Bilanz 2019: Arbeitslosigkeit in Chemnitz erreicht neuen Tiefstand

#ArbeitsmarktChemnitz - Jahresbilanz: Der Chemnitzer Arbeitsmarkt 2019

(lifePR) ( Chemnitz, )
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- 2019 waren im Jahresdurchschnitt 8.099 Frauen und Männer in Chemnitz arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zu 2018 ist das ein Rückgang um 886 Personen bzw. 9,9 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Erfassung der Arbeitslosenstatistik.
- Die Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2019 durchschnittlich 6,5 Prozent. Ein Jahr zuvor lag sie noch bei 7,2 Prozent. Sie reduzierte sich damit um 0,7 Prozentpunkte.
- Auch Personengruppen, die es sonst schwerer haben, profitierten von der Arbeitsmarktlage. Der Anteil Langzeitarbeitsloser sank um 468 Personen (minus 15,1 Prozent). Die Anzahl älterer Arbeitsloser (Ü50) reduzierte sich um 382 (minus 12,1 Prozent).
- 2.112 freie Arbeitsstellen gab es im Schnitt in Chemnitz. Gegenüber 2018 sind das 341 Jobangebote weniger (minus 13,9 Prozent).

Der Chemnitzer Arbeitsmarkt zeigte sich 2019 robust. Mit durchschnittlich 8.099 Arbeitslosen und einer Quote von 6,5 Prozent ist ein historischer Tiefstand erreicht. Vor zehn Jahren war der Bestand an Arbeitslosen doppelt so hoch.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den vergangenen 10 Jahren

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Jugendliche unter 25 Jahre
Durchschnittlich 828 junge Menschen waren im vergangenen Jahr als arbeitslos registriert. Gegenüber dem Vorjahr sind das 33 Jugendliche bzw. 3,8 Prozent weniger.

Ältere Arbeitnehmer über 50 Jahre
2.761 Frauen und Männer über 50 Jahre waren 2019 im Durchschnitt bei Arbeitsagentur und Jobcenter arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zu 2018 sind das 382 weniger und ein Minus von 12,1 Prozent. Insgesamt liegt der Anteil an allen Arbeitslosen bei 34,1 Prozent. Jeder dritte Arbeitslose ist älter als 50 Jahre.

Mehr Männer als Frauen arbeitslos
58,1 Prozent aller Arbeitsloser sind Männer. Der Anteil der Frauen beträgt 41,9 Prozent.  Bei den Frauen verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 428 Personen (minus 11,2 Prozent). Bei den Männern reduzierte sie sich um 458 Personen und 8,9 Prozent. Damit sind in Chemnitz 3.393 Frauen und 4.706 Männer arbeitslos gemeldet. 

Langzeitarbeitslose Menschen
2019 waren durchschnittlich 2.622 Frauen und Männer länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr sind das 468 Langzeitarbeitslose weniger, ein Rückgang von 15,1 Prozent.

Schwerbehinderte Menschen
Durchschnittlich 602 Schwerbehinderte oder ihnen Gleichgestellte waren letztes Jahr bei Arbeitsagentur und Jobcenter ohne Arbeit registriert. Im Vergleich zum Jahr 2018 sind das 104 bzw. 14,7 Prozent weniger.

Arbeitslos gemeldete Ausländer
Im Jahresdurchschnitt waren in Chemnitz 1.662 Ausländer arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr sind das 24 Menschen weniger, ein Rückgang von 1,4 Prozent.

„Förderung und Qualifizierung bleiben unverändert eine der wichtigsten Aufgabe. Unterstützungsangebote werden weiterhin von Arbeitsagentur und Jobcenter offensiv angeboten. Integration funktioniert am besten über Ausbildung, Arbeit und Teilhabe am Leben. Die Jobaufnahme kann in vielen Fällen nicht sofort erfolgen, aber die Investition in die Menschen lohnt sich. Betriebe und Bewerber müssen sich begegnen und Potenziale für die Chemnitzer Wirtschaft müssen gehalten werden. Um Unternehmen sowie auch ausländischen Arbeitnehmern den Weg in den Beruf zu erleichtern, gibt es neben Leipzig und Dresden nun auch in Chemnitz das „Fachinformationszentrum Zuwanderung“. Es unterstützt Unternehmen bei der Gewinnung, Integration und Bindung ausländischer Arbeitnehmer. Außerdem ist es zentrale Anlaufstelle für Zugewanderte, die auf dem Chemnitzer Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen. In enger Zusammenarbeit mit Jobcenter, Arbeitsagentur und Stadt ist hier eine Anlaufstelle geschaffen worden, die allumfassend zu den Themen Arbeitsmarkt und Zuwanderung berät und vermittelt. Wir erwarten, Hürden und Unsicherheiten mit dieser Institution noch stärker abbauen zu können.“, äußert Angelika Hugel, Chefin der Arbeitsagentur Chemnitz.

Arbeitskräftenachfrage
2019 wurden in Chemnitz 6.985 neue Stellenangebote durch den gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter registriert. Gegenüber dem Vorjahr sind das 159 Jobangebote bzw. 2,2 Prozent weniger.

Der Stellenbestand lag im Jahresdurchschnitt bei 2.112 Angeboten.

Ausblick 2020
„Für das Jahr 2020 prognostiziert das IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) der Stadt Chemnitz einen Zuwachs um rund 500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und im Jahresdurchschnitt einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit um rund ein Prozent.

Es gibt aktuell Fachkräfteengpässe in vielen Berufen und der regionale Fachkräftebedarf ist hoch. Bedarfe gibt es vor allem in der Pflege, im Handwerk, im Dienstleistungs-Sektor und der IT. Zudem werden in den kommenden Jahren mehr und mehr Menschen aus geburtenstarken Jahrgängen in den Ruhestand gehen, was zusätzlich Ersatzbedarfe auslöst.

Die Arbeitsagentur reagiert auf die Änderungen, die sich in der Arbeitswelt vollziehen und investiert mehr in die Qualifikation und Umschulung von Beschäftigten in den Unternehmen.

Insbesondere das Qualifizierungschancengesetz bietet attraktive Möglichkeiten für die Qualifizierung von Mitarbeitern. Neu ist, dass Weiterbildungen für alle Beschäftigten bezahlt werden können, deren berufliche Tätigkeiten durch Technologien ersetzt oder vom Strukturwandel bedroht werden. Dabei berät die Arbeitsagentur sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer zu Möglichkeiten, beschäftigungsfähig zu bleiben und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Gefördert wird unabhängig von Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße. So kann zum Beispiel der Kfz-Mechatroniker, der künftig auch Elektrofahrzeuge repariert oder der Handwerker, der Smart-Home-Geräte installiert bei seiner Umschulung bzw. Weiterbildung gefördert werden“, erläutert Angelika Hugel, Chefin der Arbeitsagentur Chemnitz.
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