Samstag, 20. September 2014


Zielstrebig zum Erfolg

Mariana-Claudia Voicu promoviert im Projekt "Aktive Walzensysteme" - mit Unterstützung des Promotionskollegs der Hochschule Osnabrück

(lifePR) (Osnabrück, ) Das Promotionskolleg an der Hochschule Osnabrück unterstützt zielgerichtet junge Wissenschaftler bei ihren Promotionsvorhaben. Manchmal können kleine und größere Schwierigkeiten in einem engen Zeitrahmen zu unüberwindlichen Hürden im Promotionsplan werden. Ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz des Kollegs ist das Stipendium für Mariana-Claudia Voicu.

Die junge Wissenschaftlerin forscht an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik im Projekt "Aktive Walzensysteme". Das Projekt, welches von den Professoren Dr.-Ing. Reinhard Schmidt und Dr.-Ing. Benno Lammen betreut wird, entstand in einer Kooperation mit dem Institut für Mechatronik der Universität Politehnica Timisoara aus Rumänien. Mariana-Claudia Voicu hat an dieser Universität ihren Diplom-Ingenieur in der Studienrichtung Industrieroboter erfolgreich erworben. An der Hochschule Osnabrück kam im Jahr 2009 noch der Master in Mechatronic Systems Engineering dazu.

Der Kontakt zur Heimat ist nie abgerissen. Da sie nicht nur hierzulande als zielstrebige Studentin und Wissenschaftlerin auffiel, kam es nicht von ungefähr, dass sich zwischen den beiden Hochschulen eine internationale Kooperation entwickelte, in dem nun Mariana-Claudia Voicu im Rahmen des von der Hochschule Osnabrück beantragten Forschungsprojekt "Aktive Walzensysteme" auch promoviert. Die beiden betreuenden Professoren betonen in ihrem Empfehlungsschreiben das besondere Engagement der gebürtigen Rumänin. Ein reger wissenschaftlicher Austausch ist hier entstanden. So wurden ERASMUS-Abkommen abgeschlossen und etliche Projekte und Tagungen ins Leben gerufen. Promotions- und Masterstudierende pendeln zwischen den beiden Hochschulen.

So auch Mariana-Claudia Voicu, die in ihrer Dissertation als Hauptthema die Optimierung des Schwingungsverhaltens von Walzensystemen mittels Piezoaktoren untersucht. Das Projekt "Aktive Walzensysteme" umfasst zwei unterschiedliche Aspekte, zum einen die Entwicklung spezieller Sensoren, mit denen Druckmessungen an Walzensystemen von Druckmaschinen vorgenommen werden können ohne das Druckbild negativ zu beeinflussen, und zum zweiten die aktive Schwingungstilgung mittels piezoelektrischer Aktoren in den Walzenlagern. Resultate ihrer Forschungsarbeiten wurden auf mehreren VDI-Tagungen sowie auf renommierten internationalen Tagungen im Ausland vorgestellt und stießen dort auf Anerkennung und sehr großes Interesse.

Die alleinerziehende Mutter hatte alles vorbildlich geplant, und doch kam sie Ende 2011 in Finanzierungsschwierigkeiten. "Das war eine schwierige Situation" erzählt sie rückblickend und freut sich über die Unterstützung der Hochschule: "Ohne das Stipendium des Promotionskollegs könnte ich meine Promotion nicht in dem Zeitrahmen beenden." Und der ist straff vorgegeben: bereits im Oktober 2012 will sie nach drei Jahren intensiver Arbeit abgeben. Das sie überhaupt in die schwierige Situation kam, lag nicht unmittelbar an der familiären Beanspruchung, sondern eher an Formalitäten. Die Beantragung von Promotionsvorhaben an der Universität Politehnica Timisoara läuft im jährlichen Modus ab.

Mariana-Claudia Voicu reichte ihre Anträge Ende 2008 ein und von da an lief die Uhr der Finanzierung. Die eigentlichen Forschungsarbeiten konnten aber erst im Laufe des Jahres 2009 beginnen - nach Abschluss ihres Masterstudiums in Osnabrück. Ende 2011 lief dann die Finanzierung ihrer Forschung aus und ein Loch von 9 Monaten galt es zu überbrücken.

"Das ist der Sinn eines Promotionskollegs, auch solche Hürden zu überwinden." weiß der zuständige Vizepräsident der Hochschule Osnabrück, Prof. Dr. Peter Seifert. "Wir sind sehr zufrieden, in Mariana-Claudia Voicu eine hochtalentierte Wissenschaftlerin mit einem Stipendium sinnvoll unterstützen zu können."

Im Gespräch merkt man Mariana-Claudia Voicu die Anspannung an. Oktober 2012 erscheint noch weit hin. Es müssen noch viele Puzzleteile ihrer Arbeit zusammengeführt werden. Auch ein längerer Forschungs-Aufenthalt in Rumänien steht noch an. Mariana-Claudia Voicu ist optimistisch, den straffen Zeitplan zu erfüllen. "Ich werde im Oktober 2012 abgeben" ist sie sich sicher. Und keiner widerspricht ihr.
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