Mittwoch, 18. Juli 2018


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Trotz lauter Bäume den Wald noch sehen

Philipp Freiherr zu Guttenberg forderte auf der Mitgliederversammlung des Zentralverbands der Europäischen Waldbesitzer (CEPF) eine kohärentere und konstruktivere Forstpolitik der Europäischen Union (EU)

Düsseldorf, (lifePR) - .
- In Brüssel trafen sich 150 Repräsentanten der europäischen Waldbesitzerverbände und Vertreter der EU-Organe.
- CEPF-Vizepräsident Philipp Freiherr zu Guttenberg mahnte an, eine wirkungsvolle Strategie zur Weiterentwicklung der europäischen Forstwirtschaft im globalen Wettbewerb zu entwerfen.
- CEPF-Generalsekretär Aljoscha Requardt lobte die Prinzipien und Werte, die die EU-Kommission ihrer neuen EU-Forststrategie zugrunde legt.

Am 10. Dezember veranstaltete der Zentralverband der Europäischen Waldbesitzerverbände (CEPF), der als Dachorganisation die Interessen von rund 16 Millionen privaten Waldbesitzern in 25 Ländern vertritt, in der Académie royale de Belgique seinen Mitgliedertag 2014. Über 150 Repräsentanten aus den nationalen Mitgliederverbänden sowie aus dem Parlament und der Kommission der Europäischen Union (EU)

tauschten sich dabei über die für die Forstwirtschaft relevanten Themen und Entwicklungen auf EUEbene und in den Mitgliedsländern aus. In seiner Begrüßungsrede warnte der Vizepräsident der CEPF und Präsident des deutschen Dachverbandes AGDW - Die Waldeigentümer davor, angesichts der vielen Einzelthemen nicht den Blick für eine Gesamtstrategie zu verlieren: "Wir müssen den Forstsektor in Europa insgesamt entscheidend weiter vorantreiben, ohne dabei das Subsidiaritätsprinzip zu unterlaufen."

Die Grundprinzipien stimmen

Auch der CEPF-Generalsekretär Aljoscha Requardt stellte fest, dass verlässliche institutionelle Rahmenbedingungen und eine kohärente EU-Forstpolitik nötig, aber bislang erst in Grundrissen erkennbar seien. Allerdings könne man schon festhalten, dass die 2013 von der EU-Kommission neu formulierte EUForststrategie eine gute und richtige Basis bietet, da sie sich zu den zentralen Werten der Forstwirtschaft bekennt, allen voran zur Multifunktionalität der Wälder, zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung und zu marktwirtschaftlichen Prinzipien.

Als einer der vielen Vertreter aus dem europäischen Parlament sprach neben Ulrike Müller (Schwaben) der tschechische EU-Parlamentsabgeordnete Pavel Poc in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Umweltausschusses. Er forderte eine verstärkte Mobilisierung der EUHolzreserven. Das habe sowohl aus Gründen des Klimaschutzes als auch aufgrund der Nachfrage der Industrie nach Holz als einem nachhaltig produzierten und erneuerbarem Material eine vorrangige Bedeutung. Poc: "Um diese gewünschte Mobilisierung zu erreichen, muss Europas Politik mehr auf die privaten Waldbesitzer hören, die rund 60 Prozent der Wälder unseres Kontinents bewirtschaften."

Philipp Freiherr zu Guttenberg zog ein positives Fazit des CEPFMitgliedertages 2014: "Insgesamt hat der CEPFMitgliedertag einen weiteren wichtigen Anstoß gegeben, um eine europäische Gesamtstrategie zu finden und die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Ebenen der Forstwirtschaft wiederzubeleben. Daher meine Botschaft aus Brüssel: Lasst uns weiter miteinander sprechen und nicht nur übereinander!"

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V.

AGDW - Die Waldeigentümer vertritt als Dachverband für 13 Landesverbände die Interessen der über zwei Millionen privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer in Deutschland. Unser Denken und Handeln orientiert sich stets an den drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales. In diesem Sinne sehen wir in der verantwortungsvollen Nutzung des Waldes die Grundlage für dessen Schutz und Sicherung als Lebens- und Wirtschaftsraum. Der Verband ist Mitglied im Zentralverband der Europäischen Waldbesitzer (CEPF).

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