Freitag, 20. April 2018


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Positive Arbeitsmarktbilanz im letzten Jahr und optimistischer Ausblick auf 2018

Chemnitz, (lifePR) - Überblick
- 2017 waren im Jahresdurchschnitt 9.353 arbeitslose Frauen und Männer bei Arbeitsagentur und Jobcenter registriert. Das ist erneut der niedrigste Wert seit Beginn der aktuellen statistischen Aufzeichnungen. Im Vergleich zu 2016 waren letztes Jahr im Schnitt 1.030 Arbeitslose beziehungsweise 9,9 Prozent weniger gemeldet.
- Die Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2017 durchschnittlich 7,6 Prozent. Ein Jahr zuvor lag sich noch bei 8,4 Prozent und damit 0,8 Prozentpunkte höher.
- 2.372 freie Arbeitsstellen gab es im Schnitt 2017 in Chemnitz. Gegenüber 2016 sind das 213 Jobangebote weniger, ein Minus von 8,3 Prozent. 
- Zum letzten statistischen Stichtag im Sommer 2017 waren in Chemnitz insgesamt 115.677 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse registriert. Im Vorjahresvergleich sind das 2.353 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr, ein Plus von 2,1 Prozent.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Jugendliche unter 25 Jahre
Durchschnittlich 805 junge Menschen unter 25 Jahre waren im vergangenen Jahr als arbeitslos registriert. Gegenüber dem Vorjahr sind das 48 Jugendliche beziehungsweise 6,4 Prozent mehr.

„Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist auf die vermehrten Zugänge im Kontext von Flucht und Asyl zurückzuführen. Rund ein Drittel dieses Personenkreises ist unter 25 Jahre und daher ist die Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren angestiegen. Genau hier ist jedoch auch viel Potenzial für die Zukunft. Nach Spracherlernung sowie Aus- oder Weiterbildung können diese jungen Menschen für freie Arbeitsstellen vorbereitet werden. Das braucht Zeit, aber wir sehen erste Erfolge auf diesem Weg“, erläutert Angelika Hugel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Chemnitz.

Ältere Arbeitnehmer über 50 Jahre
3.261 Frauen und Männer ab 50 Jahre waren letztes Jahr im Durchschnitt bei Arbeitsagentur und Jobcenter arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zu 2016 sind das 503 ältere Arbeitslose weniger, ein Minus von 13,4 Prozent.

„Neben demografischen Aspekten liegt der Rückgang bei den älteren Arbeitslosen auch daran, dass diese Personengruppe ebenfalls von der hohen Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen profitiert“, konstatiert Angelika Hugel.

Langzeitarbeitslose Menschen
Im Jahr 2017 waren durchschnittlich 3.405 Frauen und Männer länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr sind das 855 Langzeitarbeitslose weniger, ein Rückgang von 20,1 Prozent.

„Es ist erfreulich, dass Langzeitarbeitslose zunehmend besser von der positiven Arbeitsmarktsituation profitieren können. Unternehmen sind auch weiterhin gut beraten, wenn sie diese Bewerber bei ihren Stellenbesetzungen berücksichtigen, denn sie bringen häufig viel Erfahrung mit und sind für einen Arbeitsbeginn sofort verfügbar“, so die Chefin der Chemnitzer Arbeitsagentur weiter.

Schwerbehinderte Menschen
Durchschnittlich 718 Schwerbehinderte oder ihnen Gleichgestellte waren letztes Jahr bei Arbeitsagentur und Jobcenter ohne Arbeit registriert. Im Vergleich zum Jahr 2016 sind das 52 Menschen mit Handicap weniger, ein Rückgang von 6,8 Prozent.

„Dass Menschen mit Handicap meist gut qualifiziert sind und ihre Einschränkungen häufig bei der Tätigkeit eine untergeordnete Rolle spielen, ist vielen Personalchefs bekannt. Hinzu kommt, dass die meisten von ihnen hochmotiviert sind, wenn sie einen Arbeitsvertrag erhalten. Unternehmen sollten daher auch in Zukunft diesen Bewerbern eine Chance geben, da hier noch ein nicht hinreichend genutztes Fachkräftepotenzial vorhanden ist“, appelliert Angelika Hugel.

Arbeitslos gemeldete Ausländer
Im Jahresdurchschnitt waren in Chemnitz 1.474 Ausländer arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Jahr 2016 sind das 110 Menschen mehr, ein Anstieg von 8,0 Prozent.

