Freitag, 23. Februar 2018


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Ihr lernt nur für Euch, für niemand anderen

9. Klässler besuchen zur Berufsorientierung die Georg Fischer Gießerei Leipzig

Leipzig, (lifePR) - Die 25 Jungs waren schnell beeindruckt von der Arbeit und der außergewöhnlichen Umgebung. Der Geruch, die Geräusche, die Hitze - eine so ganz andere Atmosphäre als in einem Klassenzimmer. Das harte Metall, das erste Mal flüssig zu sehen, diese Bilder vergessen die Jungs nicht gleich wieder.

Die Schüler und ihre Direktorin Martina Schulz kommen von der 84. Mittelschule in Leipzig und sind Realschüler in der 9. Klasse. Zur Berufsorientierung waren sie mit ihrer Berufsberaterin Franka Jentzsch von der Arbeitsagentur Leipzig und der Arbeitgeberbetreuerin Susann Müller vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenters Leipzig im Leipziger Werk der schweizerischen Georg Fischer Gießerei.

"Es wird häufig bemängelt, die Schülerinnen und Schüler hätten zu wenige Vorstellungen von der Arbeitswelt und würden deshalb die falsche Berufswahl treffen. Wir tun mit diesen Betriebsbesuchen etwas dagegen. Arbeitsplätze hautnah zu erleben kann den entscheidenden Impuls für die Berufsentscheidung geben", so der Sprecher der Arbeitsagentur Leipzig Hermann Leistner.

Klaus Fritzsche, der Ausbildungsleiter des Werkes Leipzig, nahm sich viel Zeit, den Schülern die Arbeit in der Gießerei zu zeigen. Das Unternehmen bietet den interessanten Ausbildungsberuf Gießereimechaniker an dazu kommt, dass die Aussichten für einen zukunftssicheren Arbeitsplatz sehr groß sind. Die "Monstermaschinen", die die Arbeiter bedienen, beeindruckten alle Jungs schnell. Das ist schon eine Arbeit die Respekt verdient und die Männer sind stolz auf ihre Arbeit beschreibt Fritzsche den Berufsethos.

Die dreieinhalb jährige Berufsausbildung zum Gießereimechaniker erfolgt in Kooperation mit den Berufsschulen in Chemnitz und Freital sowie dem Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig GmbH. "Gutes Geld" verdient man schon im ersten Lehrjahr, mit 850 Euro brutto ist man dabei, im vierten Lehrjahr sind es dann schon 1000 Euro brutto. Toll ist auch, dass alle Führerscheine, die für die Ausbildung gebraucht werden, Bestandteil dieser sind. Aktuell lernen acht Azubis in der Gießerei. Für den Ausbildungsbeginn 2013 sollen bis zu vier Azubis eingestellt werden. Bewerbungen um die Ausbildungsplätze mit genauer Berufsbezeichnung sind ab Februar möglich. Bei der Entscheidung helfen soll auch ein drei bis viertägiges Schnupperpraktikum im Unternehmen.

"Wir müssen uns immer wieder um unseren Fachkräftenachwuchs bemühen. Die Möglichkeit für die qualifizierte Ausbildung ist einfach zu wenig bekannt, deshalb ist es für uns sehr wichtig, wenn Schulen und Arbeitsagentur solche Betriebsbesuche mit Schülern und Schülerinnen machen. Da bekommen wir Gelegenheit bei dem ein oder anderen das Feuer zu entfachen", freut sich Fritzsche.

"Ihr lernt nur für euch, nicht für eure Eltern, nicht für die Lehrerin und später nicht für euren Ausbilder. Deshalb setzt euch auf den Hosenboden, damit ihr nach der Schule erlernen könnt, was zu euch passt", ermahnt der Ausbildungsleiter zum Schluss seine jungen Zuhörer aus der Schule noch einmal. Nach eineinhalb Stunden waren die Jungs begeistert. "Daumen hoch - es war klasse"- war die einheitliche Meinung. Möglicherweise geht bei dem ein oder anderen das entfachte Feuer nie wieder aus und er steht in ein paar Jahren als stolzer Gießer in der riesigen Halle.

www.planet-beruf.de
www.ich-bin-gut.de
www.arbeitsagentur.de

Hintergrundinformationen zum Unternehmen:

Das Leipziger Werk der schweizerischen Georg-Fischer AG ist schwer im Geschäft. Auf Europas größter automatischen Formanlage produzieren 300 Mitarbeiter Gussteile mit Gewichten zwischen 100 und 1200kg. Diese finden ihren Einsatz in schweren Baumaschinen, in Forst- und Landtechnik, im Großmotorenbau, in Nutzfahrzeugen und im Windkraftanlagenbau. Die Gießerei ist für seine Kompetenz im Guss und als exzellenter Entwicklungspartner bekannt.

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