Freitag, 20. Oktober 2017


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Sambia, der größte Kupferproduzent der Welt, wählt neuen Präsidenten - Unternehmen gespannt auf Wahlausgang

Berlin, (lifePR) - Multinationale Unternehmen sehen gespannt der morgigen Präsidentschaftswahl in Sambia entgegen. Nach den Wahlen seien im Land dringend wirtschaftspolitische Weichenstellungen nötig.

"Sambias starkes Wachstum geriet zuletzt immer mehr unter Druck", so Christoph Kannengießer, Hauptgeschäftsführer des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft. "Der sinkende Kupferpreis und die schwache Weltkonjunktur machen wirtschaftspolitische Reformen unumgänglich." Hauptaufgabe des neuen sambischen Präsidenten sei es, für die Diversifizierung der Wirtschaft zu sorgen. Außerdem müssen wichtige Steuergesetze für den Bergbau verhandelt werden, so der AV. In jüngster Zeit seien ausländische Investoren immer wieder mit steigenden Abgaben konfrontiert worden. Einige hätten bereits ihre Geschäfte aufgegeben. Auch die Weltbank kritisiert die Steuererhöhung und plädiert für eine Reform der Gesetze.

Nachdem die sambische Wirtschaft in den vergangenen Jahren jährlich um durchschnittlich etwa fünf Prozent zugelegt hatte, wird für 2015 mit einem schwächeren Wachstum gerechnet. Das liegt vor allem an sinkenden Exporteinnahmen, die sich zu 70 Prozent aus der Kupferausfuhr speisen. Außerdem leidet die Währung unter dem Abzug internationaler Investoren.

Auch etwa ein Dutzend deutsche Firmen sind in Sambia vor allem im Banksektor, der Landwirtschaft und im Infrastrukturbereich aktiv.

Bei den Wahlen am 20. Januar 2015 stehen sich die Favoriten Edgar Lungu, von der Regierungspartei Patriotic Front (PF) und der besonders wirtschaftsfreundliche Hakainde Hichilema von der United Party for National Development (UNDP) gegenüber. Hichilema wirbt mit Steuererleichterungen bei Unternehmern. Die Finanzierbarkeit seiner Vorschläge ist angesichts des knappen Staatshaushalts ungewiss. Beobachter sehen Lungu knapp vorn, aber es wird allgemein ein Kopf-an-Kopf-Rennen beider Kandidaten erwartet.

Sambias früherer Präsident Michael Sata war Ende Oktober 2014 im Alter von 77 Jahren gestorben. Die morgigen vorgezogenen Wahlen werden über seine Nachfolge entscheiden. In der Zwischenzeit hatte der in Schottland geborene Vize-Präsident Guy Scott die Regierungsgeschäfte geführt.

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