Montag, 18. Dezember 2017


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Milde Witterung verhindert Anstieg der Arbeitslosigk

Der sächsische Arbeitsmarkt im Februar 2015

Chemnitz, (lifePR) - Im Februar blieb die Arbeitslosigkeit etwa auf dem Niveau vom Januar. Im Vergleich zum Vorjahr entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiter positiv. Mit einer Arbeitslosenquote von 9,4 Prozent waren in Sachsen insgesamt 198.200 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, etwa so viele wie im Januar. Im Vergleich zum Februar 2014 sind rund 15.800 weniger Menschen in den Arbeitsagenturen und Jobcentern arbeitslos gemeldet. Damals lag die Arbeitslosenquote noch im zweistelligen Bereich (10,1 Prozent).

"Der sächsische Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Die Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosenquote blieben im Februar auf dem Niveau vom Januar. Der für den Monat Februar übliche Anstieg ist auf Grund der milden Witterung ausgeblieben. Denn es haben sich deutlich weniger Menschen aus den typischen Saisonberufen arbeitslos melden müssen. In der Folge könnte in den kommenden Monaten die Frühjahresbelebung leicht geringer ausfallenden. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres sind in Arbeitsagenturen und Jobcentern weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Auch die Einstellungsbereitschaft der sächsischen Unternehmen nimmt in einem jahreszeitlich üblichen Niveau wieder zu. Insgesamt sind die Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt recht gut und lassen auf die kommenden Monate optimistisch blicken", sagte Dr. Klaus Schuberth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitslosenzahl im Februar: 198.203
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (198.275): -72 oder 0,0 Prozent
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (214.022): -15.819 oder -7,4 Prozent
Arbeitslosenquote im Februar: 9,4 Prozent

Arbeitslosigkeit

Im Februar waren in Sachsen 198.203 Menschen arbeitslos gemeldet, 72 weniger als im Januar. Damit befindet sich die Arbeitslosigkeit etwa auf Vormonatsniveau. Saisonale Freisetzungen, die in den vergangenen Jahren zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt haben, sind auf Grund der recht milden Witterung in diesem Winter geringer ausgefallen als damals. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 15.819 Menschen weniger arbeitslos.

Blendet man die jahreszeitlichen Einflüsse aus, entwickelt sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat weiter positiv. Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit liegt mit aktuell 178.000 Menschen um 2.000 unter dem Wert vom Januar.

Von den 198.203 arbeitslosen Frauen und Männern wurden 30,9 Prozent (61.271) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 69,1 Prozent (136.932) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind in den Arbeitsagenturen weniger und in den Jobcentern mehr Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind in beiden Einrichtungen weniger gemeldet.

Die Arbeitslosenquote belief sich im Februar unverändert auf 9,4 Prozent und ist damit in einem Februar erstmals im einstelligen Bereich. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Quote um 0,7 Prozentpunkte. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung lag sie bei 2,9 und im Bereich der Grundsicherung bei 6,5 Prozent.

Beschäftigung

Im Dezember 2014 waren in Sachsen nach ersten Hochrechnungen rund 1,519 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Zuwachs von 23.000 hält der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr an und liegt bei aktuell 1,5 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Verarbeitenden Gewerbe (plus 5.100) vor allem im Bereich der Metall und Elektroindustrie (plus 4.700). Auch in der Zeitarbeit (plus 4.500), im Bereich der Immobilien und freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (plus 3.500), in der wirtschaftlichen Dienstleistung (plus 2.900) sowie im Bereich Verkehr und Lagerei (plus 2.800) sind mehr Menschen beschäftigt als noch vor einem Jahr. Einen kräftigen Beschäftigungsaufbau gab es weiterhin im Gesundheitswesen (plus 2.500), im Gastgewerbe (plus 1.800) sowie im Bereich Heime und Sozialwesen (plus 1.500). Im Handel, der Instandhaltung und Reparatur von Kfz sind 1.300 Menschen mehr beschäftigt als im Dezember 2013.

Arbeitskräftenachfrage

Aktuell sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 24.633 freie Stellen gemeldet. Damit liegt die Arbeitskräftenachfragte um 1.554 Stellen über dem Niveau des Vormonats und um 3.852 Stellen über dem des Vorjahres.

Allein im Februar haben sächsische Betriebe insgesamt 8.875 freie Stellen gemeldet. Das ist im Vergleich zum Vormonat ein deutlicher Zuwachs um fast 30 Prozent (plus 1.978). Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm die Zahl der neu gemeldeten Stellen um 539 Stellen ab.

Die meisten freien Stellen meldeten im Februar die Arbeitgeber aus der Zeitarbeit (2.765). Einen hohen Bedarf haben daneben Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe (1.019), dem Gesundheits- und Sozialwesen (930), dem Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (693) und dem Gastgewerbe (622).

In der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit sind fast 860.000 freie Stellen veröffentlicht und können mit der Smartphone-App der Bundesagentur für Arbeit abgerufen werden.

Unterbeschäftigung

Im Februar 2015 haben nach ersten Hochrechnungen rund 51.600 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, z.B. Weiterbildungen, Praktika in Betrieben und Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten, teilgenommen oder standen aus anderen Gründen (zum Beispiel Krankheit) dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Damit liegt die Zahl der Menschen, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, um rund 7.400 unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Unterbeschäftigung - die Summe aus Arbeitslosen und Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen - belief sich insgesamt auf 249.826 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Februar 2014 um rund 23.200 oder 8,5 Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 79,3 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt die Unterbeschäftigungsquote im Februar weiter bei 11,5 Prozent.

Fachkräftesicherung

"Der sächsische Arbeitsmarkt ist robust und aufnahmefähig. Aktuell sind viele freie Stellen in den Arbeitsagenturen und gemeinsamen Jobcentern gemeldet. Jedoch suchen Betriebe häufig gut ausgebildete Fachkräfte. Nicht alle Arbeitslosen erfüllen die Kriterien und Wünsche der Betriebe. Deshalb setzen wir bei der Vermittlung von Menschen in den ersten Arbeitsmarkt weiter auf eine individuelle und marktnahe Qualifizierung", sagte Schuberth.

Hierbei sind die Möglichkeiten der Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit recht groß. Von der betrieblichen Einzelumschulung, über kurzzeitige Qualifizierungen bis hin zum Erwerb von neuen Kenntnissen durch Teilqualifikationen.

"Wir wollen helfen Fachkräfte für die sächsischen Unternehmen zu sichern. Menschen, die bisher von der guten Arbeitsmarktentwicklung weniger profitieren konnten, erhalten eine zusätzliche Chance auf Bildung und damit auch auf Arbeit", sagte Schuberth abschließend.

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