TresenLesen: Tankred Lerch, Daniel Hyan
22.05.26: Daniel Hyan & Tankred Lerch
Manche Autoren schreiben Bücher. Tankred Lerch schreibt Shortstorys, die klingen, als hätte jemand das Leben kurz geschüttelt und dann den Deckel nicht wieder richtig zugeschraubt. Tankred Lerch ist Autor, Produzent und Dozent – und jemand, der jahrelang mit Komikern gearbeitet hat, weshalb seine Texte ein untrügliches Gefühl für Timing besitzen. Kurz: Wenn es eine Pointe gibt, findet er sie. Und wenn nicht, baut er eine. Am 22. Mai 2026 liest er aus „Gott schütze die Nasa – und die Eier meiner Mutter“.
Und ein kleiner Hinweis zur Dramaturgie des Abends: Tankred Lerch ist eine Rampensau. Das bedeutet: Er hört nicht von selbst auf zu lesen. Er verlässt die Bühne nur, wenn man ihn freundlich bittet. Oder wenn man ihn verjagt.
Immer noch huldigen wir dem dem Geschichtenerzählen an sich und der Buchwerdung einer solchen. Von Zeit zu Zeit darf man auch von Anfang bis zum Fame mit dabei sein. Wie entsteht ein Roman … was geht uns dabei durch den Kopf. Und warum tut man das eigentlich immer noch – also das Romanschreiben und das Büchermachen: Daniel Hyan ist Autor und Regisseur, entstammt einer Berliner Künstlerfamilie und ist dennoch weder Politiker, Anwalt oder Verwaltungsangestellter geworden. Was an sich schon bemerkenswert ist, wäre da nicht auch noch ein Manuskript, welches wir begutachtet haben … Darin gehts unter anderem um Vater, Mutter, Kind und um die Wohnungsnot in Großstädten, wobei es trotz aller Sozial- und Systemkritik immer humor- dennoch gehaltvoll und ungewöhnlich satirisch locker zugeht.
Das Periplaneta TresenLesen findet jeden Freitag statt. Es wird gelesen und geredet. Es geht um Literatur, die Kunst und die großen Fragen. Unterhaltsam, manchmal kontrovers und in der Dynamik unvorhersehbar. Durch das Programm führt ToM Manegold.
Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt 6,- € / 8,- €. Bitte nutzt den Vorverkauf!