„Der Anteil der Ausländer an allen Arbeitslosen ist auf knapp 16 Prozent angestiegen. Das verdeutlicht, wie wichtig es ist, diese Menschen weiterhin in Sachen Sprache und Beruf zu qualifizieren. Dass dies Früchte trägt, zeigen die gestiegenen Integrationen in Arbeit von Menschen im Kontext von Flucht und Asyl in den letzten Monaten. Voraussetzung wird dafür jedoch bleiben, dass weiterhin entsprechende Förderung durch alle beteiligten Partner gewährt und vor allem das notwendige Zeitbudget eingeräumt wird“, sagt Agenturchefin Angelika Hugel.

Arbeitskräftenachfrage
Im gesamten Jahr 2017 wurden in Chemnitz 7.727 neue Stellenangebote durch den gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter registriert. Gegenüber dem Vorjahr sind das 1.005 Jobangebote beziehungsweise 11,5 Prozent weniger.

Der Stellenbestand lag im Jahresdurchschnitt des Jahres 2017 bei 2.372 Jobofferten. Das sind 213 Angebote weniger als im Jahr 2016, ein Minus von 8,3 Prozent.

„Mit sinkender Arbeitslosigkeit dauert es auch länger, die passenden Bewerber für die freien Stellen zu finden. In der Folge geht auch die Zahl der neuen Stellenangebote zurück. Mit im Schnitt knapp 2.400 freien Jobangeboten lag die Arbeitskräftenachfrage im letzten Jahr jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Unsere Experten vom Arbeitgeberservice stehen den Firmen gern beratend zur Seite und informieren zu Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten“, sagt Angelika Hugel.

Ausblick auf 2018
„Im Jahr 2018 rechnen wir mit einer stabilen und positiven Entwicklung des Ausbildungsund Arbeitsmarktes. Fach- und Arbeitskräfte werden weiterhin gefragt sein, auch der Bedarf an Bewerbern für Berufsausbildungsstellen bleibt hoch. Unser oberstes Ziel, Menschen in Arbeit oder Ausbildung zu bringen, bleibt für uns handlungsweisend. Wichtig ist dabei, den neuen Anforderungen der Arbeitswelt 4.0 durch die zunehmende Digitalisierung gerecht zu werden.

Unsere Aktivitäten richten wir individuell an den Bedürfnissen der einzelnen Personengruppen aus. Besonders im Fokus stehen dabei die Menschen, die einen erschwerten Zugang zum Arbeits- oder Ausbildungsmarkt haben. Dazu gehören Ältere, Langzeitarbeitslose, Zuwanderer, Menschen mit Handicap, Jugendliche ohne Abschluss, aber auch alle anderen, die multiple Vermittlungshemmnisse haben. Uns steht ein umfangreiches Portfolio an Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Die berufliche Weiterbildung liegt uns dabei besonders am Herzen. Denn eine gute Qualifikation verbessert bei Arbeitslosen die Vermittlungschancen und bei Beschäftigten sichert diese den Arbeitsplatz. Bei Bedarf können auch mehrere Förderungen notwendig sein. Es ist wirtschaftlicher, in die Prävention zu investieren, als langwierig mögliche Spätfolgen zu beheben, denn kein Mensch darf uns verloren gehen. Die allerbeste berufliche Vorsorge ist die Absolvierung einer Ausbildung oder eines Studiums. Mit dem Know-how unserer Jugendberufsagentur – das Haus der Jugend – setzen wir auch hier im Jahr 2018 an, um noch frühzeitiger und marktgerechter Berufsorientierung zu praktizieren. Mit gebündelten Kräften und abgestimmten Prozessen haben die Jugendlichen hier eine Anlaufstelle und finden alles in Sachen Arbeit und Beruf unter einem Dach.

So passt es auch, dass gleich zu Jahresbeginn, am 27. Januar, die Arbeitsagentur gemeinsam mit Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer den gemeinsamen Tag der Bildung in Chemnitz ausrichtet. Alle drei Häuser öffnen an diesem Tag von 10 bis 15 Uhr ihre Türen und Aussteller aus allen beruflichen Bereichen präsentieren ihre Ausbildungsangebote. Überall wird es Mitmach-Angebote geben sowie weitere Highlights rund um die Berufswelt“, sagt Angelika Hugel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Chemnitz.

 

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