Montag, 23. Oktober 2017


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Über 60.000 pendeln für den Job

Chemnitz, (lifePR) - Mehr als 23.000 Chemnitzer und 38.000 Mittelsachsen pendeln für ihren Arbeitsplatz. In den letzten 10 Jahren stieg die Zahl der pendelnden Chemnitzer um 11 Prozent. In Mittelsachsen nahmen die Pendler mit 1,3 Prozent nur leicht zu.

Die Zahlen belegen das Bild, was wir alle täglich auf den Landstraßen und Autobahnen erleben. Mehr als 60.000 Menschen aus unserer näheren Umgebung pendeln für ihren Job. Der überwiegende Teil der mobilen Arbeitnehmer aus der Region bleibt allerdings Sachsen treu (rund 72 Prozent). So fahren die meisten Chemnitzer nach Zwickau und Mittelsachsen zur Arbeit und umgekehrt die Mittelsachsen überwiegend nach Chemnitz. Für die Pendler im Agenturbezirk Chemnitz sind außerdem Bayern (7,8 Prozent), Baden-Württemberg (3,7 Prozent) und Thüringen (3,6 Prozent) beruflich attraktiv. Nur ganz wenige zieht es hingegen nach Bremen oder ins Saarland.

Die Zahlen zeigen: Die Chemnitzer Region ist beruflich attraktiv. Die Pendlerströme konzentrieren sich stark auf die Stadt Chemnitz. Hier ist die Zahl der Einpendler (47.934) größer als die der Auspendler (23.347). Der Landkreis Mittelsachsen weist ebenfalls starke Pendlerverflechtungen auf, wobei die die Auspendler mit 38.301 deutlich über den Einpendlern (22.025) liegen.

Agenturchef Thomas Letixerant: "Stadt- oder Landkreisgrenzen kennt der Arbeitsmarkt nicht. Die Unternehmer legen Wert auf die Qualifikation der Beschäftigten, weniger auf den Wohnort. Für die Suche nach speziellen Fachleuten ist ein großräumiger Einzugsbereich nötig. Regionale Ungleichgewichte lassen sich dabei mit einem transparenten Arbeitsmarkt gut kompensieren. Es entspricht den grundlegenden Marktprinzipien, dass dieser überregionale Austausch stattfindet, beispielsweise mit Hilfe unseres Jobportals. Betriebe wollen die besten Fachkräfte und Fachkräfte wollen sich beruflich entwickeln. Letzteres ist in der Regel mit einem beruflichen Aufstieg und finanziellen Verbesserungen verbunden. Genau das ist oft Antrieb für die hohe Mobilität und Flexibilität der Pendler."

Die Pendleranalyse unterstreicht, welchen großen Einfluss das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage und das Zusammenpassen beruflicher Qualifikation auf die berufliche Mobilität haben. Mobilität ist in der modernen Arbeitswelt unverzichtbar geworden. Zugleich mehren sich aber die Anzeichen. dass die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitnehmern aus der Region nicht mehr in alle Branchen befriedigt werden kann. "Hier müssen", so Letixerant, "gemeinsam abgestimmte Handlungsstrategien entwickelt werden."

Einen wichtigen Schritt hat die Arbeitsagentur Chemnitz hierfür in der letzten Woche getan und externen Partnern, wie Kammern, Verbänden und Wirtschaftsförderung, aus der Region ein neues Analyseinstrument vorgestellt. "Der Arbeitsmarktmonitor unterstützt bei der Entwicklung von Strategien. Arbeitsmarktpolitische Instrumente lassen sich zielgenauer einsetzen, Arbeitsmarktpolitik besser mit Bildungsstrategien und Wirtschaftsförderung vernetzen", erklärt der Agenturchef.

Quelle: Pendlerbericht 2009 für die Agentur für Arbeit Chemnitz; Stichtag: 30.06.2009

Die Stichtagsergebnisse werden zunächst als vorläufige Ergebnisse zur Verfügung gestellt. Falls erforderlich erfolgt dann innerhalb des Zeitraums von drei Jahren nach dem Stichtag eine Berichtigung.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wird unterschieden nach Arbeitsort bzw. Wohnort. Der für den Pendlerbericht letzte verfügbare Stand ist der 30. Juni 2009. Danach gab es in Mittelsachsen 102.891 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Arbeitsort) bzw. 119.167 nach dem Wohnortprinzip. In der Stadt Chemnitz waren es nach Arbeitsort 104.752 und nach Wohnort 80.165 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

Als Pendler gelten Beschäftigte, deren Wohnort nicht mit dem Sitz des Beschäftigungsbetriebs übereinstimmt. Zum Stichtag werden die Beschäftigung anzeigenden Informationen aus dem Meldeverfahren zur Sozialversicherung von der Bundesagentur für Arbeit regional nach dem Arbeitsort über die Betriebsnummer und nach dem Wohnort über die Anschrift des Versicherten zugeordnet.

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