Montag, 23. Oktober 2017


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Windhorst: Teilnahme in Berlin ein Muss - Gemeinsam Stärke demonstrieren

Kundgebung des Aktionsbündnisses Rettung der Krankenhäuser

Münster, (lifePR) - Anlässlich der Protestaktion des Aktionsbündnisses Rettung der Krankenhäuser in der kommenden Woche (25.09.) in Berlin fordert der Präsident der Ärztekammer Westfalen- Lippe aus Sorge um die Vernachlässigung der stationären Patientenversorgung erneut ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Konzept zur Finanzierung der Krankenhäuser, damit auch weiterhin eine qualitativ hochstehende Patientenversorgung in den Kliniken angeboten werden kann. Windhorst ruft dazu auf, an der Kundgebung teilzunehmen:

"Das Aktionsbündnis ist eine bisher einmalige Koalition zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Dies unterstreicht die Berechtigung unserer Forderungen. Durch die zahlreiche Teilnahme am Marsch durch Berlin müssen wir gemeinsam Stärke demonstrieren."

Die Protestaktion sei notwendig, so Windhorst weiter, "um das Finanzierungssystem für die Kliniken langfristig zu verbessern. Die finanzielle Schieflage der Krankenhäuser ist dramatisch. Jede dritte Klinik schreibt heutzutage rote Zahlen, jede zweite liegt im Personalbudget im Minus." Seit 15 Jahren müssten die 432 Krankenhäuser in Nordrhein- Westfalen mit einer gravierenden Unterfinanzierung kämpfen. Durch Tarifentwicklungen, massive Preissteigerungen bei den Sachkosten wie Energie und Lebensmitteln sowie durch die Mehrwertsteuererhöhung kämen auf die nordrheinwestfälischen Krankenhäuser bis Ende 2009 eine Kostenlawine in Höhe von 1,8 Milliarden Euro zu. Dem stünden aber lediglich staatlich zugewiesene Budgetzuwächse von rund 220 Millionen Euro gegenüber.

Zudem würden die NRW-Krankenhäuser durch die ohnehin unzureichende Investitionsfinanzierung des Landes letztendlich nicht ausreichend gefördert, richtet Windhorst seine Forderung nicht nur nach Berlin, sondern auch nach Düsseldorf. "Die Kliniken dürfen nicht zwischen den Mühlsteinen ungeklärter Bund-Länder-Kompetenzen zermalmt werden."

Windhorst fordert das Krankenhauspersonal auf, sich an der Demonstration am 25. September in Berlin zu beteiligen. "Je solidarischer wir sind, desto eindrucksvoller wird die Kundgebung. Die Politik kann dann die Augen nicht länger vor den Problemen der Krankenhäuser verschließen und unsere berechtigten Forderungen nicht weiter ignorieren."

Von den Geschäftsführungen der Kliniken wünscht sich der Kammerpräsident, dass sie den Mitarbeiten die Teilnahme an der Demonstration ermöglichen und unterstützen. Es gehe neben der Finanzierung auch um die Verbesserung der Arbeitssituation in den Krankenhäusern. "Nicht nur finanziell stehen viele Kliniken vor dem Aus. Auch bei den Arbeitsbedingungen wandeln Ärzte und Pflegepersonal nah am Abgrund des Erträglichen."

Diese unhaltbaren Zustände müssten so schnell wie möglich abgestellt werden, so Windhorst abschließend.

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