Mittwoch, 18. Oktober 2017


  • Pressemitteilung BoxID 196620

73 Lehrstellen bleiben unbesetzt

Bilanz zur Lage am Ausbildungsmarkt 2010

Chemnitz, (lifePR) - .
- 17,5 Prozent weniger Lehrstellenbewerber, aber 5 Prozent mehr betriebliche Ausbildungsplätze als im Vorjahr
- 28 Jugendliche noch nicht versorgt bei 73 unbesetzten Stellen
- Schulabgängerzahlen in den letzten 10 Jahren halbiert
- Bewerber mit Hauptschulabschluss nehmen anteilig zu
- Jugend-Alter-Relation: nur 44 junge kommen auf 100 ältere Menschen
- Für 2011 schon jetzt über 1.000 freie Ausbildungsplätze

Lehrstellenmangel? Das war einmal. Das neue Ausbildungsjahr hat längst begonnen, aber noch immer sind allein im Agenturbezirk Chemnitz 73 Lehrstellen unbesetzt. Der Ausbildungsmarkt hat sich von den wirtschaftlichen Problemen des vergangenen Jahres nicht beeindrucken lassen. Im Gegenteil: die Relation von Stellen und Bewerbern verschiebt sich aufgrund der demografischen Entwicklung zugunsten der Jugendlichen. So entfällt rechnerisch auf einen Lehrstellenbewerber etwas mehr als ein Ausbildungsplatz (1,1). In der Stadt Chemnitz ist das Verhältnis mit 1,4 Stellen pro Bewerber im Agenturbezirk am günstigsten. 73 Ausbildungsplätze blieben unbesetzt. Die Zahl der Bewerber ging weiter stark zurück. Waren vor fünf Jahren noch 6.332 Jugendliche gemeldet, so verringerte sich ihre Zahl in diesem Jahr auf 2.575. 28 Mädchen und Jungen sind derzeit noch auf der Suche. Sie kommen überwiegend aus der Stadt Chemnitz (18).

"Der Blick auf den Ausbildungsmarkt zeigt ein völlig neues Bild. Das Lehrstellenangebot ist so gut wie nie zuvor in der Region. Wir konnten 2010 viel stärker auf betriebliche Ausbildung ohne Förderung setzen. Erstmals gab es mehr Ausbildungsplätze im Angebot als Bewerber", beschreibt Agenturchef Thomas Letixerant die Entwicklung. Noch vor Jahren hätte eine solche Bilanz ausschließlich freudig gestimmt. Inzwischen ist klar: die Veränderungen stellen Unternehmen und Arbeitsagentur vor ganz neue Herausforderungen. Vor den demografischen Risiken wird nicht mehr länger nur gewarnt - die Entwicklung ist jetzt spürbar. Im Agenturbezirk hat sich die Zahl der Schulabgänger in den letzten zehn Jahren halbiert. Deutlich steigende Zahlen sind auch in den nächsten zehn Jahren nicht zu erwarten (vgl. Abb.4). Zudem gibt es anteilig mehr Bewerber mit Hauptschulabschluss als früher. "In unserer Region kommen auf 100 ältere Menschen nur noch 44 junge Leute. Eine alarmierende Diskrepanz, die in vielerlei Hinsicht zum Umdenken zwingt. Die Ansprüche an künftige Azubis sind aber nach wie vor sehr hoch. Beklagt wird die Qualität der Bewerber, Grundkenntnisse in verschiedenen Fächern, aber auch Verantwortungsbewusstsein, Pünktlichkeit und Engagement. Wir setzen daher im nächsten Jahr weiter auf wirtschaftsnahe Berufsorientierung, intensive Arbeitgeberberatung sowie innovative Aktionstage. Es lohnt sich dabei, einiges auf den Prüfstand zu stellen. 2011 fällt beispielsweise die Förderung von Ausbildungsplätzen über die Gemeinschaftsinitiative Sachsen weg. Jugendliche, die den Sprung in Ausbildung nicht ohne Hilfen schaffen, werden wir dann stärker mit Einstiegsqualifizierung oder Stützunterricht direkt in die Betriebe vermitteln", kündigt Letixerant an.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

25. Oktober, 17:30 Uhr: "Klimaschutzkonzept für die Hochschule Bremen"

, Bildung & Karriere, Hochschule Bremen

Mit dem Vortrag „Klimaschutzkonzept der Hochschule Bremen“ startet am Mittwoch, dem 25. Oktober 2017, um 17:30 Uhr die öffentliche Ringvorlesung...

Deutsche Versicherungsakademie (DVA) präsentiert das Jahresprogramm 2018

, Bildung & Karriere, Deutsche Versicherungsakademie GmbH

Die Deutsche Versicherungsakademi­e (DVA) präsentiert das Bildungsprogramm 2018 mit mehr als 250 Seminaren, Lehrgängen und Tagungen für Fach-...

"BACKGROUND 2017": Öffentliche Vorlesungsreihe zu verschiedenen Architekturthemen startet am 24. Oktober 2017, 13 Uhr

, Bildung & Karriere, Hochschule Bremen

Am 24. Oktober 2017 startet unter dem Titel „BACKGROUND 2017“ eine Serie von fünf öffentlichen Vorlesungen zur Mittagszeit („Lunch Lectures“)...

Disclaimer