Dienstag, 17. Oktober 2017


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Guttenberg fordert Katastrophenfonds und Aufstockung des Waldklimafonds

Bundesforstministerium veröffentlicht Waldzustandsbericht 2013

Berlin, (lifePR) - "Der momentane Rückgang der Waldschäden in Deutschland ist ein kleiner Lichtblick und auch das Ergebnis der Anstrengungen unserer nachhaltigen Waldbewirtschaftung", erklärte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW-Die Waldeigentümer, anlässlich des jetzt in Berlin vorgestellten Waldzustandsberichtes 2013.

Der Waldzustandsbericht 2013 sei jedoch kein Grund zum Jubeln wenn man bedenkt, dass 62% unserer Bäume nach wie vor durch äußere Einwirkungen geschädigt seien. Es zeige vielmehr, dass der Klimawandel für unser Ökosystem Wald die zentrale Herausforderung sei.

"Die Schadenssymptome sind vielfältig: Jährlich sehen und hören wir z.B. vom Eichenprozessionsspinner, dessen Verbreitung durch die veränderten Umweltbedingungen gefördert wird. Diese Insekten sind nicht nur für die Bäume, sondern auch für den Menschen gefährlich", so der Waldbesitzerpräsident. Neben dem Eichenprozessionsspinner gebe es viele andere Insekten und Krankheitserreger, aber auch extreme Wetterverhältnisse, die vermehrt unseren Bäumen schaden.

Aus diesem Grund sei es wichtig - so zu Guttenberg - dass der Waldklimafonds erheblich erhöht wird, wie von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag versprochen. Von den für den Waldklimafonds ursprünglich zugesicherten 50 Millionen Euro pro Jahr stünden derzeit nur 7 Millionen Euro zur Verfügung. "Neben Geld für Forschung und Entwicklung sind insbesondere auch Bodenschutzmaßnahmen und waldbauliche Maßnahmen erforderlich", fordert zu Guttenberg. Zudem seien mehr Mittel nötig, die bei Katastrophen und Notlagen unbürokratische Hilfe leisten können.

"Für die Genesung unserer Wälder brauchen wir auch die Unterstützung der Politik. Unser Wald ist Klimaschützer, Luftreiniger, Wasserfilter, Erholungsraum, Biodiversitätsweltmeister und Pfeiler im ländlichen Raum", so zu Guttenberg. Das müsse stärker honoriert werden.

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V.

AGDW - Die Waldeigentümer vertritt als Dachverband für 13 Landesverbände die Interessen der über zwei Millionen privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer in Deutschland. Unser Denken und Handeln orientiert sich stets an den drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales. In diesem Sinne sehen wir in der verantwortungsvollen Nutzung des Waldes die Grundlage für dessen Schutz und Sicherung als Lebens- und Wirtschaftsraum. Der Verband ist Mitglied im Zentralverband der Europäischen Waldbesitzer (CEPF).

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