Donnerstag, 21. September 2017


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Die Digitalisierung Afrikas nützt europäischen und afrikanischen Unternehmen, so der Tenor einer großen Konferenz im Vorfeld des G20-Gipfels, die in Afrika Investitionen anstoßen und Arbeitsplätze schaffen will

Berlin, (lifePR) - Der heutige Africa Day in Berlin bringt führende Vertreter von Banken und Unternehmen sowie von staatlichen und öffentlichen Einrichtungen aus Europa und Afrika zusammen, um zusätzliche Unterstützung für den Aufbau der digitalen Wirtschaft in Afrika zu mobilisieren. Veranstaltet wird die Konferenz von der Europäischen Investitionsbank und dem Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen.

Der diesjährige Africa Day findet am Vortag des im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft abgehaltenen Gipfeltreffens statt und widmet sich dem Thema „Empowering Millions: Africa’s Rising Digital Economy“. Damit steht die Konferenz ganz im Zeichen der G20-Initiative „Compact with Africa“ und entspricht den Zielen des neuen Europäischen Entwicklungskonsens und der Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung. Der Africa Day will die Innovationstätigkeit, das Unternehmertum im Technologiebereich und den Ausbau der digitalen Wirtschaft in Afrika fördern und setzt dabei auf gezielte Investitionen und praktische Unterstützung vor Ort. An den Diskussionen beteiligen sich Investoren, Start-ups sowie kleine und große Unternehmen aus Europa und Afrika. Es geht darum, Wege, Projekte und Initiativen zu finden, die künftige Investitionen fördern.

Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank, hob in seiner Eröffnungsrede hervor: „Investitionen in Afrikas digitale Wirtschaft sind notwendig, um neue Investitionsmöglichkeiten zu eröffnen und Verbindungen zwischen Menschen und Unternehmen herzustellen. In diesem Bereich hat die EU-Bank weltweit umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Daher kann sie in ganz Afrika sowohl Hochtechnologieprojekte als auch den Aufbau einer grundlegenden Telekommunikationsinfrastruktur fördern. Die Investitionen in ein digitales Afrika, in Start-up-Unternehmen und in die Ausbildung der jungen Generation eröffnen neue Möglichkeiten für afrikanische und für europäische Unternehmen. Sie sorgen für nachhaltige Arbeitsplätze und florierende Gemeinschaften. Afrika ist der Kontinent der Zukunft. Wenn wir also unsere Partnerschaften, Verbindungen und Beziehungen – vor allem die zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor – stärken, können wir Vorhaben umsetzen, die zu den UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung beitragen.“

Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, erklärte: „Durch die fortschreitende Digitalisierung könnte unser Nachbarkontinent allen anderen bald einen Schritt voraus sein. Afrikas Jugend erhält neue Perspektiven, und der Privatsektor entwickelt neue Business Cases. Wir müssen hochentwickelte Unternehmen und frische Ideen zusammenbringen, damit Afrika die Fortschritte erzielen kann, die der Kontinent braucht. Deutschland ist mit gutem Beispiel vorangegangen, indem es Afrika ganz oben auf die G20-Agenda gesetzt hat. Dieser Fokus muss bestehen bleiben – auch nach der G20-Präsidentschaft.“

Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, unterstrich in seiner Eröffnungsrede: „Ein nachhaltiges Wachstum in Afrika, das allen zugutekommt, steht bei der deutschen G20-Präsidentschaft im Mittelpunkt. Mit der Agenda 2063 hat sich Afrika bereits den Weg für eine nachhaltige Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten abgesteckt. Wir wollen einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2063 leisten, vor allem durch unseren Marshallplan mit Afrika und über unsere Initiativen für ländliche Entwicklung, berufliche Bildung und den digitalen Sektor.“

Weitere Informationen:

Der diesjährige Africa Day mit dem Thema „Empowering Millions: Africa’s Rising Digital Economy“ findet im Hotel Ellington in der Nürnberger Straße in Berlin statt. Das Anmeldeformular und das Veranstaltungsprogramm sind hier abrufbar:
http://www.eib.org/infocentre/events/all/africa-day-2017
http://www.eib.org/attachments/general/events/africa_day_2017_programme.pdf

