Sonntag, 25. September 2016


Arztberuf bleibt uneingeschränkt erste Wahl

Aktuelle Befragungsprojekte der Landesärztekammer Hessen zum ärztlichen Nachwuchs

(lifePR) (Frankfurt/Main, ) Die überwiegende Mehrheit aller hessischen Medizinabsolventen wird im Anschluss an das Medizinstudium Ärztin oder Arzt: Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Absolventenbefragung der Landesärztekammer Hessen (LÄKH). Anlässlich des 118. Deutschen Ärztetages in Frankfurt informiert die LÄKH in einem Sonderdruck des Hessischen Ärzteblattes über ihre aktuellen Befragungsprojekte zum ärztlichen Nachwuchs. Seit Jahren führt die Stabsstelle Qualitätssicherung, Versorgungsmanagement und Gesundheitsökonomie der LÄKH vielfältige Analysen zu Nachwuchsthemen und Fragen zur zukünftigen medizinischen Versorgung in Hessen durch. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen die Motivation für den Arztberuf, die Arbeitsbedingungen von Ärztinnen und Ärzten sowie der prognostizierte Ärztemangel.

Seit 2009 befragt die LÄKH jährlich alle Absolventinnen und Absolventen der ärztlichen Prüfung in Hessen zu beruflichen Plänen und Motiven. Von 2009 bis 2014 wurden Fragebögen an 4.777 Absolventen verschickt. Insgesamt wertete die LÄKH 2.260 ausgefüllte Fragebögen aus; das entspricht einer Rücklaufquote von 47,3 %. Die Auswertung der Befragungen zeigt, dass neben dem "wissenschaftlichen/medizinischen Interesse" (64,1 %) vor allem auch die "interessante/vielseitige Tätigkeit" (61,0 %) und auf dem dritten Platz der "Umgang mit Menschen" (55,7 %) junge Menschen dazu bewegt, sich für das Medizinstudium zu entscheiden. Deutlich seltener werden statusbezogene bzw. materielle Motive genannt wie "gute Bezahlung" (5,7 %) oder "Karrierechancen" (6,0 %). Von den Absolventinnen und Absolventen möchten die meisten die Weiterbildung Innere Medizin (20,3 %), gefolgt von Chirurgie (inklusive Orthopädie und Unfallchirurgie) (16,1 %) und Anästhesiologie (10,3 %) durchlaufen.

Unmittelbar nach Abschluss des Studiums wollen die jungen Ärztinnen und Ärzte eher in den stationären als in den ambulanten Bereich (42,2 %) gehen. Von den Absolventen, die ein ambulante Tätigkeit anstreben, entscheiden sich mehr fachärztlich tätig zu werden (28,4 %), als hausärztlich (10,8 %). Absolventen, die im ambulanten Bereich tätig werden wollen, bevorzugen eindeutig die Niederlassung als Form ärztlicher Berufsausübung. Im fachärztlichen Bereich ist ein Angestelltenverhältnis populärer als im hausärztlichen Bereich.

Die Ergebnisse widerlegen Befürchtungen, dass immer weniger Absolventinnen und Absolventen der Medizin kurativ tätig werden. Auch die weit verbreitete Behauptung einer hohen Abwanderung deutscher Ärztinnen und Ärzte ins Ausland trifft zumindest für Hessen nicht zu. Zwar können sich unter den Absolventinnen und Absolventen 31,9 % eine Tätigkeit im Ausland vorstellen, dies aber nur vorübergehend. Auf Dauer streben nur 4,2 %an, ins Ausland zu gehen.

Den Sonderdruck mit weiteren Ergebnissen und Erläuterungen sowie einem Überblick weitere Befragungsprojekte der Landesärztekammer Hessen finden Sie unter der Rubrik "Hessisches Ärzteblatt" auf www.laekh.de.
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