Montag, 20. Februar 2017


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"Öffentliches Geld ist nicht alles!"

Afrika-Verein fordert im Rahmen der Finanzierungskonferenz in Addis Abeba eine bessere Absicherung privater Investitionen in Afrika

(lifePR) (Berlin / Addis Abeba, ) Anlässlich der UN-Finanzierungskonferenz in Addis Abeba fordert der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft eine in die Zukunft weisende ökonomische und politische Grundausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit- und finanzierung. "Öffentliches Geld ist nicht alles! Beim Thema Entwicklungsfinanzierung sollte es nicht darum gehen, möglichst hohe öffentliche Zuwendungen zu mobilisieren. Nur wenn es gelingt, gute wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen festzulegen, kann die Industrialisierung in Afrika vorangetrieben werden, die letztlich allein Beschäftigung und eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen auf dem Kontinent sichert. Hierfür brauchen die Afrikaner bessere Marktzugänge und vor allem internationale Investitionen", betont Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Vereins, im Vorfeld des Gipfels.

Positiv bewertet der Afrika-Verein, dass staatlich geförderte Versicherungen und Exportgarantien auf der Konferenz thematisiert werden sollen. "Einigen sich die Teilnehmer hier auf ein erklärtes Ziel, ergäben sich klare Argumente für eine Reform der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung." konstatiert Liebing. "Es ist an der Zeit, private Investitionen auf dem afrikanischen Kontinent durch eine systematische Risikominimierung attraktiver zu machen. Die deutsche Wirtschaft kann viel zur Erreichung der nächsten Stufe der Entwicklungsziele beitragen. Dazu muss man sie einbinden und in geeigneter Weise unterstützen."

Dass sich die G7 ambitioniert formulierten nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) bekannt haben, begrüßt der Afrika-Verein. "Je konkreter und messbarer die Ziele und die Strategien sind, desto besser", bemerkt der AV-Vorsitzende. Zu viele Themen zu Prioritäten zu erklären, mache aber keinen Sinn. Zudem sei die Kommunikation der Ziele wichtig: "Ihre Umsetzung wird stark davon abhängen, ob die Bevölkerungen und auch die Wirtschaft diese mittragen. Hier ist wichtig, dass der Zielkatalog nachvollziehbar vermittelt werden kann", so Liebing abschließend.

Auf der UN-Konferenz soll die Finanzierung der beim G7-Gipfel beschlossenen SDGs sichergestellt werden. Hierzu gehören der bezahlbare Zugang zu moderner Energie und die Förderung sowohl flexibler Infrastrukturen als auch nachhaltiger Industrialisierung. Offen ist, wie viel Geld zur Umsetzung freigesetzt werden soll. Auf der Agenda der Konferenz stehen Themen wie die Finanzierung globaler öffentlicher Güter, die Förderung der Eigenverantwortung von Entwicklungs- und Schwellenländern, die Mobilisierung von nationalen Finanzressourcen zur Finanzierung von Entwicklung, die stärkere Einbindung privaten Kapitals sowie der wirksame und effiziente Einsatz von öffentlicher Finanzierung für Entwicklung.

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