Der „Africa Day“ ist die dritte EIB-Konferenz einer Veranstaltungsreihe, die 2015 im Rahmen der luxemburgischen EU-Ratspräsidentschaft ins Leben gerufen wurde. Aufgrund ihres Erfolgs wurde beschlossen, diese Konferenz jährlich abzuhalten. 2016 fand der Africa Day in Abidjan, Côte d’Ivoire, statt. Die damalige Veranstaltung befasste sich schwerpunktmäßig mit der Qualifikation und Beschäftigung junger Menschen, mit innovativen Finanzierungsinstrumenten und der Migrationsproblematik. Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung stehen die Digitalisierung und ihre Rolle bei der Entwicklung des privaten Sektors und der Förderung von Investitionen in Afrika. Der Africa Day findet abwechselnd in Europa und Afrika statt. Dieser Tradition folgend wird die Konferenz im kommenden Jahr in Afrika abgehalten.

Europäische Investitionsbank

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die 28 Mitgliedstaaten der EU. Die Bank der EU ist in mehr als 130 Ländern tätig. In Afrika führt sie seit 1963 Finanzierungen durch. Auf diese Weise unterstützt sie die Ziele der EU in den verschiedenen Regionen der Welt und trägt zur Umsetzung der UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung bei. Vergangenes Jahr vergab die EIB außerhalb der EU mehr als acht Milliarden Euro für Projekte, die den UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung entsprechen (Schaffung guter Arbeitsplätze und Bekämpfung der Armut, Unterstützung von jungen Menschen, Frauen und der Bevölkerung in ländlichen Gebieten, Vorbeugung von Krankheiten durch Zugang zu sauberem Trinkwasser, Förderung der Ökoenergie und Aufbau wichtiger Verkehrsverbindungen). Rund 25 Prozent dieser Finanzierungen kamen Vorhaben in Afrika zugute. In den vergangenen fünf Jahren hat die EIB auf dem afrikanischen Kontinent mehr als zehn Milliarden Euro für über 200 Vorhaben bereitgestellt.

BMZ

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) definiert die Rahmenbedingungen für die deutsche Entwicklungspolitik. Mit dieser Politik engagiert sich Deutschland für die Bekämpfung der Armut, für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, für eine faire Globalisierung und für den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen. Das BMZ arbeitet eng mit internationalen Einrichtungen und anderen Geldgebern zusammen. Auch Akteure der Zivilgesellschaft und des Privatsektors sowie kirchliche Organisationen und Stiftungen sind wichtige Partner des BMZ.

Links: Tätigkeit der EIB in den Ländern Afrikas, des karibischen Raums und des Pazifischen Ozeans

Globale Herausforderungen gemeinsam bewältigen:
http://www.eib.europa.eu/about/global-cooperation/index.htm

Projektbeispiel: Boost Africa
http://www.eib.org/projects/regions/acp/funding-and-financial-instruments/boost-africa/index.htm;

Folgen Sie uns auf Twitter: @eib #AfricaDay2017 #DigitalAfrica

Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V.

Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft (AV) ist der bundesweite, branchenübergreifende Außenwirtschaftsverband der deutschen Unternehmen und Institutionen, die an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den Staaten des afrikanischen Kontinents interessiert sind. Als exzellent vernetztes Bindeglied fördert er den Austausch zwischen deutschen und afrikanischen Vertretern aus Wirtschaft und Politik. Dabei setzen wir uns für ein neues Afrika-Bild in Deutschland ein: Afrika als Chancenkontinent. Der Verein informiert über Länder und Märkte in Afrika, stellt Kontakte her und vertritt die Interessen seiner Mitglieder im In- und Ausland. Den aktuell ca. 600 Mitgliedern wird ein umfangreiches Dienstleistungsangebot zur Verfügung gestellt, auf das sie jederzeit zurückgreifen können. Über ein enges Netz von Kontakten in Afrika spürt der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft den Puls der Märkte. Die Mitglieder hören so zeitnah und gezielt von neuen Entwicklungen und Geschäftsmöglichkeiten.

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