Afrika-Verein: Jüngste politische Entwicklung in Äthiopien hilft den Wirtschaftsbeziehungen

(lifePR) ( Berlin/Addis Abeba, )
Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft begrüßt die jüngste Entscheidung der äthiopischen Regierung, alle politischen Gefangenen freizulassen. „Äthiopien ist ein Wachstumsland mit enormem Potenzial. Die politischen Beziehungen waren über Monate stark belastet, was auch die Weiterentwicklung des wirtschaftlichen Austauschs gebremst hat“, sagt Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft, in dem über 500 auf dem Kontinent tätige Firmen organisiert sind.

„Vor allem Firmen aus China und der Türkei strömen zunehmend nach Äthiopien. Auch die deutsche Wirtschaft zeigt wachsendes Interesse, hat sich bislang jedoch - auch aufgrund der angespannten politischen Lage - zurückgehalten. Die aktuellen Reformen könnten das Engagement deutscher Unternehmen stimulieren. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch wirtschaftspolitische Reformen. Bislang gestaltet sich vor allem die Finanzierung von Projekten oft noch schwierig“, so Liebing.

Seit der Jahrtausendwende weist Äthiopien ein durchschnittliches Wachstum von rund zehn Prozent auf, das nicht auf dem Verkauf von Rohstoffen, sondern stark auf eigenen Anstrengungen zur Industrialisierung des Landes beruht. Äthiopien hat die niedrigsten Strompreise der Welt, die erfolgreichste Luftfahrtgesellschaft Afrikas und ist nach Nigeria der bevölkerungsreichste Staat auf dem Kontinent. Vor allem mit seiner Textilproduktion entwickelt sich Äthiopien zum vielversprechenden Industriestandort mit umweltfreundlichen Industrieparks.  
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