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Pressemitteilung BoxID: 610341 (Agentur für Arbeit Chemnitz)
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Arbeitslosenquote sinkt auf bisher geringsten Stand

(lifePR) (Chemnitz, ) Von Juli auf August ist die Zahl der arbeitslosen Menschen um 3.900 gesunken. Mit einer Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent waren im August in Sachsen insgesamt 151.000 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum August vergangenen Jahres suchen aktuell 16.900 weniger Menschen nach einer neuen Beschäftigung.

„Zurückzuführen ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Zuge der auslaufenden Sommerpause, auf den aufnahmefähigen Arbeitsmarkt und auf den Ausbildungs- und Schulbeginn. Selbst die leicht steigende Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge ändert nichts an dieser guten Entwicklung. Im Vergleich zum Vorjahr entwickelt sich der Arbeitsmarkt insgesamt sehr positiv. Es sind deutlich weniger Menschen arbeitslos gemeldet, mehr Menschen gehen einer Beschäftigung in Sachsen nach und  die Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber erreicht einen neuen Höchststand – ein Zeichen für gute Chancen am Arbeitsmarkt. Wichtig ist, dass Langzeitarbeitslose, Menschen mit Handicap und ältere Arbeitnehmer von der anhaltenden Belebung am Arbeitsmarkt mehr als bisher profitieren. Ich gehe auch in den kommenden Monaten – mit beginnender Herbstbelebung – von einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit aus“, sagte Dr. Regine Schmalhorst, Vizechefin und Geschäftsführerin der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitslosenzahl im August:  150.957
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (154.811): -3.854 oder -2,5 Prozent
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (167.809):  -16.852 oder -10,0 Prozent
Arbeitslosenquote im August (August 2015: 7,9 Prozent):  7,1 Prozent

Arbeitslosigkeit und geflüchtete Menschen

Die Arbeitslosigkeit ist im Monatsverlauf gesunken. Insgesamt waren im August in Sachsen 150.957 Menschen arbeitslos gemeldet, 3.854 weniger als im Juli 2016 (minus 2,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 16.852 Menschen weniger arbeitslos (minus zehn Prozent). Die Arbeitslosenquote belief sich im August auf 7,1 Prozent und lag damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatsniveau. Im Bereich der Arbeitsagenturen lag die Arbeitslosenquote bei 1,8 und im Bereich der Jobcenter bei 5,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote ausländischen Staatsbürger stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 25,7 Prozent.

Seit Juni 2016 werden geflüchtete Menschen auch in der Arbeitslosenstatistik ausgewiesen. Bisher war das nur näherungsweise durch die Berichterstattung über Staatsangehörige aus den wichtigsten Asylherkunftsländern möglich.

Von Juli auf August ist die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge um 275 auf 6.174 Menschen gestiegen. Davon sind 4.647 anerkannte Schutzberechtigte (75,3 Prozent), die durch die Jobcenter betreut werden. Weitere 1.4247 Asylbewerber (23 Prozent) sowie 103 geduldete Ausländer (1,7 Prozent) werden durch die Arbeitsagenturen betreut. Damit liegt der Anteil der arbeitslosen Flüchtlinge an allen Arbeitslosen bei 4,1 Prozent.

Von den 6.174 arbeitslosen Flüchtlingen kommen unter anderem 3.776 aus Syrien (61,2 Prozent), 462 aus dem Irak (7,5 Prozent), 414 aus Afghanistan (6,7 Prozent) und 283 aus Eritrea (4,6 Prozent).

Weitere Auswertungen zu Flüchtlingen in der Förder-, Grundsicherungs- und Ausbildungsmarktstatistik werden voraussichtlich im Herbst erstellt.

Beschäftigung

Nach ersten Hochrechnungen waren in Sachsen im Juni 2016 rund 1,554 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind 23.700 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse entstanden. Damit liegt der Beschäftigungsanstieg bei 1,5 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungszuwachs gab es im Sozialwesen (plus 5.500), im Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen (plus 3.900) sowie in der Verkehrs- und Logistikbranche (plus 3.800). Auch in den Bereichen der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistung (plus 3.100), im Handel (plus 2.100) und im Gesundheitswesen (plus 1.900) sind mehr Menschen beschäftigt als noch vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage

Aktuell sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 33.310 freie Stellen gemeldet. Damit lag die Arbeitskräftenachfrage im August über dem Niveau des Vormonats (plus 686 oder plus 2,1 Prozent) und um 4.323 Stellen über dem des Vorjahres (plus 14,9 Prozent).

Die meisten freien Stellen sind im Bereich der Zeitarbeit (11.994), im Verarbeitenden Gewerbe (3.848), im Gesundheits- und Sozialwesen (2.909), im Handel (2.708), im Baugewerbe (2.349), im Gastgewerbe (1.504) und im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistung (1.325) zu besetzen.

Allein im August haben die sächsischen Unternehmen insgesamt 10.062 freie Stellen gemeldet. Das ist im Vergleich zum Vormonat ein Anstieg um 477 (plus fünf Prozent). Im Vergleich zum August vor einem Jahr ist die Zahl der neu gemeldeten Stellen um 46 (minus 0,5 Prozent) gesunken. Die meisten neuen Stellen wurden im August von den Unternehmen aus der Zeitarbeit (3.925), dem Verarbeitenden Gewerbe (1.018), dem Handel (971), dem Gesundheits- und Sozialwesen (845), dem Baugewerbe (464) und aus der Gastronomie (404) gemeldet.

Diese und viele andere freien Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden. In der Jobbörse sind aktuell über 62.000 freie Stellen von sächsischen Unternehmen veröffentlicht.

Unterbeschäftigung

Im August 2016 haben nach ersten Hochrechnungen rund 51.100 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, z.B. Weiterbildungen, Praktika in Betrieben und Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten, teilgenommen oder standen aus anderen Gründen (zum Beispiel Krankheit) der Vermittlung nicht zur Verfügung. Damit liegt die Zahl der Menschen, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, um rund 300 über dem Niveau des Vormonats und um rund 1.200 über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Unterbeschäftigung – die Summe aus Arbeitslosen und Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen – belief sich insgesamt auf 202.058 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum August 2015 um 15.609 oder 7,2 Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 74,7 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt die Unterbeschäftigungsquote im August mit 9,4 Prozent weiter im einstelligen Bereich.

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