314 Jugendliche bzw. 7,9 Prozent weniger. In der Altersgruppe der 15- bis unter 20-Jährigen ist die Zahl im Vergleich zum Vormonat um 30 auf 693 Jugendliche gestiegen. Dies sind 92 Jugendliche weniger als im Februar 2011, ein Rückgang von 11,7 Prozent binnen Jahresfrist. Der Agenturchef erklärt dass dafür vor allem zwei Faktoren verantwortlich sind: "einerseits melden sich im Januar und Februar diejenigen arbeitslos, die keinen nahtlosen Anschluss finden, zum anderen schlagen ehemalige Auszubildende zu Buche, die die Probezeit in der Ausbildung nicht bestanden haben. Der Anstieg ist sehr moderat und saisonüblich, somit kein Anlass zur Sorge."

Die Zahl der älteren Arbeitslosen (50 Jahre und älter) sinkt binnen Monatsfrist um 764 auf 16.356 Personen (minus 4,5 Prozent). Im Vergleich zum Januar 2012 gibt es 764 bzw. minus 4,5 Prozent weniger ältere Arbeitslose. Im Februar 2012 waren es noch 1.602 Personen bzw. 8,9 Prozent mehr als im aktuellen Berichtsmonat.

Arbeitskräftenachfrage auf hohem Niveau
Erfreuliches hat die Agentur für Arbeit auch bei der Personalnachfrage zu vermelden: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit München konnten im Februar 4.482 offene Arbeitsstellen entgegennehmen. Dies sind 1.972 bzw. 78,6 Prozent mehr als im Januar 2012. Im Stellenpool der Agentur für Arbeit München befinden sich derzeit 9.672 Angebote, 981 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Februar 2011 ist dies ein Minus von 93 Stellen. Besonders viele offene Stellen konnten im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen eingeworben werden. "Die positive wirtschaftliche Entwicklung wird auch in der hohen Arbeitskräftenachfrage sehr deutlich. Ich bedanke mich bei allen Arbeitgebern, die ihre offenen Stellen bei uns melden und uns ihr Vertrauen entgegen bringen", so Becking abschließend.

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