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Beschäftigungsquote der Frauen steigt in Sachsen weiter - bundesweit höchstes Niveau

Internationaler Frauentag - 8. März 2015

Chemnitz, (lifePR) - Aktuell leben 1,24 Millionen Frauen zwischen 15 und 64 Jahren in Sachsen. Fast sechzig Prozent davon gehen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Damit liegt die Beschäftigungsquote der Frauen bei 59,9 Prozent und erreicht das höchste Niveau seit über zehn Jahren. Im bundesweiten Vergleich steht Sachsen damit weiter auf dem ersten Platz!

„In Sachsen liegt die Beschäftigungsquote der Frauen mit 59,9 Prozent im bundesweiten Vergleich am höchsten. In den vergangenen zehn Jahren ist sie in Sachsen um 12,8 Prozentpunkte und damit bundesweit am kräftigsten gestiegen.“, sagte Dr. Klaus Schuberth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, anlässlich des bevorstehenden Frauentags.

Im Jahr 2014 sind 744.165 Frauen aus Sachsen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen. Bezogen auf alle Frauen im erwerbsfähigen Alter liegt die Beschäftigungsquote bei 59,9 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2013 ist die Beschäftigungsquote um einen Prozentpunkt gestiegen und im Zehnjahresvergleich um fast dreizehn Prozentpunkte.

Zurückzuführen ist dieser Anstieg auf die positive Arbeitsmarktentwicklung und die dadurch steigende Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen. Grundlage dafür war die gute konjunkturelle Situation und stabile Binnennachfrage, die letztendlich die Jobchancen für sächsische Frauen verbessert haben.

Im Vergleich aller Bundesländer liegt Sachsen mit der Frauen-Beschäftigungsquote von 59,9 Prozent auf Platz eins. Gefolgt von Thüringen (58,9 Prozent), Brandenburg (58,6 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (57,9 Prozent), Sachsen-Anhalt (57,3 Prozent) und Bayern als erstes westdeutsches Bundesland (57,3 Prozent). Die geringsten Beschäftigungsquoten von Frauen gibt es in Bremen (47,0 Prozent), dem Saarland (47,6 Prozent) und in Nordrhein-Westfalen (47,7). Im bundesweiten Durchschnitt liegt die Beschäftigungsquote der Frauen bei 52,1 Prozent.

„Ein Grund für die hohe Beschäftigungsquote im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt liegt vor allem an der traditionell hohen Erwerbsneigung der sächsischen Frauen“, so Schuberth.

Innerhalb Sachsens – auf Landkreisebene – sind die Beschäftigungsquoten der Frauen über dem bundesweiten Durchschnitt. Die höchsten Beschäftigungsquoten gibt es in der Sächsischen-Schweiz-Osterzgebirge (64,3 Prozent), im Landkreis Leipzig (62,2 Prozent), in Mittelsachsen (61,7 Prozent) und in Nordsachsen (61,4 Prozent). Die geringsten Beschäftigungsquoten sind im Landkreis Görlitz (56,7 Prozent) und den kreisfreien Städten Leipzig (57,3 Prozent) und Chemnitz (57,8 Prozent) zu verzeichnen.

Aktuell arbeiten 44 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen nicht in Vollzeit, denn die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird flexibler. Am Arbeitsmarkt existieren neben der dominierenden Vollzeittätigkeit zahlreiche Arbeitszeitmodelle, die eine Beschäftigung in Teilzeit ermöglichen. Vom klassischen Halbtagsjob bis hin zu Menschen, die „vollzeitnah“, zum Beispiel 32 Stunden an vier Tagen die Woche arbeiten.

„Frauen sind häufiger teilzeitbeschäftigt als Männer. Sie entscheiden sich meist wegen der Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Personen oder wegen weiteren persönlichen oder familiären Verpflichtungen für eine Teilzeitbeschäftigung“, sagte Schuberth.

Teilzeit bedeutet nicht: „Arbeiten nur am Vormittag“. Unter Teilzeitbeschäftigung werden alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse aufgeführt, die nicht Vollzeit entsprechen. Dabei zählt die übliche betriebliche Wochenarbeitszeit. Bereits eine Abweichung von einer Stunde lässt Arbeitsverhältnisse in der Statistik als Teilzeit zählen.

„Auf der einen Seite unterliegt die Gesellschaft und Arbeitswelt einem ständigen Wandel. Auf der anderen gibt es immer noch die traditionellen Rollenmuster. Angefangen bei der Berufs¬wahl bis hin zur Entscheidung, wer ein Unternehmen oder ein Team führt. Hier ist aus meiner Sicht ein Umdenken erforderlich. In allen Arbeitsagenturen und Jobcentern gibt es speziell ausgebildete Beraterinnen für das Thema Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Diese Beauftragten beraten arbeitsuchende Frauen bei der Jobsuche, helfen Müttern beim Wiedereinstieg in den Beruf und unterstützen Unternehmen um individuelle Wege der Beschäftigung von Frauen zu schaffen“, sagte Schuberth abschließend.

Grafiken:

Ländervergleich:

Entwicklung der Beschäftigungsquote in Sachsen:

Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen

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