Sonntag, 19. August 2018


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"Hervorragende Ausbildungschancen für Jugendliche - Besetzung der Ausbildungsplätze immer schwieriger"

Bilanz des Berufsberatungsjahres 2011/2012

München, (lifePR) - "Die Chancen im Berichtsjahr 2011/2012 waren für ausbildungsreife Jugendliche in der Region hervorragend; die Münchner Unternehmen fragten verstärkt Auszubildende nach, um ihren künftigen Fachkräftebedarf zu sichern. Dabei gibt es erneut deutlich mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als unversorgte Jugendliche", so fasst der kommissarische Leiter der Agentur für Arbeit München, Manfred Jäger, die heute veröffentlichte Bilanz zum Ausbildungsmarkt zusammen. Der Agenturchef erwartet eine anhaltende positive Entwicklung des Ausbildungsmarktes im letzten Quartal: "Die bisherigen Erfahrungen sprechen dafür, dass bis Jahresende eine große Anzahl der derzeit noch offenen Lehrstellen mit Auszubildenden besetzt werden kann. Wichtig ist nun die enge Kooperation und Zusammenarbeit aller Münchner Ausbildungsmarktpartner, um einen erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf zu ermöglichen und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden."

Der Agentur für Arbeit München wurden vom 01. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 10.833 Ausbildungsstellen gemeldet, das waren 68 oder 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Berichtsjahr 2010/2011 konnte die Agentur für Arbeit München 10.765 gemeldete Stellen verzeichnen.

Insgesamt suchten 6.420 Bewerber über die Agentur für Arbeit eine Lehrstelle, das waren 316 bzw. 5,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Unter den betreuten Jugendlichen hatten über 33 Prozent einen ausländischen Pass. Mit fast 40 Prozent wurde die Unterstützung besonders von Jugendlichen mit Hauptschulabschluss nachgefragt.

Zum Ende des Berichtsjahres am 30. September waren noch 1.423 Ausbildungsstellen unbesetzt, 376 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der unversorgten Bewerber ist mit 156 gering. Dennoch stehen sie im Fokus der Bemühungen in den nächsten Wochen.

Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen: 1.423
Zahl der unversorgten Bewerber: 156

"Etwas nachdenklich stimmt uns, dass zwischenzeitlich einige Betriebe ihre offenen Lehrstellen nicht mehr erfolgreich besetzen können. Oftmals gehen die Wünsche und Vorstellungen der Jugendlichen und der Arbeitgeber auseinander. Mir ist klar, dass die Unternehmen "den Premium-Bewerber" schlechthin möchten. Dies wird aber aufgrund der sinkenden Schülerzahlen immer schwieriger. Wir müssen uns deshalb ganz besonders einer Gruppe annehmen: die immer noch zu hohe Anzahl an Jugendlichen, die keine Ausbildungsreife besitzen - sei es wegen fehlender Schulabschlüsse oder mangelnder sozialer Kompetenzen. Gerade im Hinblick auf den hohen Bedarf an Fachkräften müssen wir alles daran setzen, auch diesen Jugendlichen den Weg in die Berufsausbildung zu ebnen", resümiert Jäger abschließend.

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