Montag, 20. Februar 2017


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Mitgliederversammlung 2010: ADAC fordert ein Ende der Umweltzonenlüge!

(lifePR) (Celle, ) Rund 300 Delegierte und Einzelmitglieder fanden sich am Samstag, 27. März 2010, in der Congress Union Celle zur diesjährigen Mitgliederversammlung des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt ein. Zu dem Verein zählen über 1.274.000 Mitglieder, von denen rund 825.000 in Niedersachsen und 449.000 in Sachsen-Anhalt wohnen.

Neben den Rechenschaftsberichten des Vorstands diskutierte die Versammlung den Jahresabschluss 2009 und verabschiedete den Jahresetat 2010.

Im weiteren Verlauf der Versammlung ging Reinhard Manlik, Vorsitzender des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, auf die aus Sicht des Automobilclubs verfehlte Umweltzonenpolitik in Hannover ein. Es müsse dringend Bilanz gezogen und die Wirksamkeit der Umweltzone wissenschaftlich überprüft werden, so Manlik. "Doch Zahlen dazu hat die Stadt Hannover bislang nicht geliefert. Zwei Jahre nach ihrer Einführung steht der Sinn der Umweltzone deshalb mehr denn je in Frage, die einzige Lösung wäre die Abschaffung."

In der Region Hannover haben insgesamt 66.030 Pkw und 19.666 Nutzfahrzeuge keine grüne Plakette bekommen und dürfen somit seit Januar 2010 nicht mehr in die Stadt einfahren. Abgesehen von einem unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand greife die Stadt so massiv in die Mobilität der Bürger und damit auch in ihre Lebensqualität ein, empörte sich Manlik. Und das, obwohl das Ziel, die Schadstoffbelastung zu senken, bisher komplett verfehlt wurde. "Die Grenzwerte für Feinstaub wurden weder vor noch nach Einführung der Umweltzone in Hannover an den festgelegten 35 Tagen überschritten. Und auch die seit einem Jahr als Argument für die Umweltzone angeführten Stickstoffdioxid-Jahresmittelwerte überschritten die nach der EU-Richtlinie zulässigen Grenzwerte schon, als die Feinstaubzone diskutiert wurde. Nach deren Einführung hat sich daran trotz der Aussperrung von Fahr-zeugen nichts geändert", betonte der ADAC-Vorsitzende.

Hinzu komme, dass laut einer ADAC-Studie der Pkw-Verkehr lediglich mit fünf Prozent an der Feinstaubemission beteiligt sei. "Im Sinne unserer Mitglieder ist es für uns deshalb nicht hinnehmbar, Autofahrer mit Fahrverboten und hohen Zusatzkosten zu belasten, obwohl Industrie und Kraftwerke die Hauptverursacher der Schadstoffpartikel sind!"

Angesichts der Planungen für eine Umweltzone in Magdeburg und Halle wies Reinhard Manlik darauf hin, dass es deutlich wirksamere Alternativen gebe. "Grüne Wellen und die Verflüssigung des Verkehrs tragen nachweislich dazu bei, dass bis zu 25 Prozent weniger Feinstaubpartikel erzeugt und 50 Prozent weniger Stickoxide ausgestoßen werden."

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