Samstag, 19. August 2017


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Durchbruch in der Ebola-Bekämpfung? - Deutsche Gesundheitsunternehmen entwickeln gemeinsam Ebola-Schnelltest

Berlin, (lifePR) - Der Weimarer Firma Senova ist es gelungen, einen Ebola-Schnelltest zu entwickeln, der durch die Unterstützung der Health Focus GmbH aus Potsdam bereits in Produktion gehen konnte. Die Health Focus GmbH stellte zur Validierung des Tests ihr medizinisches Labor in Conakry, Guinea zur Verfügung, in dem mehrere Hundert Proben unter Realbedingungen untersucht wurden.

"Der neue Streifentest könnte einen Durchbruch bei der Ebola-Bekämpfung bedeuten", berichtet Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft. "Wir erhoffen uns davon viel", so Liebing. Die Health Focus GmbH ist eines von fast 600 Mitgliedsunternehmen des Afrika-Vereins. Eine zunehmende Anzahl der Mitglieder stammt aus dem Gesundheitssektor.

Bisherige Ebola-Tests seien auf Strom und Labore angewiesen. Sie brauchen bis zu sechs Stunden, bis ein Ergebnis vorliegt. "Der Senova-Test braucht beides nicht. Zeigt er nach 10 Minuten Ebola an, dann liegt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit dem Virus bei 98 Prozent. Der Streifentest löst die notwendige Bestätigungsdiagnostik nicht ab, ist aber ein wichtiges Werkzeug in der Bekämpfung von Ebola.", so Tom Halgasch von Health Focus.

"Für das Quarantäne-Management und die Teams, die weit entfernt vom nächsten Labor arbeiten, kann das die Reaktionszeit deutlich verkürzen", weiß Senova-Inhaber Hans Hermann Söffing, der zur Validierung des Tests selbst in Conakry war. "Sie können umgehend therapeutische Maßnahmen sowie die Isolierung der betroffenen Personen und ihrer Kontakte einleiten. Nicht zuletzt erkennt der Test Ebola auch als Todesursache bei Leichenfunden." So könne eine weitere Verbreitung der Seuche besser vermieden werden.

Bereits 2004 wurde ein Ebola-Schnelltest im Kongo validiert, der auf einer Senova-Technologie basiert und einen Nachweis des Virus in 30 Minuten erlaubt. Der neue Test sei schneller und einfacher. Er wurde in Kooperation mit dem Forschungszentrum Bad Langensalza, dem Robert-Koch-Institut, der Marburger Virologie und Mikrobiologen der Bundeswehr entwickelt.

"Unser Test kann die vorhandenen Maßnahmen sehr gut unterstützen. Gleichzeitig wissen wir jetzt, wie die nächste Generation aussehen muss", so der Weimarer Firmenchef. Denn frühe Infektionsstadien erkennt der Test noch nicht. Im Forschungszentrum Bad Langensalza werden deshalb schon die nächsten Entwicklungsschritte geplant.

Nächste Pressetermine:

- Pressebriefing zum 2. Deutsch-Afrikanischen Infrastrukturforum - 3. Dezember 2014 - München www.gaif.de
- Besuch des Premierministers Äthiopien - 3. Dezember 2014 - Berlin

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